Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wettbewerb »Excellence in Production«: Hirschvogel-Werkzeugbau ist Werkzeugbau des Jahres 2010

30.09.2010
Der interne Werkzeugbau der Hirschvogel Automotive Group aus dem oberbayerischen Denklingen ist der Gesamtsieger des Wettbewerbs »Excellence in Production« und damit »Werkzeugbau des Jahres 2010«.

Während einer feierlichen Abendveranstaltung des 10. Internationalen Kolloquiums »Werkzeugbau mit Zukunft« nahmen Michael Dahme und Dr. Christian Hinsel der Hirschvogel Automotive Group den Pokal am Abend des 28. September im Krönungssaal des Aachener Rathauses vor mehr als 300 Zuschauern aus den Händen von Vorjahressieger Andreas Summerer, Geschäftsführer der Summerer Technologies GmbH & Co. KG, entgegen. Hirschvogel war bereits im Jahr 2005 als Sieger in der Kategorie »Interner Werkzeugbau über 100 Mitarbeiter« aus dem Wettbewerb hervorgegangen

Ausgezeichnet vernetzt und engagiert für den Nachwuchs

Dr. Rolf A. Schmidt hob als Laudator bei Hirschvogel das sehr gute Lieferantenmanagement und die ausgezeichnete weltweite Vernetzung des Werkzeugbaus hervor.

Das Unternehmen zählt mit rund 3000 Mitarbeitern und einem Umsatz von 395 Millionen Euro zu den weltweit größten Automobilzulieferern im Bereich der Massivumformung und Zerspanung. Ein eng kooperierendes Netzwerk aus Werkzeugbauabteilungen an sechs Standorten weltweit sichert die Versorgung der Hirschvogel-Gruppe mit Umformwerkzeugen, Anlagenteilen, Vorrichtungen und den dazugehörigen Serviceleistungen.

Die globale Kooperation auf der Basis einheitlicher Standards erlaube es dem Unternehmen, seine Kapazitäten gut auszubalancieren und gleichzeitig unter wettbewerbsfähigen Kosten zu produzieren, so Schmidt in seiner Laudatio. Ebenso bemerkenswert – und aus Sicht der Jury ein weiterer wichtiger Erfolgsfaktor – sei aber auch die sehr hohe Ausbildungsquote, die Hirschvogel in einem eigenen Ausbildungszentrum erfüllt.

Starke Kontinuität bei Siegern und Platzierten

Auch in den vier Einzel-Kategorien, je nach Unternehmensgröße und -einbindung, gab die Jury Sieger und Finalisten bekannt:

Neben dem Gesamtsieg gewann Hirschvogel wie bereits 2005 auch in der Kategorie »Interner Werkzeugbau über 100 Mitarbeiter«. Als weiteren Finalisten der Kategorie zeichnete die Jury den Werkzeugbau Fahrzeuge der Volkswagen AG in Wolfsburg aus.

Bester »Interner Werkzeugbau unter 100 Mitarbeiter« wurde die GEDIA Gebrüder Dingerkus GmbH aus Attendorn bei Olpe, die schon 2007 in dieser Kategorie als Sieger hervorgegangen war. Am Standort Attendorn entwickelt und produziert das Unternehmen Karosseriepressteile und Schweißzusammenbauten für die Automobilindustrie. Besonders positiv fiel der Jury die sehr gute Einbindung des Werkzeugbaus in die Prozesse des Gesamtunternehmens auf. Das großzügige Budget für Forschung und Entwicklung, die hohe Eigenverantwortung der Mitarbeiter und ein breit gefächertes Angebot an zusätzlichen Dienstleistungen zählten als zusätzliche Pluspunkte, so Laudator Dr. Rolf Schmidt.

Zweiter in dieser Kategorie wurde die Hilti AG aus Schaan in Liechtenstein, die bereits im Jahr 2008 in dieser Kategorie zum Sieger gekürt worden war.

Gewinner in der Kategorie »Externer Werkzeugbau über 100 Mitarbeiter« ist die Roth Werkzeugbau GmbH aus Wiebelsdorf in Thüringen. Das Familienunternehmen fertigt Formen zur Herstellung komplexer Spritzgussbauteile sowie Folgeverbundwerkzeuge für die Stanztechnik. Im Jahr 2009 erweiterte Roth sein bestehendes Spritzgieß- und Stanztechnikum zu einem hochmodernen Bemusterungszentrum mit Mehrkomponententechnik und Automatisierung, um seinen Kunden nicht nur Werkzeuge, sondern auch serienreife Prozesse anzubieten. Lobend hob die Jury die kontinuierliche Investitionsbereitschaft und die hohe Kompetenz im Key-Account-Management hervor: Roth Werkzeugbau sei dadurch in der Lage, seine Kernkompetenzen klar herauszustellen und gleichzeitig ein weites Produktspektrum abzudecken, erklärte Prof. Dr. Carl-Dieter Wuppermann als Laudator und Mitglied der Jury.

Als weiterer Finalist in der Kategorie »Externer Werkzeugbau über 100 Mitarbeiter« wurde die Krämer + Grebe GmbH & Co. KG aus Biedenkopf-Wallau ausgezeichnet.

Den ersten Platz in der Kategorie »Externer Werkzeugbau unter 100 Mitarbeiter« konnte erneut W. Faßnacht Werkzeug- und Formenbau aus Bobingen bei Augsburg für sich behaupten. Geschäftsführer Wolfgang Faßnacht hatte schon 2007 als Gesamtsieger auf der Bühne gestanden und nahm im vergangenen Jahr den zweiten Platz in dieser Kategorie ein.

W. Faßnacht Werkzeug- und Formenbau stellt Mehrkomponenten- und Mehrkavitätenformen für Spritzgussteile in der Automobil- und Konsumgüterindustrie her. Die besondere Stärke des Unternehmens liegt im ausgeprägten Formen-Know-how, Flexibilität durch ein regionales Netz aus Zulieferern und seinem guten Preis-Leistungsverhältnis. Seine überregionalen Kunden unterstützt Faßnacht bereits in der Produktentwicklung. Laudator Wuppermann stellte besonders die langfristige und nachhaltige strategische Perspektive heraus und lobte die hohe Zufriedenheit der Mitarbeiter, die flexibel und eigenverantwortlich im Sinne des Unternehmens agieren.

Als zweiter Finalist in dieser Kategorie ging erneut die WIRO Präzisions-Werkzeugbau GmbH & Co. KG aus Olpe hervor, die 2006 und 2008 zum Gesamtsieger gekürt worden war.

Sowohl der diesjährige Gesamtsieger Hirschvogel als auch Gedia und die kleineren, eigenständigen Werkzeugbau-Spezialisten Faßnacht und WIRO zeigen mit ihren regelmäßigen Spitzenplatzierungen eine große Kontinuität in ihrer Leistungsfähigkeit und im Wettbewerb.

WZL und Fraunhofer IPT ermittelten die acht Finalisten des Wettbewerbs anhand eines ausführlichen Vergleichs von mehr als 286 Werkzeug- und Formenbau-Betrieben. Zehn fachkundige Juroren aus Industrie, Politik und Wissenschaft bestimmten die Sieger in vier Kategorien und den Gesamtsieger. Der Wettbewerb »Excellence in Production« fand in diesem Jahr bereits zum siebten Mal statt.

Neue Chance im nächsten Jahr

Im kommenden Jahr wartet eine neue Gelegenheit auf alle diejenigen, die in diesem Jahr nicht auf dem Siegertreppchen stehen konnten: Die nächste Runde des Wettbewerbs startet pünktlich zur Werkzeugbau-Fachmesse »EuroMold« am 1. Dezember 2010. Interessenten können sich schon jetzt unter www.excellence-in-production.de registrieren. Alle Teilnehmer erhalten eine individuelle Auswertung über Ihre Stärken und Verbesserungsmöglichkeiten.

Das Kolloquium »Werkzeugbau mit Zukunft« und der Wettbewerb »Excellence in Production« werden von der Böhler Deutschland, der HASCO Hasenclever GmbH + Co. KG, der Uddeholms AB und der Demat GmbH, Organisator der Branchenmesse EuroMold als Sponsoren unterstützt. Die Verbände VDMA sowie VDEh sowie die Fachzeitschriften VDI nachrichten und die werkzeug & formenbau sind weitere Partner des Wettbewerbs.

Kontakt

Dipl.-Kfm. Martin Bock
Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT
Steinbachstr. 17
52074 Aachen
Telefon +49 241 8904-159
Fax +49 241 8904-6159
martin.bock@ipt.fraunhofer.de

Susanne Krause | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.excellence-in-production.de
http://www.werkzeugbau-aachen.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro
24.03.2017 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

nachricht TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro
24.03.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise