Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

"Klasse-Kinder-Spiel" hilft gegen Schulaggressivität

10.04.2006


"Klasse-Kinder-Spiel" hilft gegen Schulaggressivität


Körber-Stiftung zeichnet Kölner Erziehungswissenschaftler aus


Der Kölner Erziehungswissenschaftler Professor Dr. Clemens Hillenbrand ist für sein pädagogisches Konzept zur Prävention von Verhaltensstörungen ausgezeichnet worden. Die Körber-Stiftung wird Hillenbrand am 26. Juni als einen von drei Preisträgern des Transatlantischen Ideenwettbewerbs USAble ehren.

Die Auszeichnung erhält der Kölner Wissenschaftler für das Projekt "Klasse-Kinder-Spiel", in dem Kindergartenkinder spielerisch den Übergang in die Schullaufbahn bewältigen lernen.


Diese "Transition" ist ein sehr großer Einschnitt ins Leben von Kindern. Von einem Tag auf den anderen steht nicht mehr das freie Spielen im Vordergrund. Stattdessen müssen Kinder still sitzen, werden für ihre Leistungen bewertet und müssen sich erstmalig in einer Gruppe von Gleichaltrigen behaupten, ohne dass ständig ein Erwachsener dabei ist. Neben den kognitiven Anforderungen an sie ist es also vor allem sozial-emotionales Verhalten, das Kinder in dieser Situation lernen müssen. Das "Klasse-Kinder-Spiel" versucht diese Aufgabe spielerisch in den Unterricht zu integrieren. Sein Vorbild, das amerikanische "Good Behavior Game", zeigt in den USA seit langer Zeit überzeugende Ergebnisse: Es kam bei den Kindern, in deren Klassen das Spiel angewendet wurde, nachweislich zum Abbau von psychischen Störungen wie auch von Aggression, Kriminalität und Drogenkonsum in den Jugendjahren - und auch die Lernergebnisse wurden verbessert. Beim "Klasse-Kinder-Spiel" legen die Kinder zunächst gemeinsam mit der Lehrerin die Regeln fest, wie man sich in der Klasse verhalten sollte. Dann wird die Klasse in zwei Teams geteilt. Der Unterricht geht nun normal weiter. Wann immer jemand gegen die Regeln verstößt, bekommt eine Gruppe ein "Foul" angezeigt. Am Ende hat die Gruppe gewonnen, die die wenigsten Fouls hat. Zu beobachten ist, wie das Spiel zu einem Zusammenhalt unter den Kindern führt - wie also eher integrative als ausgrenzende Aspekte innerhalb der Mannschaften in den Vordergrund treten.

Ihren Transatlantischen Ideenwettbewerb schreibt die Körber-Stiftung seit 1998 aus. Das Kölner Projekt wird in ihm mit 10.500.- € gefördert. Die diesjährige USable-Preisverleihung findet am 26. Juni im Berliner Konzerthaus am Gendarmenmarkt statt.

Verantwortlich: Anneliese Odenthal

Für Rückfragen steht Ihnen Professor Dr. Hillenbrand unter der Telefonnummer 0221-470-2086 und der Emailadresse: erziehungshilfe@hrf.uni-koeln.de zur Verfügung.

Gabriele Rutzen | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-koeln.de/
http://www.usable.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Gesellschaftswissenschaften:

nachricht Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um
26.05.2017 | Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften

nachricht Deutschland altert unterschiedlich
22.05.2017 | Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Gesellschaftswissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelles und umweltschonendes Laserstrukturieren von Werkzeugen zur Folienherstellung

Kosteneffizienz und hohe Produktivität ohne dabei die Umwelt zu belasten: Im EU-Projekt »PoLaRoll« entwickelt das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen gemeinsam mit dem Oberhausener Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheit- und Energietechnik UMSICHT und sechs Industriepartnern ein Modul zur direkten Laser-Mikrostrukturierung in einem Rolle-zu-Rolle-Verfahren. Ziel ist es, mit Hilfe dieses Systems eine siebartige Metallfolie als Demonstrator zu fertigen, die zum Sonnenschutz von Glasfassaden verwendet wird: Durch ihre besondere Geometrie wird die Sonneneinstrahlung reduziert, woraus sich ein verminderter Energieaufwand für Kühlung und Belüftung ergibt.

Das Fraunhofer IPT ist im Projekt »PoLaRoll« für die Prozessentwicklung der Laserstrukturierung sowie für die Mess- und Systemtechnik zuständig. Von den...

Im Focus: Das Auto lernt vorauszudenken

Ein neues Christian Doppler Labor an der TU Wien beschäftigt sich mit der Regelung und Überwachung von Antriebssystemen – mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums und von AVL List.

Wer ein Auto fährt, trifft ständig Entscheidungen: Man gibt Gas, bremst und dreht am Lenkrad. Doch zusätzlich muss auch das Fahrzeug selbst ununterbrochen...

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Marine Pilze – hervorragende Quellen für neue marine Wirkstoffe?

28.06.2017 | Veranstaltungen

Willkommen an Bord!

28.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Designte Proteine gegen Muskelschwund

29.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Benzin und Chemikalien aus Pflanzenresten

29.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Hochleitfähige Folien ermöglichen großflächige OLED-Beleuchtung

29.06.2017 | Energie und Elektrotechnik