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Kartografen der TU Dresden bereiten dreidimensionale Karte des Mars vor

04.10.2002


Bisher gibt es keine Methode, um dreidimensionale Karten von Planeten anzufertigen, die ohne sogenannte 3D-Brillen gelesen werden können. Dieses Problems hat sich Prof. Manfred Buchroithner vom Institut für Kartographie der TUD gemeinsam mit seinen Mitarbeitern angenommen. Das Forschungsprojekt ist Bestandteil der internationalen Mars Express Mission (MEX).



Ziel dieser Mission ist es, den Mars umfassend zu erforschen. Die Teilaufgabe für die Dresdner: Die Erstellung einer dreidimensionalen Karte des Mars. Mit einer der modernsten Kameras der Welt, die Bilder in bisher nicht gekannter, höchster Auflösung liefern kann, soll ein Satellit in Richtung Mars starten. Die Daten, die diese Kamera erfasst, werden zur Erde geschickt und ausgewertet. Der Mars soll mittels dieser Daten vermessen werden. Geplant ist die Mission zum Planeten Mars für Ende 2003.

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Bis dahin heißt es für die Dresdner Wissenschaftler "üben". Zur Zeit werden mit der hochauflösenden Kamera, die auch für die Marsmission eingesetzt werden soll, Aufnahmen von der Erde gemacht. Die Daten werden an die Wissenschaftler der TU Dresden gegeben. Dr. Olga Wälder, Mathematikerin im Team von Prof. Buchroithner, entwickelt Algorithmen, die dazu geeignet sind, die riesige Datenmenge zu reduzieren.

In einem weiteren Schritt geht es dem Dresdner Forscherteam um die Anwendung von 3D-Technologien zur Herstellung von sogenannten Echt-3D-Karten, also maßstabgerechten 3D-Karten, die ohne 3D-Brillen genutzt werden können.
Anfang des kommenden Jahres sollen die ersten derartigen Karten von der Erde fertig gestellt sein.
Doch die Kartografen der TUD gehen noch einen Schritt weiter, planen multithematische Karten. Das sind Karten, die je nach Standpunkt des Betrachters ein anderes Thema vermitteln. Ein Beispiel: schaut man von rechts, sieht man die Infrastruktur, schaut man von links erkennt man geologische Schichten der Erde.

Die Gruppe um Prof. Manfred Buchroithner arbeitet seit rund einem Jahr an dieser Problematik. Im Rahmen des Vorhabens laufen bereits Studien- und Diplomarbeiten. Die ersten Ergebnisse wurden in Fachveröffentlichungen und
-präsentationen zur Diskussion gestellt.

Birgit Berg | idw

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