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Messung der Wassertemperatur aus der Luft

29.06.2015

Die Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) wird in der nächsten Woche an der Hahnöfer Nebenelbe die Wasseroberflächentemperatur aus der Luft messen. Bei dieser Messung, die über mehrere Tage läuft, werden Wärmebild-Kameras mit unterschiedlichen Trägersystemen genutzt. Neben einem kleinen, unbemannten Fluggerät wird auch ein Tragschrauber (Gyrocopter) zum Einsatz kommen.

Die Wassertemperatur ist für viele Anwendungsfelder der Gewässerkunde ein wichtiger Parameter und ein wesentliches natürliches Charakteristikum eines Gewässers.

Messungen vor Ort werden oft nur an einzelnen Stellen durchgeführt, Aufnahmen mit einer Kamera hingegen können diese kontinuierlichen Punktmessungen durch Informationen über die räumliche Temperaturverteilung an der Wasseroberfläche ergänzen. Bei größeren Flächen wird dafür von einem Fluggerät aus die Strahlung der Oberfläche im thermischen Infrarot aufgenommen.

Kooperationspartner der BfG sind ein norddeutsches Ingenieurbüro und das Anwendungszentrum für multimodale und luftgestützte Sensorik (AMLS) an der Hochschule Koblenz.

Das Ingenieurbüro wird mit einem unbemannten Fluggerät einen Teil der Wattflächen vor dem Cranzer Hauptdeich aus 100 Meter Höhe erfassen. Parallel dazu wird ein Gyrokopter des AMLS, ausgestattet mit einer Wärmebildkamera, die gesamte Hahnöfer Nebenelbe in 1000 Meter Höhe abfliegen.

Zwei Ziele verfolgt die Bundesanstalt bei diesem Projekt: zum einen geht es um ein besseres Verständnis der Temperaturverhältnisse an Gewässern, zum anderen erforscht und entwickelt die BfG auch die technischen Möglichkeiten der Fernerkundung, um diese bis zur praktischen Anwendung zu bringen.

Bei der anstehenden Befliegung soll vor allem die Verteilung der Wassertemperatur über den Wattflächen im Mühlenberger Loch sowie in der Hahnöfer Nebenelbe untersucht werden. Um die unterschiedlichen Prozesse vor Ort zu erfassen, wird die Messung in regelmäßigen zeitlichen Abständen wiederholt.

Eine Identifizierung von Personen, Schildern u. ä. ist aufgrund des Aufnahmewinkels und der Kameraauflösung nicht möglich. Zur Georeferenzierung der Aufnahmen ist es deshalb auch notwendig, im Deichbereich Markierungen auszubringen. Die zuständigen Behörden sind über die Befliegung informiert, die erforderlichen Genehmigungen wurden eingeholt.

Weitere fachliche Informationen: Dr. Katharina Fricke, Bundesanstalt für Gewässerkunde, Am Mainzer Tor 1, 56068 Koblenz, Fon: 0261/1306 5037, Mail: fricke@bafg.de; Dr. Björn Baschek, BfG, Fon: 0261/1306 5395,baschek@bafg.de

Alfred Hommes | idw - Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen:
http://www.bafg.de/

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