Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zukunftsorientiert und verantwortungsbewusst: Deutscher Mittelstand auf dem Prüfstand

26.01.2009
Erstmalig: IÖW/future-Ranking der Umwelt- und Nachhaltigkeitsberichte mittelständischer Unternehmen

Welche Klimaschutzmaßnahmen ergreifen eigentlich kleinere und mittlere Unternehmen? Wie sehen die Arbeitsbedingungen in diesen Betrieben tatsächlich aus? Welche Arbeitszeitregelung gibt es? Werden Mitarbeiter regelmäßig für Fortbildungen freigestellt? Wie engagiert sich der Mittelstand in seiner Region?

Umwelt- und Nachhaltigkeitsberichte sollen über die ökologische und soziale Verantwortung von Unternehmen Auskunft geben. Ein unabhängiger Vergleich -- das gemeinsame Ranking vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und future e.V. -- prüft diese Berichte nun erstmalig für den deutschen Mittelstand.

Das Berliner Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und die Unternehmervereinigung future e.V. - verantwortung unternehmen bewerten seit Jahren mit Erfolg die Nachhaltigkeitsberichte der 150 größten Unternehmen Deutschlands: "Mit dem Ranking für kleinere und mittlere Unternehmen wollen wir die ambitionierte Nachhaltigkeitsberichterstattung des deutschen Mittelstandes erfassen. Gleichzeitig machen wir auf die konkreten Leistungen dieser Betriebe aufmerksam", erläutert Udo Westermann, Ranking-Verantwortlicher bei future e.V., die Ziele des Rankings. Um den gesellschaftlichen Dialog zu Nachhaltigkeit und unternehmerischer Verantwortung zu fördern, müssen auch kleine und mittlere Betriebe (KMU) miteinbezogen werden. Jana Gebauer, Projektleiterin im IÖW: "Gerade der Mittelstand tritt vielfach als Vorreiter mit innovativen Konzepten auf."

"Die Bewertung von Nachhaltigkeitsberichten für den Mittelstand erfordert eigene Kriterien", so die IÖW-Expertin Gebauer. In einem detaillierten Fragebogen werden kleine und mittlere Unternehmen gebeten, das Ranking bereits im Vorfeld zu unterstützen. Dr. Westermann erklärt: "Der Fragebogen soll uns helfen, unser Wissen über die Unternehmen zu vervollständigen und die Breite der Nachhaltigkeitskommunikation zu erfassen. Gleichzeitig müssen wir die Kriterien für das Ranking so realitätsnah wie möglich gestalten."

Die Ergebnisse des IÖW/future-Rankings für KMU-Nachhaltigkeitsberichte werden im September 2009 in Berlin vorgestellt und auf der Ranking-Website veröffentlicht.

Die Schirmherrschaft übernehmen Bundesarbeitsminister Olaf Scholz und Dr. Volker Hauff, Vorsitzender des Rates für Nachhaltige Entwicklung. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und der Rat für Nachhaltige Entwicklung unterstützen das IÖW/future-Ranking der KMU-Nachhaltigkeitsberichte maßgeblich.

Teilnahme am Ranking
Einbezogen in das IÖW/future-Ranking werden Berichte von Unternehmen, die nicht mehr als 5.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oder nicht mehr als 500 Millionen EUR Jahresumsatz haben. Die Berichte sollen möglichst bis zum 28. Februar 2009 an Dr. Udo Westermann von future e.V. gesandt werden. Wird ein Bericht bis spätestens zum 30. Juni 2009 fertig gestellt, kann er noch in das Ranking aufgenommen werden.
Kriterienentwicklung für das Ranking
Die Bewertungskriterien des IÖW/future-Rankings für KMU-Nachhaltigkeitsberichte werden an die Besonderheiten des Mittelstandes angepasst. Unabhängig davon, ob ein Unternehmen bereits einen Umwelt- oder Nachhaltigkeitsbericht erstellt hat, bitten die Initiatoren des Rankings hierbei um die Unterstützung durch die Praxis. Ein speziell erarbeiteter Fragebogen soll helfen, den Kriterienkatalog weiter zu ergänzen. Dieser steht unter http://www.kmu.ranking-nachhaltigkeitsberichte.de/fileadmin/pdf/fragebogen_ranki... zum Download bereit und kann noch bis zum 6. Februar 2009 beantwortet werden.
Unternehmen sind herzlich eingeladen, die Kriterien im Rahmen eines Workshops in Nürnberg am 17. Februar 2009 zu diskutieren. Programm und Anmeldeformular zum Workshop in Nürnberg, den Fragebogen und weitere Informationen zum Ranking der KMU-Nachhaltigkeitsberichte 2009 finden Sie im Internet unter

http://www.kmu.ranking-nachhaltigkeitsberichte.de/.

Kontakt
Dr. Udo Westermann
future-Geschäftsstelle Münster
Am Hof Schultmann 63
48163 Münster
fon: 0251 - 973 16 34
ranking@future-ev.de
Jana Gebauer
IÖW-Geschäftsstelle Berlin
Potsdamer Straße 105
10785 Berlin
fon: 030 - 884 59 4-0
ranking@ioew.de

Kirstin Wulf | idw
Weitere Informationen:
http://www.kmu.ranking-nachhaltigkeitsberichte.de/
http://www.ioew.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Sechs innovative Projekte sind im Rennen um den begehrten European Health Award 2017
17.08.2017 | European Health Forum Gastein

nachricht ERC-Grants: Fünf neue Projekte an der LMU
11.08.2017 | Ludwig-Maximilians-Universität München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie