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Zwischen Klimakollaps in der Sahara und KlimaTeller in der Mensa

26.08.2014

Zum zweiten Mal hat die Hamburgische Wissenschaftliche Stiftung den mit 10.000 Euro dotierten Werner-von-Melle-Preis verliehen.

Ausgezeichnet wurde Dr. Sebastian Bathiany (32), Postdoktorand am Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg. Der Vorsitzende der Stiftung, Dr. Ekkehard Nümann, überreichte den Nachwuchspreis am 25. August im Rahmen einer Festver­anstaltung in der Handelskammer Hamburg.

In diesem Jahr zum Thema Klimaforschung ausgeschrieben, will die Hamburgische Wissenschaftliche Stiftung mit dem Preis junge Hamburger Wissenschaftler fördern und hervorragende wissenschaftliche Arbeiten aus­zeichnen, die eine besondere gesellschaftliche Relevanz besitzen.

Außerdem möchte sie an ihren ersten Präsidenten Werner von Melle erinnern, der sich als Senator und Erster Bürgermeister um die Gründung der Ham­burgischen Universität ganz besonders verdient gemacht hat.

In seiner Dissertation rekonstruiert Bathiany die Ursachen und Bedingungen von abrupten Klimaänderungen am Beispiel der Sahara vor 5.000 Jahren.

Der Verfasser hat ein neues Verfahren entwickelt, das nicht nur eine Interpretation für den Klimakollaps der Sahara liefert, sondern das auch geeignet ist, empfindliche Regionen des Klimasystems in Modellen zu identifizieren.

Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit hat sich Bathiany als Initiator und Gründer des „KlimaTellers“ hervorgetan.

Ihm und seinen Mitstreitern ist es gelungen, dass in allen Mensen des Studierendenwerks Hamburg und in zahlreichen Kantinen Hamburger Unternehmen einmal in der Woche alle Hauptgerichte und warme Speisen durch klimafreundlichere ersetzt werden.

Auf diese Weise lässt sich der Ausstoß von Treibhausgasen um mehr als 30% verringern. Für Bathiany „hat der persönliche Einsatz für klimafreundlicheres Verhalten keinen geringeren Stellenwert als der Fortschritt in Wissenschaft und Forschung“.

Weitere Informationen:

http://h-w-s.org dort finden Sie in der Rubrik "Presse" ab dem 26. August ein Foto von der Preisübergabe

Dr. Johannes Gerhardt | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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