Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neuer Ozean-Beobachtungssatellit Sentinel-3 nimmt Arbeit auf

12.02.2016

Ein frischer Blick von oben: Der neue Beobachtungssatellit Sentinel-3 startet am kommenden Dienstag, den 16. Februar 2016 von Russland aus. Wissenschaftler der Abteilung Fernerkundung des Instituts für Küstenforschung am Helmholtz-Zentrum Geesthacht (HZG) haben wesentlich an der Entwicklung mitgewirkt.

Die Arbeitsgruppe um den ehemaligen Leiter der Abteilung, Dr. Roland Doerffer, entwickelte für das „Ocean and Land Colour Instrument“ (OLCI) den Algorithmus zur Bestimmung der Wasserinhaltsstoffe in Küstenbereichen. Der Start des Sentinel-3 ist Bestandteil des Copernicus-Programms der Europäischen Weltraumorganisation (European Space Agency, ESA).


Sentinel-3 ist bei weitem die umfangreichste aller Sentinel-Missionen des europäischen Copernicus-Programms.

Foto: Esa-pierre-carril

Mit Hilfe der Algorithmen und deren praktischer Anwendung lassen sich unterschiedliche Inhaltsstoffe von Gewässern wie Algen-, Schweb- und Huminmaterial in küstennahen, optisch komplexen Gebieten bestimmen. „Für 18:57 Uhr unserer Zeit ist der Start geplant. Um 20:30 Uhr soll der erste Kontakt zum Satelliten erfolgen“, so Dr. Hajo Krasemann, HZG-Wissenschaftler in der Abteilung Fernerkundung.

Dank mehrerer erprobter Instrumente ist Sentinel-3 in der Lage, systematische Vermessungen der Atmosphäre sowie der Ozean-, Land- und Eisflächen durchzuführen. Allein für den Bereich der Ozeane sind Messungen von Temperatur, Farbe und damit Wasserinhaltsstoffen sowie der Höhe der Meeresoberflächen und der Dicke von Meereis möglich.

Die Abteilung Fernerkundung des Bereichs Operationelle Systeme am Institut für Küstenforschung entwickelt neben Fernerkundungsverfahren mathematische Algorithmen für Instrumente, um mit Hilfe von Satelliten verschiedenste Wasserinhaltsstoffe in Küstengewässern zu bestimmen.

Die Umsetzungen dieser Algorithmen für den aktuellen Sensor OLCI zur praktischen Nutzung werden in Zusammenarbeit mit der Firma Brockmann-Consult in Geesthacht durchgeführt, die als „Spin-off“ vor 15 Jahren aus der Abteilung Fernerkundung hervorgegangen und inzwischen ein wichtiger Partner der ESA ist.

Weitere Informationen:

http://www.hzg.de - zur Homepage des Helmholtz-Zentrums Geesthacht
http://blogs.esa.int/eolaunches/ zum Blog der ESA zum Satellitenstart

Dr. Torsten Fischer | Helmholtz-Zentrum Geesthacht - Zentrum für Material- und Küstenforschung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Geowissenschaften:

nachricht In Zeiten des Klimawandels: Was die Farbe eines Sees über seinen Zustand verrät
21.09.2017 | Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)

nachricht Der Salzwasser-Wächter auf der Darßer Schwelle
19.09.2017 | Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Geowissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die schnellste lichtgetriebene Stromquelle der Welt

Die Stromregelung ist eine der wichtigsten Komponenten moderner Elektronik, denn über schnell angesteuerte Elektronenströme werden Daten und Signale übertragen. Die Ansprüche an die Schnelligkeit der Datenübertragung wachsen dabei beständig. In eine ganz neue Dimension der schnellen Stromregelung sind nun Wissenschaftler der Lehrstühle für Laserphysik und Angewandte Physik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) vorgedrungen. Ihnen ist es gelungen, im „Wundermaterial“ Graphen Elektronenströme innerhalb von einer Femtosekunde in die gewünschte Richtung zu lenken – eine Femtosekunde entspricht dabei dem millionsten Teil einer milliardstel Sekunde.

Der Trick: die Elektronen werden von einer einzigen Schwingung eines Lichtpulses angetrieben. Damit können sie den Vorgang um mehr als das Tausendfache im...

Im Focus: The fastest light-driven current source

Controlling electronic current is essential to modern electronics, as data and signals are transferred by streams of electrons which are controlled at high speed. Demands on transmission speeds are also increasing as technology develops. Scientists from the Chair of Laser Physics and the Chair of Applied Physics at Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) have succeeded in switching on a current with a desired direction in graphene using a single laser pulse within a femtosecond ¬¬ – a femtosecond corresponds to the millionth part of a billionth of a second. This is more than a thousand times faster compared to the most efficient transistors today.

Graphene is up to the job

Im Focus: LaserTAB: Effizientere und präzisere Kontakte dank Roboter-Kollaboration

Auf der diesjährigen productronica in München stellt das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT das Laser-Based Tape-Automated Bonding, kurz LaserTAB, vor: Die Aachener Experten zeigen, wie sich dank neuer Optik und Roboter-Unterstützung Batteriezellen und Leistungselektronik effizienter und präziser als bisher lasermikroschweißen lassen.

Auf eine geschickte Kombination von Roboter-Einsatz, Laserscanner mit selbstentwickelter neuer Optik und Prozessüberwachung setzt das Fraunhofer ILT aus Aachen.

Im Focus: LaserTAB: More efficient and precise contacts thanks to human-robot collaboration

At the productronica trade fair in Munich this November, the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT will be presenting Laser-Based Tape-Automated Bonding, LaserTAB for short. The experts from Aachen will be demonstrating how new battery cells and power electronics can be micro-welded more efficiently and precisely than ever before thanks to new optics and robot support.

Fraunhofer ILT from Aachen relies on a clever combination of robotics and a laser scanner with new optics as well as process monitoring, which it has developed...

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Legionellen? Nein danke!

25.09.2017 | Veranstaltungen

Posterblitz und neue Planeten

25.09.2017 | Veranstaltungen

Hochschule Karlsruhe richtet internationale Konferenz mit Schwerpunkt Informatik aus

25.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hologramm für Moleküle

26.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Das Motorprotein tanzt in unseren Zellen

26.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Tauben beim Multitasking besser als Menschen

26.09.2017 | Biowissenschaften Chemie