Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Sensorplattform für die Telemedizin: Absolventenpreis geht an Informatiker der FH Frankfurt

22.05.2012
In seiner Master-Arbeit hat Marvin Struwe eine Plattform für die Telemedizin entwickelt, die durch den Anschluss von Sensoren verschiedene medizinisch relevante Daten erfassen kann.

Ziel ist es, über die Telemedizin den Gesundheitszustand älterer Menschen zu überwachen und ihnen ein möglichst langes selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.

Struwe erhielt für seine hervorragenden Studienleistungen und seine Master-Arbeit den Absolventenpreis des Fördervereins der Fachhochschule Frankfurt am Main e.V. Er schloss den interdisziplinären Master-Studiengang Barrierefreie Systeme (BaSys) am Fachbereich 2: Informatik und Ingenieurwissenschaften erfolgreich mit der Gesamtnote 1,1 ab.

Die Zahl älterer Menschen wird aufgrund des demografischen Wandels überproportional wachsen. Der Bedarf an präventiven Gesundheitsmaßnahmen steigt und eine schnelle Reaktion – wie bei Stürzen älterer Menschen – wird immer wichtiger. „In seiner Master-Arbeit zur Unterstützung der Telemedizin hat sich Marvin Struwe einem jungen Gebiet der Forschung gewidmet“, ordnet Prof. Dr. Matthias Wagner vom Fachbereich 2 und Betreuer der Master-Arbeit die Entwicklung Struwes ein. „Ziel in der Zukunft ist es, dass ein am Körper angebrachtes kleines Sensorsystem bei einem medizinischen Notfall automatisch eine Notaufnahme informiert.“

Struwe nutzte in seiner Arbeit sogenannte eingebettete Systeme (embedded Systems) bzw. drahtlose Sensornetzwerke zum Aufbau eines Body Area Networks (BAN) für medizinische und pflegerische Aufgaben. BAN's sind Netzwerke aus Sensoren, die am Körper angebracht werden, um medizinisch relevante Daten von Patient(inn)en zu erfassen. Sie sind ein wichtiger Bestandteil der heutigen Telemedizin. Auf der Basis der aktuellen Literatur analysierte Struwe die verfügbaren Technologien und entwickelte daraufhin eine Plattform für Sensoren, die medizinische Parameter erfasst.

Die in englischer Sprache verfasste Arbeit wurde mit der Note 1,5 bewertet. In seiner Laudatio erklärte der stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins der FH FFM, Andreas Krebs: „Marvin Struwe hat sein Studium mit besten Noten, einer herausragenden Master-Arbeit und lobenswertem studentischen Engagement erfolgreich absolviert. Am Fachbereich 2 war er zunächst als Tutor, später als Dozent und als Mediator aktiv. Er beriet Studierende und unterstützte sie bei Schwierigkeiten im Studium. Dies würdigen wir mit 500 Euro und einer einjährigen beitragsfreien Mitgliedschaft im Förderverein.“ Struwe bleibt der FH Frankfurt weiterhin verbunden, da er in einem Kooperationsprojekt der Fachhochschule und dem Honda Research Institute Europe unter Leitung von Prof. Dr. Ute Bauer-Wersing derzeit an einer Promotion arbeitet. Der Preisträger war von seinem betreuenden Professor, Dr. Matthias Wagner, von Prof. Dr. Bernd Güsmann und von Prof. Dr. Ute Bauer-Wersing, alle vom Fachbereich 2 der FH FFM, vorgeschlagen worden.

Die FH Frankfurt bietet mit dem interdisziplinären Master-Studiengang „Barrierefreie Systeme“ (BaSys) ein bedarfsorientiertes Angebot mit drei unterschiedlichen fachlichen Ausrichtungen. Je nach Schwerpunkt sind dies Barrierefreies Planen und Bauen, Intelligente Systeme zur Lebenshilfe oder Case Management für barrierefreies Leben. Struwe kam aus dem Bereich Informatik.

Details zum Master-Studiengang BaSys unter: http://www.fh-frankfurt.de/de/fachbereiche/uebergreifende_angebote/basys.html.

Der Absolventenpreis des Fördervereins der Fachhochschule Frankfurt am Main e. V. würdigt zum einen gute bis sehr gute Abschlussnoten in der Regelstudienzeit. Zum anderen honoriert er die aktive Beteiligung der Preisträger in Gremien der FH Frankfurt, wie ein besonderes soziales oder kulturelles Engagement innerhalb der Hochschule, einen besonderen Einsatz für die Internationalisierung der Fachhochschule oder das Engagement für benachteiligte Gruppen oder Minderheiten am eigenen Fachbereich oder an der FH insgesamt. Der Preis wird einmal pro Fachbereich und Semester vergeben.

Weitere Informationen zum Förderverein:
http://www.fh-frankfurt.de/foerderverein

Nicola Veith | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-frankfurt.de/de/fachbereiche/uebergreifende_angebote/basys.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Deutscher Wirtschaftspreis für Forschung in Gesundheitsökonomik
21.08.2017 | Joachim Herz Stiftung

nachricht Sechs innovative Projekte sind im Rennen um den begehrten European Health Award 2017
17.08.2017 | European Health Forum Gastein

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher entwickeln zweidimensionalen Kristall mit hoher Leitfähigkeit

21.08.2017 | Physik Astronomie

Ein neuer Indikator für marine Ökosystem-Veränderungen - der Dia/Dino-Index

21.08.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Kieler Wissenschaft entwickelt exzellentes Forschungsdatenmanagement

21.08.2017 | Informationstechnologie