Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Rekordförderung für Niedersachsens Forschungslandschaft: 137 Millionen Euro in 2014

28.11.2014

Das Kuratorium der VolkswagenStiftung hat in seiner heutigen Sitzung rund 43,3 Mio. Euro für Förderprojekte im Niedersächsischen Vorab bewilligt.

Damit steigt die Gesamtfördersumme dieses Bereichs in diesem Jahr auf rund 137 Mio. Euro. Unterstützt werden unter anderem die Forschung zur Windenergie-Nutzung sowie die klinische Forschung.

Die Vorschläge zur Verwendung der Fördermittel aus dem Niedersächsischen Vorab kommen von der niedersächsischen Landesregierung. Im Fokus stehen bei der aktuellen Bewilligung die Unterstützung von Infrastrukturmaßnahmen, der Ausbau von Professuren an niedersächsischen Universitäten sowie spezifische Forschungsvorhaben. Für neue Vorhaben wurden 28,7 Mio. Euro bereitgestellt, laufende Fördermaßnahmen werden mit rund 14,6 Mio. Euro unterstützt.

Die niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Gabriele Heinen-Kljajić, erklärt: „Mit Projekten in der Forschung zu erneuerbaren Energien und einer Ausschreibung zur Stärkung der Forschung in der Medizin setzen wir deutliche Impulse. Wir fördern da, wo wir großen Bedarf in der Gesellschaft sehen, und unterstützen den Wissenstransfer aus Forschungsbereichen, die ihre wissenschaftliche Exzellenz schon bewiesen haben.“

„Als ein weiteres wichtiges Element für Niedersachsen hat sich immer wieder die Förderlinie „Holen und Halten“ erwiesen. So auch vor einigen Jahren, als sie es ermöglicht hat, den diesjährigen Nobelpreis-Träger Prof. Dr. Dr. Stefan Hell in Göttingen zu halten. Mit der aktuellen Bewilligung verbinden wir ebenfalls die Hoffnung, die Wissenschaftsregion Niedersachsen zu stärken“, berichtet Dr. Wilhelm Krull, Generalsekretär der VolkswagenStiftung.

Bei den Neubewilligungen entfällt der größte Teil auf die Förderlinien „Neue Forschungsgebiete“ (rund 11,4 Mio. Euro) sowie auf „Holen und Halten“ (rund 8,6 Mio. Euro). In den „Neuen Forschungsgebieten“ werden Vorhaben, die innovativ, zukunftsweisend sowie profil- und strukturbildend sind, gefördert. Für die Förderlinie „Programme und Ausschreibungen“ wurden 4 Mio. Euro bewilligt, für „Forschungsverbünde und -schwerpunkte“ rund 4,7 Mio. Euro bereitgestellt.

Beispielhaft werden im Folgenden zwei Vorhaben sowie eine neue Ausschreibung vorgestellt:

• Universität Oldenburg, FORWIND: ventus efficiens – Verbundforschung zur Steigerung der Effizienz von Windenergieanlagen im Energiesystem (rund 3,6 Mio. Euro)
Die Forscher planen, die Effizienz von Windkraftanlagen zu steigern. Dazu betrachten sie nicht nur einzelne Teile der Windkraftanlagen, sondern die gesamte Wirkungskette von der Energieerzeugung in der Anlage bis hin zur Netzanbindung. Kooperationspartner aus dem Fraunhofer-Institut für Windenergie- und Energiesystemtechnik und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt unterstützen sie dabei. Die Forschergruppe will mit ihrem Vorhaben einen Beitrag zur Wei-terentwicklung der Windenergietechnologie leisten und Niedersachsens Position als innovativen Standort der Windenergie weiter stärken.

• Universität Hannover: Erforschung von Lösungswegen zur Simulation und Vorausberechnung von komplexen elektrisch-mechanischen Energiesystemen (rund 1 Mio. Euro)
Durch die Energiewende verändern sich die Energiesysteme zusehends: Die vermehrte Stromerzeugung auf Basis regenerativer Energien und an dezentralen Standorten erfordert den Einsatz von mehr Umrichtern als es die konventionelle Elektrizitätserzeugung bedingt. Die Stromnetze müssen folglich dynamischer werden und gleichzeitig stabil bleiben. Dieser Umbau der Stromnetze lässt sich bislang nicht umfas-send simulieren, sodass keine Planungssicherheit besteht. Hier setzt das Forschungsprojekt an: Die Wissenschaftler wollen sowohl Modelle als auch Vorgehensweisen entwickeln, um eine Gesamtsimulation des elektrisch-mechanischen Energieversorgungssystems möglich zu machen.

• Medizinische Hochschule Hannover, Universitätsmedizin Göttingen, European Medical School Oldenburg/Groningen: Förderung der Klinischen Forschung in Niedersachsen
Beim ärztlichen Nachwuchs kommt die klinische Forschung meist zu kurz – Freistellungen sind selten und systematische Weiterbildungskonzepte vielerorts nicht vorhanden. Dieses Manko soll die Ausschreibung „Clinical Scientist Niedersachsen“ beheben: Sie will solche Vorhaben fördern, die anhand der Vorgaben der Wissenschaftlichen Kommission strukturierte Fortbildungspläne für Mediziner entwickeln. Darin sollen sowohl die klinische Forschung als auch Freiräume durch weniger Arbeitszeit enthalten sein. Für die Ausschreibung, die sich an die drei universitätsmedizinischen Standorte in Niedersachsen (Hannover, Göttingen, Oldenburg) richtet, wurde 1 Mio. Euro bereitgestellt.

Nachdem bereits in der Sommersitzung des Kuratoriums der VolkswagenStiftung rund 94 Mio. Euro bewilligt wurden, erreicht das „Niedersächsische Vorab“ 2014 durch die aktuell erteilten Bewilligungen von neuen und laufenden Vorhaben eine Rekordfördersumme von insgesamt rund 137 Mio. Euro.


Weitere Informationen:

Die Pressemitteilung steht im Internet zur Verfügung unter http://www.volkswagenstiftung.de/presse

Petra Wundenberg | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Mikrophotonik – Optische Technologien auf dem Weg in die Hochintegration
21.07.2017 | VDI Technologiezentrum GmbH

nachricht 1,4 Millionen Euro für Forschungsprojekte im Industrie 4.0-Kontext
20.07.2017 | Hochschule RheinMain

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Einblicke unter die Oberfläche des Mars

Die Region erstreckt sich über gut 1000 Kilometer entlang des Äquators des Mars. Sie heißt Medusae Fossae Formation und über ihren Ursprung ist bislang wenig bekannt. Der Geologe Prof. Dr. Angelo Pio Rossi von der Jacobs University hat gemeinsam mit Dr. Roberto Orosei vom Nationalen Italienischen Institut für Astrophysik in Bologna und weiteren Wissenschaftlern einen Teilbereich dieses Gebietes, genannt Lucus Planum, näher unter die Lupe genommen – mithilfe von Radarfernerkundung.

Wie bei einem Röntgenbild dringen die Strahlen einige Kilometer tief in die Oberfläche des Planeten ein und liefern Informationen über die Struktur, die...

Im Focus: Molekulares Lego

Sie können ihre Farbe wechseln, ihren Spin verändern oder von fest zu flüssig wechseln: Eine bestimmte Klasse von Polymeren besitzt faszinierende Eigenschaften. Wie sie das schaffen, haben Forscher der Uni Würzburg untersucht.

Bei dieser Arbeit handele es sich um ein „Hot Paper“, das interessante und wichtige Aspekte einer neuen Polymerklasse behandelt, die aufgrund ihrer Vielfalt an...

Im Focus: Das Universum in einem Kristall

Dresdener Forscher haben in Zusammenarbeit mit einem internationalen Forscherteam einen unerwarteten experimentellen Zugang zu einem Problem der Allgemeinen Realitätstheorie gefunden. Im Fachmagazin Nature berichten sie, dass es ihnen in neuartigen Materialien und mit Hilfe von thermoelektrischen Messungen gelungen ist, die Schwerkraft-Quantenanomalie nachzuweisen. Erstmals konnten so Quantenanomalien in simulierten Schwerfeldern an einem realen Kristall untersucht werden.

In der Physik spielen Messgrößen wie Energie, Impuls oder elektrische Ladung, welche ihre Erscheinungsform zwar ändern können, aber niemals verloren gehen oder...

Im Focus: Manipulation des Elektronenspins ohne Informationsverlust

Physiker haben eine neue Technik entwickelt, um auf einem Chip den Elektronenspin mit elektrischen Spannungen zu steuern. Mit der neu entwickelten Methode kann der Zerfall des Spins unterdrückt, die enthaltene Information erhalten und über vergleichsweise grosse Distanzen übermittelt werden. Das zeigt ein Team des Departement Physik der Universität Basel und des Swiss Nanoscience Instituts in einer Veröffentlichung in Physical Review X.

Seit einigen Jahren wird weltweit untersucht, wie sich der Spin des Elektrons zur Speicherung und Übertragung von Information nutzen lässt. Der Spin jedes...

Im Focus: Manipulating Electron Spins Without Loss of Information

Physicists have developed a new technique that uses electrical voltages to control the electron spin on a chip. The newly-developed method provides protection from spin decay, meaning that the contained information can be maintained and transmitted over comparatively large distances, as has been demonstrated by a team from the University of Basel’s Department of Physics and the Swiss Nanoscience Institute. The results have been published in Physical Review X.

For several years, researchers have been trying to use the spin of an electron to store and transmit information. The spin of each electron is always coupled...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur

21.07.2017 | Veranstaltungen

Den Nachhaltigkeitskreis schließen: Lebensmittelschutz durch biobasierte Materialien

21.07.2017 | Veranstaltungen

Operatortheorie im Fokus

20.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Einblicke unter die Oberfläche des Mars

21.07.2017 | Geowissenschaften

Wegbereiter für Vitamin A in Reis

21.07.2017 | Biowissenschaften Chemie

Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur

21.07.2017 | Veranstaltungsnachrichten