Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Anzeichen für neuen El Nino

15.09.2006
Schwache Hurrikan-Saison und Trockenheit in Südostasien deuten daraufhin

Forscher der US-National Oceanic and Atmospheric Administration NOAA sehen deutliche Anzeichen für einen weiteren El-Nino, berichtet BBC-Online. Einerseits sorgt dieses Wetterphänomen für eine abgeschwächte Hurrikan-Saison in der Karibik, andererseits sorgt es für verminderte Niederschläge in Indonesien, Malaysia und den Philippinen. Die Experten sind aber der Meinung, dass die Anzeichen für den neuen El Nino derzeit nur sehr schwach seien.

"Bereits im Laufe des Jahres hat sich der El-Nino abgezeichnet", so Herbert Formayer, vom Institut für Meteorologie an der Universität für Bodenkultur in Wien, im pressetext-Interview. Die Angaben der NOAA deuten tatsächlich daraufhin, dass es sich um einen schwächeren bis mittleren El-Nino handeln werde. Typisch für den El-Nino-Effekt sei eine schwächere Hurrikan-Aktivität und verringerte Niederschläge in Südostasien. "Die erste Phase der Hurrikan-Saison verlief tatsächlich erstaunlich ruhig", so der Wissenschaftler. Allerdings müsse man davon ausgehen, dass eine Hurrikan-Saison wie 2005 mit 28 Stürmen und 15 Hurrikans wohl kaum zu übertreffen sei. Dennoch hat die NOAA davor gewarnt, dass auch in diesem Jahr eine starke Hurrikan-Periode bevorsteht. "Man soll nicht vergessen, dass die vorjährige Saison bis Anfang Januar angedauert hat." Der Jahreszeit entsprechend haben die Wirbelstürme derzeit andere Zugbahnen - weit ab von Inseln und der US-Ostküste, dennoch entstehen derzeit weit draußen fast täglich Zyklone. "Derzeit baut sich gerade Helene zu einem Hurrikan auf."

Das Oberflächenwasser im Zentral-Atlantik - dort wo die Hurrikans entstehen - sei allerdings um einiges kühler als im Vorjahr. Zudem sorge die starke vertikale Scherung der Winde für eine schwächere Sturmaktivität. Der Wissenschaftler warnt aber dennoch vor dem Unterschätzen der Gefahren. "Die Medien beschränken sich bei der Hurrikan-Berichterstattung zu oft nur auf die Windgeschwindigkeit. Auch die heftigen Niederschläge sowie die extreme Brandung sind für die Menschen der betroffenen Region eine ernste Gefahr, die große Schäden verursachen."

... mehr zu:
»El-Nino »Hurrikan »Hurrikan-Saison »Nino

Die El-Nino-Phase wird das Wetter des gesamten Planeten beeinflussen: Die Winter in West- und Zentralkanada und den USA werden deutlich wärmer sein. In Südostasien wird es zu weniger Niederschlägen kommen und das Wasser im Ost-Pazifik wird deutlich wärmer - in manchen Regionen wurden sogar Temperaturanstiege um fünf Grad Celsius gemessen. Umweltschützer und Ökologen erinnern sich mit Schrecken an die Folgen des 1997 El-Nino. Damals ist es durch die hohen Temperaturen zu katastrophalen Zerstörungen an Korallenriffen der Welt gekommen. Wie stark der El-Nino diesmal sein wird, wagt niemand vorherzusagen.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.noaa.gov
http://www.boku.ac.at

Weitere Berichte zu: El-Nino Hurrikan Hurrikan-Saison Nino

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Geowissenschaften:

nachricht Von der Bottnischen See bis ins Kattegat – Der Klimageschichte der Ostsee auf der Spur
28.03.2017 | Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

nachricht Einfluss der Sonne auf den Klimawandel erstmals beziffert
27.03.2017 | Schweizerischer Nationalfonds SNF

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Geowissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Von Agenten, Algorithmen und unbeliebten Wochentagen

28.03.2017 | Unternehmensmeldung

Hannover Messe: Elektrische Maschinen in neuen Dimensionen

28.03.2017 | HANNOVER MESSE

Dimethylfumarat – eine neue Behandlungsoption für Lymphome

28.03.2017 | Medizin Gesundheit