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Sachsen-Anhalt fördert Energiegroßspeicher/ Fraunhofer IFF und SK Innovation vereinbaren Kooperation

26.06.2014

Sachsen-Anhalt hat Energie: Im Beisein von Wissenschafts- und Wirtschaftsminister Hartmut Möllring haben das Magdeburger Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF und das südkoreanische Unternehmen SK Innovation heute die künftige Zusammenarbeit bei der Erforschung von Energiegroßspeichern vereinbart.

Schwerpunkt ist die Batterieentwicklung. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse will das Fraunhofer IFF unter anderem für die Entwicklung von Komponenten für Speichersysteme nutzen, etwa für die richtige Kommunikation zwischen modernen Großenergiespeichern und dem Stromnetz.

Anlässlich der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung wurde am IFF auch eines der deutschlandweit größten Batteriespeichersysteme eingeweiht. Der so genannte „Smart Grid Energiespeicher“, der vom Land mit einer Million Euro gefördert worden ist, funktioniert auf Lithium-Ionen-Basis und hat eine Leistung von einem Megawatt sowie eine Kapazität von 0,5 Megawattstunden. Das Fraunhofer IFF wird die neue Forschungsinfrastruktur zur Entwicklung und Erprobung von Steuerungssystemen für intelligente Energienetze nutzen.

Großbatterien werden für die Energieversorgung künftig immer wichtiger, da sie Energie aus regenerativen Quellen speichern und zur Netzstabilisierung beitragen können. Möllring begrüßte daher die verstärkte Forschung zu intelligenten Energieversorgungsnetzen in Sachsen-Anhalt.

„Es ist sehr erfreulich für die Region, dass nun auch ein Unternehmen wie SK Innovation in Sachsen-Anhalt aktiv ist. Sachsen-Anhalt ist das Bundesland mit den größten ausländischen Direktinvestitionen im Bereich der erneuerbaren Energien. Deutschlandweit nehmen wir bei der Entwicklung einer intelligenten Energieversorgung mit regenerativen Energien einen Spitzenplatz ein. Das wird durch die Landesregierung auch künftig durch gezielte Förderung unterstützt. Mit der Einweihung des ‚Smart Grid Energiespeichers’ setzen wir ein deutliches Zeichen zur Stärkung der Forschungsinfrastruktur im Bereich intelligenter Energienetze und Energiespeichersysteme.“

Auch der Leiter des Fraunhofer IFF, Prof. Michael Schenk, schätzte die künftige Zusammenarbeit hoch ein: „Mit der SK Innovation haben wir einen weltweit bedeutenden Hersteller für Batteriesysteme als weiteren Partner gewonnen. Diese Zusammenarbeit wird uns dabei helfen, die Entwicklung von Steuerungssystemen für die künftigen, intelligenten Energienetze voranzutreiben. Magdeburg etabliert sich damit weiter als wichtiger Standort der Forschung für eine sichere und zuverlässige Energieversorgung von morgen.“

Chanyul Lee, Vizepräsident von SK Innovation, erklärte: „Wir wollen uns in Deutschland, und besonders hier in Sachsen-Anhalt, stärker im Bereich der Energiespeichersysteme engagieren. Darum ist uns diese Pilotanwendung sehr wichtig. Wir freuen uns sehr, dabei mit dem Fraunhofer IFF zusammenarbeiten und diese Entwicklung voranzutreiben zu können.“

Hintergrund:
SK Innovation ist ein Unternehmen der südkoreanischen SK Group. Der Konzern zählt nach Samsung und Hyundai zu den drei größten Unternehmen in Südkorea. SK Innovation ist unter anderem Hersteller von Lithium-Ionen-Batterien und entwickelt Energiespeichersysteme sowohl für Fahrzeuge als auch für Großanwendungen. Im Jahr 2012 beschäftigte SK Innovation nach eigenen Angaben mehr als 6.000 Mitarbeiter und verzeichnete einen Umsatz von rund 68 Milliarden US-Dollar.

Das Magdeburger Fraunhofer IFF forscht gemeinsam mit der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg unter anderem auf dem Gebiet intelligenter Energienetze und Versorgungsinfrastrukturen und entwickelt Lösungen für sichere Energiemanagementsysteme. So arbeiten die Forscher beispielsweise im vom Land mit zwei Millionen Euro geförderten Innovationscluster ER-WIN (Intelligente, Energie- und Ressourceneffiziente regionale Wertschöpfungsketten in der Industrie) eng mit regionalen Unternehmen zusammen und entwickeln für sie Lösungen für eine energieeffizientere Produktion.

Franziska Krüger | idw - Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen:
http://www.sachsen-anhalt.de/index.php?id=31

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