Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Geoinformationssystem für den Mars entwickelt - System hilft bei der Suche nach ehemaligen Wasserläufen

08.01.2007
Ein Geoinformationssystem für den Mars hat Dipl. Ing. Peter Saiger im Rahmen seiner Doktorarbeit an der Universität Potsdam und am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelt.

Bisher einzigartig ist die Möglichkeit, mit Hilfe des Systems Volumina von Kratern und Tälern zu berechnen. Betreut wird Peter Saiger von Prof. Hartmut Asche vom Institut für Geografie der Universität Potsdam und Prof. Ralf Jaumann vom DLR.

Mit dem Geoinformationssystem lassen sich sämtliche bisher aufgenommenen digitalen Bilder vom Mars zu einem Gesamtbild zusammensetzen. Es fügt dabei nicht nur Aufnahmen aus unterschiedlichen Höhen aneinander, wodurch es möglich wird, sich ein Gebiet in unterschiedlichen Auflösungen anzusehen, also zu zoomen. Darüber hinaus können auch Bilder kombiniert werden, die mit verschiedenen Techniken aufgenommen wurden, beispielsweise im sichtbaren oder infraroten Bereich. Das Geoinformationssystem bildet sozusagen das Koordinatensystem. Jedes Satellitenbild enthält, digital verschlüsselt, die Koordinaten des aufgenommenen Gebietes. Auf diese Weise kann es dann eindeutig auf seinen Platz im Koordinatensystem zugeordnet werden.

Viele der Bilder stammen aus der ersten Mars-Mission der Europäischen Weltraumorganisation ESA, "Mars Express". An Bord des Orbiters befindet sich eine hoch auflösende Stereo-Kamera, die seit 2004 Bilder liefert. Die dreidimensionale Aufnahmetechnik in Kombination mit dem von Peter Saiger entwickelten System ermöglichen es nun erstmals, auch die Tiefe von Oberflächenstrukturen zu vermessen und daraus deren Volumen zu berechnen.

Mit diesem Geoinformationssystem stehen den Forschern somit alle verfügbaren Oberflächeninformationen eines bestimmten Gebietes für eine umfassende Analyse zur Verfügung. Das ist beispielsweise für die Suche nach möglichen ehemaligen Wasserläufen von Bedeutung, einem der Hauptziele von "Mars Express".

Hinweis an die Redaktionen:
Für weitere Auskünfte steht Ihnen Prof. Dr. Hartmut Asche aus dem Institut für Geografie der Universität Potsdam unter Tel.: 0331/977-2274, E-Mail: gislab@uni-potsdam.de zur Verfügung.

Andrea Benthien | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-potsdam.de

Weitere Berichte zu: Geoinformationssystem Mars Wasserlauf

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Geowissenschaften:

nachricht Globale Klimaextreme nach Vulkanausbrüchen
22.08.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

nachricht Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen
18.08.2017 | Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Geowissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Platz 2 für Helikopter-Designstudie aus Stade - Carbontechnologie-Studenten der PFH erfolgreich

Bereits lange vor dem Studienabschluss haben vier Studenten des PFH Hansecampus Stade ihr ingenieurwissenschaftliches Können eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Malte Blask, Hagen Hagens, Nick Neubert und Rouven Weg haben bei einem internationalen Wettbewerb der American Helicopter Society (AHS International) den zweiten Platz belegt. Ihre Aufgabe war es, eine Designstudie für ein helikopterähnliches Fluggerät zu entwickeln, das 24 Stunden an einem Punkt in der Luft fliegen kann.

Die vier Kommilitonen sind im Studiengang Verbundwerkstoffe/Composites am Hansecampus Stade der PFH Private Hochschule Göttingen eingeschrieben. Seit elf...

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Zukunft des Leichtbaus: Mehr als nur Material einsparen

23.08.2017 | Veranstaltungen

Logistikmanagement-Konferenz 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Spot auf die Maschinerie des Lebens

23.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Die Sonne: Motor des Erdklimas

23.08.2017 | Physik Astronomie

Entfesselte Magnetkraft

23.08.2017 | Physik Astronomie