Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

ICE-Trasse: Neue Ausstellung von Fossilien aus dem Siebengebirge

15.08.2001


Ein Ammonit aus dem Unteren Jura. Foto: Uni Bonn


Auf der neuen ICE-Trasse durch Siebengebirge, Westerwald und Taunus kann man bald nicht nur schneller von Köln nach Frankfurt reisen, durch das Großprojekt wissen wir nun auch mehr über die erdgeschichtliche Vergangenheit dieser Gegenden. Vielfach fündig wurden Bonner Wissenschaftler bei den Tunnelbauarbeiten für die neue Eisenbahnlinie. Ab Ende August sind die ihre Entdeckungen im Rahmen der Ausstellung "Seeskorpione und gepanzerte Fische" im Goldfuß-Museum der Universität Bonn, Nussallee 8, zu sehen.

Was die Bohrer und Bagger aus dem neuen Tunnel unter dem Ort Aegidienberg am Ostrand des Siebengebirges ans Tageslicht beförderten, erlaubt eine Zeitreise in das Erdaltertum. In der älteren Devonzeit, also vor ungefähr 400 Millionen Jahren, war das heutige Siebengebirge ein Tummelplatz für allerlei exotische Tier- und Pflanzenarten. Die Ausstellung zeigt nicht nur die Fossilien selbst, sondern auch die Ergebnisse ihrer Erforschung. Eine reichhaltige Ausbeute an fossilen Überresten aller möglicher Tier- und Pflanzengruppen erlaubt in Verbindung mit der Untersuchung der Gesteine eine erstaunlich genaue Rekonstruktion der Lebens- und Umweltbedingungen im Siebengebirge zu dieser Zeit.

Die Kosten des Projekts, das die Universität in Kooperation mit dem Rheinischen Amt für Bodendenkmalpflege durchgeführt hat, trägt die Deutschen Bahn AG. Nach geltendem Recht sind Bauherren verpflichtet, bei Bauarbeiten entdeckte paläontologische Objekte von wissenschaftlichem Wert für die Nachwelt zu sichern.

Die Sonderausstellung ist noch bis Mitte Januar während der regulären Öffnungszeiten des Goldfuß-Museums, montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr und sonntags 13 bis 17 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Die Eröffnung der Sonderausstellung findet am Mittwoch, 29. August, um 17 Uhr statt. Vertreter der Medien sind dazu herzlich eingeladen.

Unser Bild kann unter http://www.verwaltung.uni-bonn.de/presse/Bildgalerie/ammonit.jpg aus dem Internet abgerufen werden.

Weitere Informationen: Priv.-Doz. Dr. Andreas Braun, Telefon: 0228/73-3531, E-Mail:  pal-inst@uni-bonn.de

Dr. Andreas Archut | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-bonn.de/Paleontology/index.html

Weitere Berichte zu: Fossil Goldfuß-Museum ICE-Trasse Siebengebirge

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Geowissenschaften:

nachricht Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen
18.08.2017 | Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

nachricht Klimawandel: Bäume binden im Alter große Mengen Kohlenstoff
17.08.2017 | Universität Hamburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Geowissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie