Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Aktuelle DJI-Empfehlungen zu Taschengeld und Gelderziehung

16.10.2014

In der Expertise „Taschengeld und Gelderziehung“ haben die DJI-Wissenschaftlerinnen Dr. Alexandra Langmeyer und Ursula Winklhofer das Thema Taschengeld fundiert aufgearbeitet und den Umgang von Kindern und Jugendlichen mit Geld anhand empirischer Befunde und aktueller Publikationen analysiert.

Die Autorinnen zeigen auf, über wie viel Geld Kinder und Jugendliche heutzutage verfügen und wofür sie es ausgeben. Sie behandeln auch die Themen ökonomische Sozialisation, Gelderziehung innerhalb und außerhalb der Familie sowie Überschuldung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen.


Cover Expertise "Taschengeld und Gelderziehung", München: DJI 2014

Alexandra Langmeyer, Ursula Winklhofer

Zudem geben sie Eltern und Erziehenden detaillierte Empfehlungen, ab welchem Alter Kinder regelmäßig Taschengeld erhalten sollten, welcher Betrag für welches Alter angemessen ist und ob dieser wöchentlich oder monatlich gezahlt werden sollte.

Eine kompakte DJI-Taschengeldtabelle bietet dabei ebenso Orientierung wie eine Budgetgeldtabelle zur Ausbezahlung zusätzlicher Geldmittel für notwendige Anschaffungen, die Jugendliche regelmäßig selbst bestreiten (z. B. Kleidung oder Schulsachen).

Alle Eltern sollten ihren Kindern ein regelmäßiges Taschengeld gewähren, so die Meinung von Expertinnen und Experten. Die meisten Eltern hierzulande tun dies auch. Ziel von Fachkräften und pädagogischen Institutionen sollte es deshalb sein, Eltern, die kein Taschengeld zahlen, die pädagogische Bedeutung einer regelmäßigen Zahlung als Beitrag zur Gelderziehung und zur konstruktiven Auseinandersetzung mit Konsumwünschen und Wertorientierungen zu vermitteln. 

Dabei gilt es jedoch, immer wieder zu betonen: Taschengeld ist Geld zur freien Verfügung. Es dient der Erfüllung individueller Wünsche. In diesem Sinne sollen Eltern die Anschaffungen ihrer Kinder nicht bewerten. Empfohlen wird deshalb eine klare Trennung zwischen Taschengeld und festgelegten Budgets für notwendige Ausgaben (Budgetgeld). Aufgrund der Entwicklung des Geldverständnisses ist Budgetgeld ab einem Alter von ca. 14 Jahren sinnvoll.

Ein Fazit der DJI-Autorinnen lautet: Bislang gibt es kaum umfassende Empfehlungen zum Umgang mit Geld für Kinder und Jugendliche. Solche zielgruppenspezifischen Informationen rund um das Thema Taschengeld können jedoch einen zusätzlichen Beitrag leisten, die Finanzkompetenzen von Kindern und Jugendlichen zu stärken.

Die DJI-Expertise „Taschengeld und Gelderziehung“ wurde im Auftrag von Geld und Haushalt – Beratungsdienst der Sparkassen-Finanzgruppe im Deutschen Sparkassen- und Giroverband verfasst. Die Ergebnisse und Empfehlungen sollen in Informationsmaterialien des Auftraggebers zur „Geld- und Sparerziehung“ junger Menschen einfließen.

Weitere Informationen:

http://www.dji.de

Andrea Macion | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Gesellschaftswissenschaften:

nachricht Mathematische Algorithmen berechnen soziales Verhalten
14.11.2016 | Technische Universität München

nachricht Schrumpfende Gesellschaften: Welcher Umgang mit den Folgen des demografischen Wandels?
18.10.2016 | Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Gesellschaftswissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie