Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutschland steht bei Meeresforschung weltweit an der Spitze

15.07.2005


25-jähriges Jubiläum des Alfred-Wegener-Instituts



Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn sieht Deutschland in der Meeres- und Polarforschung international an führender Stelle. "Deutsche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler leisten mit exzellenter Infrastruktur hervorragende Arbeit", sagte die Ministerin am Freitag in Bremerhaven anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Alfred- Wegener-Instituts (AWI).

... mehr zu:
»AWI »Meeresforschung »Ozean


Nur mit dem Wissen über Klima und Erde könnten Menschen vor Katastrophen geschützt und die Umwelt bewahrt werden, betonte Bulmahn. Dies habe die verheerende Tsunami-Katastrophe im vergangenen Dezember vor Augen geführt. "Mit der Initiative der deutschen Wissenschaft unter Beteiligung des AWI werden wir in diesem Jahr ein Frühwarnsystem aufbauen, was die fürchterlichen Folgen in Zukunft verhindern kann." Die Bundesregierung habe dafür 45 Millionen Euro zugesagt.

Bulmahn hob die Bedeutung der Polarforschung für das Wissen über komplexe Wechselwirkungen zwischen Ozeanen, Eis und Atmosphäre hervor. Mit der neuen Neumayer-Station in der Antarktis erhalte das AWI eine international einzigartige Infrastruktur. "Nach der positiven internationalen Bewertung rechne ich mit der Genehmigung für den Start der Bauarbeiten noch im Herbst." Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) investiere darin rund 30 Millionen Euro. Deutschland leiste so einen erheblichen Beitrag für das internationale Polarjahr 2007/2008.

Die Ministerin sicherte der Polar- und Meeresforschung auch weiterhin ihre Unterstützung zu. Zu den nächsten wichtigen Terminen des Jahres gehört die Taufe eines neuen eisrandfähigen Forschungsschiffes am 26. Juli im schleswig-holsteinischen Schacht Audorf. Es wird den Namen der deutschen Naturforscherin Maria Sybilla Merian tragen und verstärkt als Spezialschiff die deutsche Forschungsflotte. Der BMBF trägt 42,3 Millionen Euro der Gesamtkosten des Schiffbaus von 56,4 Millionen Euro.

Im August wird der Wissenschaftsrat über die Pläne des AWI und einiger europäischer Partner für den Bau des eisbrechenden Bohrschiffes Aurora Borealis beraten. Das Schiff soll vor allem im arktischen Ozean bohren, der für die Meeresforscher noch weitgehend unbekannt ist.

Dem AWI stehen als Großforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des BMBF für die Polar- und Meeresforschung in diesem Jahr rund 105 Millionen Euro zur Verfügung.

Silvia von Einsiedel | idw
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/

Weitere Berichte zu: AWI Meeresforschung Ozean

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Geowissenschaften:

nachricht Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen
18.08.2017 | Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

nachricht Klimawandel: Bäume binden im Alter große Mengen Kohlenstoff
17.08.2017 | Universität Hamburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Geowissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie