Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Schüler und Wissenschaftler forschen gemeinsam

12.05.2009
Professur Europäische Regierungssysteme im Vergleich beteiligt sich am Projekt "Denkwerk: Schüler, Lehrer und Geisteswissenschaftler vernetzen sich" der Robert-Bosch-Stiftung

Das Schüler an "echten" Forschungsprojekten an Universitäten teilhaben können, ist eher selten. Um diese Lücke zu schließen und die Vernetzung sowie Kooperation von Universitäten und Schulen zu fördern, hat die Robert- Bosch-Stiftung ein einzigartiges Programm in Deutschland geschaffen.

Mit dem Förderprogramm "Denkwerk: Schüler, Lehrer und Geisteswissenschaftler vernetzen sich" werden gemeinsame Forschungsvorhaben von Universitäten und Schulen gefördert.

Die Professur Europäische Regierungssysteme im Vergleich der TU Chemnitz beteiligt sich an diesem Projekt. Und so ist eines der verschiedenen deutschlandweit geförderten Projekte nun an der Chemnitzer Universität angesiedelt. Dabei handelt sich um eine Kooperation der Professur Europäische Regierungssysteme im Vergleich unter Prof. Dr. Gerd Strohmeier und drei Gymnasien aus dem bayerischen Landkreis Rottal-Inn.

Die Schüler stammen aus der 11., 12. bzw. 13. Klasse. "Ausgewählt wurden Schüler, die sich durch herausragende Leistungen und ein besonderes Engagement ausgezeichnet haben", berichtet Strohmeier. Dazu fand ein mehrstufiges Auswahlverfahren mit Auswahlgesprächen statt. Das Projekt begann bereits 2007; Prof. Dr. Gerd Strohmeier hat dieses von der Passauer Universität mit an die TU Chemnitz gebracht.

Mit diesem Projekt werden zwei Ziele verfolgt: "Zum einen sollen die Auswirkungen von Wahlsystemen auf das Abgeordnetenverhalten in ausgewählten Staaten der Europäischen Union, wie Großbritannien, Deutschland, Schweden, Österreich und Frankreich verglichen werden", berichtet Strohmeier und fügt hinzu: "Die Schüler lernen so konkrete Fragestellungen und Methoden aus der Wahlsystemforschung kennen und erfahren hierbei nicht zuletzt, dass Geistes- und Sozialwissenschaften eine hohe Praxis- und Anwendungsorientierung aufweisen können." Darüber hinaus sollen die Schüler den Wert der Perspektivenvielfalt der dort vertretenen Disziplinen für die Beantwortung wesentlicher gesellschaftlicher Fragen erkennen. Folglich dient das Projekt auch dazu, Schülern die Bedeutung der Geistes- und Sozialwissenschaften und die Vorzüge eines geistes- und sozialwissenschaftlichen Studiums deutlich zu machen.

Das Herzstück des Projektes sind Studienaufenthalte in verschiedenen europäischen Hauptstädten, bei denen die Schüler unter Anleitung von Wissenschaftler der TU Chemnitz eigenständig Interviews mit Parlamentsabgeordneten führen werden. In Berlin wurde die Forschergruppe von Bundestagspräsident Dr. Nobert Lammert empfangen und in London stellte sich unter anderem der ehemalige britische Außen- und Verteidigungsminister Malcolm Rifkind den Fragen der Schüler. Vor wenigen Wochen ging die jüngste Studienreise in den Norden Europas, nach Stockholm. Im kommenden Jahr werden die bayerischen Schüler nach Frankreich reisen, um die Abgeordneten der französischen Nationalversammlung zu interviewen; danach geht es noch nach Österreich.

Die Robert Bosch-Stiftung finanziert das Projekt mit insgesamt rund 100.000 Euro. Damit genießt das Projekt im Vergleich zu anderen Kooperationsprojekten mit Schulen einen Sonderstatus.

Weitere Informationen erteilt Prof. Dr. Gerd Strohmeier, Telefon 0371 531- 37612, E-Mail Gerd.Strohmeier@phil.tu-chemnitz.de

Katharina Thehos | Technische Universität Chemnitz
Weitere Informationen:
http://www.tu-chemnitz.de/tu/presse/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Verleihung GreenTec Awards 2018 – Kategorie »Energie« am 24. April 2018 auf der Hannover Messe
23.04.2018 | Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE

nachricht 31,5 Millionen Euro für Forschungsinstitute der Innovationsallianz Baden-Württemberg (InnBW)
20.04.2018 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Why we need erasable MRI scans

New technology could allow an MRI contrast agent to 'blink off,' helping doctors diagnose disease

Magnetic resonance imaging, or MRI, is a widely used medical tool for taking pictures of the insides of our body. One way to make MRI scans easier to read is...

Im Focus: Fraunhofer ISE und teamtechnik bringen leitfähiges Kleben für Siliciumsolarzellen zu Industriereife

Das Kleben der Zellverbinder von Hocheffizienz-Solarzellen im industriellen Maßstab ist laut dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE und dem Anlagenhersteller teamtechnik marktreif. Als Ergebnis des gemeinsamen Forschungsprojekts »KleVer« ist die Klebetechnologie inzwischen so weit ausgereift, dass sie als alternative Verschaltungstechnologie zum weit verbreiteten Weichlöten angewendet werden kann. Durch die im Vergleich zum Löten wesentlich niedrigeren Prozesstemperaturen können vor allem temperatursensitive Hocheffizienzzellen schonend und materialsparend verschaltet werden.

Dabei ist der Durchsatz in der industriellen Produktion nur geringfügig niedriger als beim Verlöten der Zellen. Die Zuverlässigkeit der Klebeverbindung wurde...

Im Focus: BAM@Hannover Messe: Innovatives 3D-Druckverfahren für die Raumfahrt

Auf der Hannover Messe 2018 präsentiert die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), wie Astronauten in Zukunft Werkzeug oder Ersatzteile per 3D-Druck in der Schwerelosigkeit selbst herstellen können. So können Gewicht und damit auch Transportkosten für Weltraummissionen deutlich reduziert werden. Besucherinnen und Besucher können das innovative additive Fertigungsverfahren auf der Messe live erleben.

Pulverbasierte additive Fertigung unter Schwerelosigkeit heißt das Projekt, bei dem ein Bauteil durch Aufbringen von Pulverschichten und selektivem...

Im Focus: BAM@Hannover Messe: innovative 3D printing method for space flight

At the Hannover Messe 2018, the Bundesanstalt für Materialforschung und-prüfung (BAM) will show how, in the future, astronauts could produce their own tools or spare parts in zero gravity using 3D printing. This will reduce, weight and transport costs for space missions. Visitors can experience the innovative additive manufacturing process live at the fair.

Powder-based additive manufacturing in zero gravity is the name of the project in which a component is produced by applying metallic powder layers and then...

Im Focus: IWS-Ingenieure formen moderne Alu-Bauteile für zukünftige Flugzeuge

Mit Unterdruck zum Leichtbau-Flugzeug

Ingenieure des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) in Dresden haben in Kooperation mit Industriepartnern ein innovatives Verfahren...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Konferenz »Encoding Cultures. Leben mit intelligenten Maschinen« | 27. & 28.04.2018 ZKM | Karlsruhe

26.04.2018 | Veranstaltungen

Konferenz zur Marktentwicklung von Gigabitnetzen in Deutschland

26.04.2018 | Veranstaltungen

infernum-Tag 2018: Digitalisierung und Nachhaltigkeit

24.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Weltrekord an der Uni Paderborn: Optische Datenübertragung mit 128 Gigabits pro Sekunde

26.04.2018 | Informationstechnologie

Multifunktionaler Mikroschwimmer transportiert Fracht und zerstört sich selbst

26.04.2018 | Biowissenschaften Chemie

Berner Mars-Kamera liefert erste farbige Bilder vom Mars

26.04.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics