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Auf die Solidarität hinarbeiten

25.05.2005


Es wurden sowohl die sozialen als auch mikroökonomischen Folgen der Informationsgesellschaft sowie deren Einflüsse auf die soziale Ausgrenzung untersucht, um strategische Mittel zu finden, die gegen einen solchen sozialen Ausschluss ankämpfen.



Das europaspezifische Mittel für eine Informationsgesellschaft ist die Erneuerung der traditionellen Technologieansätze als progressiver Schritt noch vorn. Mit diesen Veränderungen sind jedoch auch bestimmte Risikofaktoren verbunden, die einige Berufsgruppen in die Gefahr der sozialen Ausgrenzung bringen. Deshalb müssen Schritte hin zum Aufbau einer Solidarität unternommen werden - nicht in Bezug auf bloße materielle Sicherheit, sondern eher dahin gehend, die ausgegrenzten Personen wieder mit dem Rest der Gesellschaft zu verbinden.



Der zugrunde liegende Ansatz zur Erreichung dieses Ziels ist es, die Arbeit als soziales Recht anzusehen und somit Beschäftigung eher als Sozialfürsorge als Lösungsmittel zu betonen. Die Zielgruppe setzt sich aus Arbeitslosen und Personen zusammen, die von der Schule abgegangen sind, da sie in der Regel mit den größten Schwierigkeiten konfrontiert werden, einen Arbeitsplatz zu finden.

Der Ausbau ihrer Fähigkeiten reicht nicht aus, um dieses Problem auszulöschen. Vielmehr ist ein grundlegenderer Ansatz notwendig, um die Dinge von Grund auf zu ändern. Die Position des Arbeitsmarktes muss als Ganzes gestärkt werden, um die Arbeiter besser auf die Zukunft vorbereiten zu können.

Wenn den Personen ein lebenslanger Lernprozess ermöglicht wird, steigt auch die Wahrscheinlichkeit, in eine gesichertere Arbeitsumgebung zu gelangen und in der Zukunft weniger mit Arbeitslosigkeit konfrontiert zu werden. Dies ist ein Beispiel für die zirkulare Idee, dass Beschäftigung für mehr Arbeitsplätze sorgt. Durch Tarifvereinbarungen und rechtliche Bestimmungen werden auch ältere Personen vor dem Risiko der Arbeitslosigkeit geschützt.

Es wurde ein fünfstufiges Modell der sozialen Ausgrenzung zusammen mit empfohlenen Interventionsstrategien für die einzelnen Stufen entwickelt. Letztendlich läuft das Ganze nicht nur auf die Ausstattung der Menschen mit bestimmten Fähigkeiten hinaus, sondern man gibt ihnen auch verschiedene Wahlmöglichkeiten, indem ihre Verbindungen zur Gesellschaft weit reichend wiederhergestellt werden.

Gerd Schienstock | ctm
Weitere Informationen:
http://www.uta.fi

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