Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wissenschaft auf Wegeners Spuren

14.10.2005


Vom 30. Oktober bis 2. November treffen sich Wissenschaftler zum zweiten Internationalen Alfred Wegener Symposium in Bremerhaven. Während der dreitägigen Veranstaltung berichten rund 140 Wissenschaftler aus elf Ländern über aktuelle Themen aus den Forschungsgebieten Plattentektonik, Geowissenschaften, Meteorologie, Paläoklimatologie, Glaziologie, Wissenschaftsgeschichte und über Geothemen der Zukunft.



Die Tagung aus Anlass des 125sten Geburtstages und 75sten Todestages von Alfred Wegener, dem deutschen Polarforscher und Begründer der Kontinentaldrifttheorie, findet am Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung und im Deutschen Schiffahrtsmuseum statt. Alfred Lothar Wegener wurde am 01.11.1880 in Berlin geboren. Seine Ideen und Forschungsergebnisse verbesserten unser Wissen zu Wetter- (Meteorologie), Eis- (Glaziologie) und Sternenkunde (Astronomie), ebenso wie zu Geologie und Geophysik. Bis heute gilt er als einer der bedeutendsten deutschen Polarforscher, seine Theorie zur Kontinentalverschiebung war visionär. Wegener starb gerade fünfzigjährig Anfang November 1930 im grönländischen Eis.



Von der Geburt des Mondes bis zu Tsunamis

Den Eröffnungsvortrag des Symposiums hält ein Enkel Alfred Wegeners: Dr. Günther Schönharting referiert über Geschichte und Perspektiven der Forschung zur kontinentalen Drift. Insgesamt bieten rund 50 Vorträge und 70 Poster Anreiz zu Meinungsaustausch und Diskussion. Auf der nach 1980 zweiten Veranstaltung dieser Art sind neben einem historischen Rückblick der heutige Wissensstand und die Zukunftsperspektiven von Wegeners Forschungsgebieten die inhaltlichen Schwerpunkte. Unter anderem wird über Tsunamis, die Karte tektonisch aktiver Erdregionen (World stress map), die Ursachen des Abschmelzens des grönländischen Eisschildes, das Mikroklima von Gletschern und eine neue Theorie zur Entstehung des Mondes berichtet.

Die Erben Wegeners

Die wissenschaftlichen Ansätze Wegeners und vor allem sein interdisziplinäres Denken sind noch heute Weg weisend. Am Alfred-Wegener-Institut werden besonders die Forschungen zur Atmosphärenphysik, Glaziologie und Plattentektonik weiter verfolgt. Neben einem besseren Verständnis der wissenschaftlichen Grundlagen erhoffen sich die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen davon Erkenntnisse und bessere Vorhersagen zu den aktuell stattfindenden globalen Klimaveränderungen.

Begleitend zum Symposium findet am 1. November für Kongressteilnehmer und geladene Gäste im Stadttheater Bremerhaven eine Festveranstaltung zu Ehren des großen Polarforschers mit Musik, Theater und Präsentation historischer Filmaufnahmen statt. Vertreter der Medien können nach Anmeldung an der Tagung und der Festveranstaltung teilnehmen.

Das Alfred-Wegener-Institut forscht in der Arktis, Antarktis und den Ozeanen der gemäßigten sowie hohen Breiten. Es koordiniert die Polarforschung in Deutschland und stellt wichtige Infrastruktur wie den Forschungseisbrecher Polarstern und Stationen in der Arktis und Antarktis für die internationale Wissenschaft zur Verfügung. Das Alfred-Wegener-Institut ist eines der fünfzehn Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft, der größten Wissenschaftsorganisation Deutschlands.

Dr Andreas Wohltmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.alfred-wegener-symposium.de/
http://www.awi-bremerhaven.de/AWI/25JahreAWI/index-d.html

Weitere Berichte zu: Arktis Forschungsgebiet Glaziologie Plattentektonik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Geowissenschaften:

nachricht Der Satellitenblick auf die Dürre in Kenia
28.06.2017 | Technische Universität Wien

nachricht Bisher unbekanntes Aussterben grosser Meerestiere entdeckt
27.06.2017 | Universität Zürich

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Geowissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelles und umweltschonendes Laserstrukturieren von Werkzeugen zur Folienherstellung

Kosteneffizienz und hohe Produktivität ohne dabei die Umwelt zu belasten: Im EU-Projekt »PoLaRoll« entwickelt das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen gemeinsam mit dem Oberhausener Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheit- und Energietechnik UMSICHT und sechs Industriepartnern ein Modul zur direkten Laser-Mikrostrukturierung in einem Rolle-zu-Rolle-Verfahren. Ziel ist es, mit Hilfe dieses Systems eine siebartige Metallfolie als Demonstrator zu fertigen, die zum Sonnenschutz von Glasfassaden verwendet wird: Durch ihre besondere Geometrie wird die Sonneneinstrahlung reduziert, woraus sich ein verminderter Energieaufwand für Kühlung und Belüftung ergibt.

Das Fraunhofer IPT ist im Projekt »PoLaRoll« für die Prozessentwicklung der Laserstrukturierung sowie für die Mess- und Systemtechnik zuständig. Von den...

Im Focus: Das Auto lernt vorauszudenken

Ein neues Christian Doppler Labor an der TU Wien beschäftigt sich mit der Regelung und Überwachung von Antriebssystemen – mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums und von AVL List.

Wer ein Auto fährt, trifft ständig Entscheidungen: Man gibt Gas, bremst und dreht am Lenkrad. Doch zusätzlich muss auch das Fahrzeug selbst ununterbrochen...

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Marine Pilze – hervorragende Quellen für neue marine Wirkstoffe?

28.06.2017 | Veranstaltungen

Willkommen an Bord!

28.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

EUROSTARS-Projekt gestartet - mHealth-Lösung: time4you Forschungs- und Entwicklungspartner bei IMPACHS

28.06.2017 | Unternehmensmeldung

Proteine entdecken, zählen, katalogisieren

28.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Scheinwerfer-Dimension: Volladaptive Lichtverteilung in Echtzeit

28.06.2017 | Automotive