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Stärkung der Grundlagenforschung in der Siliciumchemie

28.02.2014

Die Wacker Chemie AG und die Technische Universität München (TUM) verlängern ihre bestehende Partnerschaft in der Siliciumchemie für weitere sechs Jahre. Der Münchner Chemiekonzern fördert das am Forschungscampus Garching beheimatete Institut für Siliciumchemie mit insgesamt bis zu 2,5 Mio. €.

Die Mittel werden für die Finanzierung von Doktoranden und die damit zusammenhängende Sachausstattung eingesetzt. WACKER und TUM hatten das Institut für Siliciumchemie im Jahr 2006 gegründet. In den vergangenen Jahren wurden dort über 30 Forschungsprojekte bearbeitet, aus denen 35 wissenschaftliche Publikationen in internationalen Zeitschriften sowie zehn Patente hervorgegangen sind.

Die Vereinbarung sieht vor, dass die Besetzung der Doktorandenplätze paritätisch erfolgt: Für jede von der TUM in das Institut eingebrachte Stelle finanziert WACKER eine weitere Stelle einschließlich der dafür erforderlichen Sachmittel. Über die Laufzeit der Vereinbarung können so bis zu 20 Doktoranden am Institut arbeiten.

Darüber hinaus richtet die TUM am Institut für Siliciumchemie eine „Tenure-Track-Professur“ für siliciumbasierte Chemie ein. Diese auf sechs Jahre begrenzte Berufung beinhaltet die Perspektive, im Anschluss eine Associate-Professur zu erhalten. Das Auswahlverfahren für diese Position hat bereits begonnen.

Dr. Rudolf Staudigl, Vorsitzender des Vorstands der Wacker Chemie AG, unterstrich den besonderen Stellenwert des Instituts für die Forschungsarbeit des Chemiekonzerns. „Gerade die makromolekulare Siliciumchemie mit ihren vielen Facetten und noch ungeklärten Fragen ist ein vielversprechendes Forschungsgebiet zur Erschließung neuer Arbeitsgebiete und Anwendungsfelder. Hier bedarf es konzentrierter Forschungsanstrengungen. Wir sind froh, dabei mit der Exzellenzuniversität TUM einen leistungsfähigen und international renommierten Partner zu haben“, sagte Staudigl.

„Die Fortsetzung unserer Zusammenarbeit mit WACKER ist ein wichtiger Beitrag zur Stärkung der Spitzenforschung in Deutschland“, sagte der Präsident der TU München, Professor Wolfgang A. Herrmann, anlässlich der Vertragsunterzeichnung in München.

„Das Institut für Siliziumchemie ist eine ideale Schnittstelle zwischen akademischer und industrieller Forschung. Solche Schnittstellen sind es, die aus Forschungsergebnissen Innovationen werden lassen, die das Leben der Menschen nachhaltig verbessern“, betonte Herrmann. „Deshalb passt die Allianz mit Wacker gut zur unternehmerischen Universität.“

WACKER-Institut für Siliciumchemie

Das WACKER-Institut für Siliciumchemie an der TU München wurde Ende 2006 gestiftet. Die Einrichtung steht unter der Leitung des WACKER-Lehrstuhls für Makromolekulare Chemie. Insgesamt hat der Münchner Chemiekonzern bislang 6 Mio. € für die Finanzierung des Instituts und des WACKER-Lehrstuhls zur Verfügung gestellt. WACKER-Lehrstuhl und Siliciuminstitut werden von Prof. Dr. Bernhard Rieger geleitet, einem der weltweit profiliertesten Experten auf dem Gebiet der Makromolekularen Chemie.

Mit seinen hochmodernen Labors bietet das 500 Quadratmeter große Institut im Chemiegebäude der TU München in Garching optimale Arbeitsbedingungen für die Wissenschaftler. Forschungsschwerpunkt ist vor allem das Gebiet der organofunktionellen Siliciumverbindungen und der Silicone mit ihren vielfach noch ungeklärten Struktur-Wirkungsbeziehungen. Weitere Arbeitsschwerpunkte sind chemische Wechselwirkungen bei der Beschichtung von Oberflächen, Hybrid- und Kompositsysteme, siliciumbasierte Nanotechnologie, Werkstoffe mit völlig neuen Eigenschaftsprofilen sowie neue katalytische Verfahren der industriellen Siliciumchemie. Gefördert werden vor allem interdisziplinäre Forschungsprojekte an den Grenzbereichen zu Physik, Biotechnologie, Pharmazie, Umweltchemie und zu den Materialwissenschaften.

Kontakt:

Prof. Dr. Bernhard Rieger
Technische Universität München
WACKER-Lehrstuhl für Makromolekulare Chemie
Lichtenbergstr. 4, 85748 Garching, Germany
E-Mail: rieger@tum.de

Weitere Informationen:

http://www.makro.ch.tum.de/

Dr. Ulrich Marsch | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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