Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die Zukunft, die wir wollen

25.06.2012
Seit 20 Jahren leistet das Leibniz-Zentrum für Marine Tropenökologie in Bremen mit seiner Arbeit einen wesentlichen Beitrag zur Agenda 21

20 Jahre nach dem ersten Umweltgipfel der Vereinten Nationen trifft sich die Staatengemeinschaft erneut in Rio de Janeiro zu einer internationalen Konferenz, um Fragen der nachhaltigen Entwicklung zu diskutieren. Damals wie heute ist eines der Hauptthemen der Konferenz den Ozeanen gewidmet.

Für Milliarden von Menschen bilden sie die Grundlage ihrer Existenz. Zusammen mit Inseln und Küstengebieten spielen die Ozeane eine wesentliche Rolle für die globale Nahrungssicherheit und das wirtschaftliche Wohlergehen vieler Länder.

20 Jahre nach seiner Gründung blickt das Leibniz-Zentrum für Marine Tropenökologie in Bremen auf eine erfolgreiche Arbeit im Sinne der Agenda 21 zurück. Die Gründung des Institutes ist eine Antwort auf die drängenden Probleme, die in Rio ihren Niederschlag gefunden haben. Damals war die Notwendigkeit erkannt worden, die ökonomischen Bedürfnisse einer wachsenden Weltbevölkerung zu verbinden mit dem Ziel, die wertvollsten natürlichen Ressourcen des Planeten zu schützen.

Die nachhaltige Entwicklung von Meeres- und Küstenökosystemen voranzubringen war eines der wichtigsten Anliegen. Ein besonders großer Artenreichtum findet sich an den Küsten und Schelfgebieten tropischer Meere. Gleichzeitig gehören sie jedoch zu den bevölkerungsreichsten Regionen der Erde. Insbesondere hier trifft daher die Notwendigkeit für ökologische Schutzmaßnahmen auf soziale und wirtschaftliche Notstände.

Die deutsche Entwicklungshilfe wollte schon in den 80er Jahren einen Beitrag zur umweltverträglichen Entwicklung dieser Ökosysteme leisten. Das erfordert Managementkonzepte, die den sozialen und ökonomischen Gegebenheiten der Küstenstaaten entsprechen und auf einer soliden wissenschaftlichen Basis gründen. Vor diesem Hintergrund entstand das Zentrum für Marine Tropenökologie.

Beim Erdgipfel in Rio werden die drängenden ökologischen Probleme verhandelt: Klimawandel und Ozeanversauerung, schwindende Fischereierträge, Biodiversitätsverlust, erhöhter Eintrag von Schad- und Nährstoffen, die Fragilität kleiner Inselstaaten. In den 20 Jahren seines Bestehens hat das ZMT sein Forschungsprogramm an diesen zentralen Problemen ausgerichtet, die sich in den Tropen mit besonderer Intensität niederschlagen.
Diese Konflikte werden sich vor dem Hintergrund der globalen Klimaveränderungen noch zuspitzen. Die daraus erwachsenden Probleme können nur in globaler Kooperation gelöst werden. Schon 1992 rief die Agenda 21 zur Stärkung der internationalen Kooperation und zum Aufbau der wissenschaftlichen Kapazitäten in den Entwicklungsländern auf. Damals führte die Entwicklung des modernen Seerechts zur Nationalisierung der Schelfmeere – und manifestierte die Schwäche der Entwicklungsländer im Management ihrer neu gewonnenen Verantwortung für Ressourcen.

Seit seiner Gründung setzt das ZMT daher auf partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Zielländern. Ausbildung von Studenten und Beteiligung der Wissenschaftler der tropischen Partnerländer an Planung, Auswertung und Veröffentlichungen von Projekten sind am ZMT ein Prinzip. Denn zusammen mit den Partnern vor Ort sollen ökologische Zusammenhänge untersucht, die Bedürfnisse der Küstengesellschaften erkannt und Lebensweisen verstanden werden, um gemeinsam Ansätze nachhaltigen Handelns weiterzuentwickeln.
„Die Zukunft, die wir wollen“, so heißt das Motto des Gipfeltreffens in Rio. Die nachhaltige Entwicklung von Meeres- und Küstenökosystemen in der Politik stärker zu verankern ist eines der Ziele. Beispielhaft zeigt das ZMT seit seiner Gründung einen Weg auf, um solche Beschlüsse und Empfehlungen internationaler Umweltpolitik umzusetzen.

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Hildegard Westphal
Leibniz-Zentrum für Marine Tropenökologie
Tel: 0421 / 23800 – 21
Email: hildegard.westphal zmt-bremen.de

Dr. Susanne Eickhoff | idw
Weitere Informationen:
http://www.zmt-bremen.de
http://www.un-ngls.org/IMG/pdf/Rio_Ocean_Declaration.pdf

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Geowissenschaften:

nachricht Dunkel war’s, der Mond schien helle: Nachthimmel oft heller als gedacht
28.07.2017 | Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)

nachricht Seltener Weizenfund in bronzezeitlicher Lunch-Box aus dem Schweizer Hochgebirge
26.07.2017 | Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte / Max Planck Institute for the Science of Human History

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Geowissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ruckartige Bewegung schärft Röntgenpulse

Spektral breite Röntgenpulse lassen sich rein mechanisch „zuspitzen“. Das klingt überraschend, aber ein Team aus theoretischen und Experimentalphysikern hat dafür eine Methode entwickelt und realisiert. Sie verwendet präzise mit den Pulsen synchronisierte schnelle Bewegungen einer mit dem Röntgenlicht wechselwirkenden Probe. Dadurch gelingt es, Photonen innerhalb des Röntgenpulses so zu verschieben, dass sich diese im gewünschten Bereich konzentrieren.

Wie macht man aus einem flachen Hügel einen steilen und hohen Berg? Man gräbt an den Seiten Material ab und schüttet es oben auf. So etwa kann man sich die...

Im Focus: Abrupt motion sharpens x-ray pulses

Spectrally narrow x-ray pulses may be “sharpened” by purely mechanical means. This sounds surprisingly, but a team of theoretical and experimental physicists developed and realized such a method. It is based on fast motions, precisely synchronized with the pulses, of a target interacting with the x-ray light. Thereby, photons are redistributed within the x-ray pulse to the desired spectral region.

A team of theoretical physicists from the MPI for Nuclear Physics (MPIK) in Heidelberg has developed a novel method to intensify the spectrally broad x-ray...

Im Focus: Physiker designen ultrascharfe Pulse

Quantenphysiker um Oriol Romero-Isart haben einen einfachen Aufbau entworfen, mit dem theoretisch beliebig stark fokussierte elektromagnetische Felder erzeugt werden können. Anwendung finden könnte das neue Verfahren zum Beispiel in der Mikroskopie oder für besonders empfindliche Sensoren.

Mikrowellen, Wärmestrahlung, Licht und Röntgenstrahlung sind Beispiele für elektromagnetische Wellen. Für viele Anwendungen ist es notwendig, diese Strahlung...

Im Focus: Physicists Design Ultrafocused Pulses

Physicists working with researcher Oriol Romero-Isart devised a new simple scheme to theoretically generate arbitrarily short and focused electromagnetic fields. This new tool could be used for precise sensing and in microscopy.

Microwaves, heat radiation, light and X-radiation are examples for electromagnetic waves. Many applications require to focus the electromagnetic fields to...

Im Focus: Navigationssystem der Hirnzellen entschlüsselt

Das menschliche Gehirn besteht aus etwa hundert Milliarden Nervenzellen. Informationen zwischen ihnen werden über ein komplexes Netzwerk aus Nervenfasern übermittelt. Verdrahtet werden die meisten dieser Verbindungen vor der Geburt nach einem genetischen Bauplan, also ohne dass äußere Einflüsse eine Rolle spielen. Mehr darüber, wie das Navigationssystem funktioniert, das die Axone beim Wachstum leitet, haben jetzt Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) herausgefunden. Das berichten sie im Fachmagazin eLife.

Die Gesamtlänge des Nervenfasernetzes im Gehirn beträgt etwa 500.000 Kilometer, mehr als die Entfernung zwischen Erde und Mond. Damit es beim Verdrahten der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Ferienkurs mit rund 600 Teilnehmern aus aller Welt

28.07.2017 | Veranstaltungen

10. Uelzener Forum: Demografischer Wandel und Digitalisierung

26.07.2017 | Veranstaltungen

Clash of Realities 2017: Anmeldung jetzt möglich. Internationale Konferenz an der TH Köln

26.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Firmen räumen bei der IT, Mobilgeräten und Firmen-Hardware am liebsten in der Urlaubsphase auf

28.07.2017 | Unternehmensmeldung

Dunkel war’s, der Mond schien helle: Nachthimmel oft heller als gedacht

28.07.2017 | Geowissenschaften

8,2 Millionen Euro für den Kampf gegen Leukämie

28.07.2017 | Förderungen Preise