Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Psychischen Störungen mit neuem Magnetresonanztomographen auf den Grund gehen

15.08.2016

Um der Entstehung und Entwicklung psychischer Störungen besser als bisher auf den Grund gehen zu können, sind leistungsstarke bildgebende Verfahren notwendig. Wissenschaftler des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) haben jetzt von der Deutschen Forschungsgemeinschaft die Zusage für einen neuen 3-Tesla-Magnetresonanztomographen (MRT) erhalten. Außerdem wird ein bereits im UKE vorhandener MR-Scanner auf den neuesten technischen Stand gebracht. Die knapp vier Millionen Euro umfassende Förderung bedeutet eine erhebliche Stärkung des neurowissenschaftlichen Forschungsschwerpunkts im UKE.

Prof. Dr. Jürgen Gallinat, Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, und Prof. Dr. Christian Büchel, Direktor des Instituts für Systemische Neurowissenschaften, haben die Zuwendung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) eingeworben.

Im Rahmen der Großgeräteinitiative fördert die DFG die Neubeschaffung eines 3-Tesla-Magnetresonanztomographen, welcher insbesondere im Bereich der neurowissenschaftlichen Forschung in der Psychiatrie eingesetzt werden wird. Gleichzeitig wird der vorhandene 3-Tesla-MRT im Institut für Systemische Neurowissenschaften auf den neuesten technischen Stand gebracht.

„Diese neue Plattform wird es uns erlauben, noch besser als zuvor Prozesse der Schmerzverarbeitung im Gehirn und im Rückenmark gleichzeitig zu untersuchen und so die Entstehung von chronischen Schmerzen besser zu verstehen. Weiterhin haben beide Geräte identische Leistungsmerkmale und können bestehende Kooperationen im Bereich der Angstforschung weiter stärken“, erläutert Prof. Büchel.

Mit dem neuen Großgerät, dessen Fertigstellung für September 2017 vorgesehen ist, können die Forschungsarbeiten der neuen Heisenberg-Professorin Dr. Simone Kühn aus der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie unterstützt werden. Kühn befasst sich insbesondere mit der Fähigkeit des Gehirns, sich strukturell und funktionell an neue Umgebungsbedingungen und neue Anforderungen anzupassen.

Weiterhin wird der neue MR-Scanner die Zusammenarbeit mit anderen Arbeitsgruppen im UKE und an der Universität Hamburg fördern. „Die großzügige Unterstützung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft erweitert die neurobiologischen Forschungsmöglichkeiten qualitativ und quantitativ in einem wesentlichen Ausmaß und führen zu einer substantiellen Stärkung des neurowissenschaftlichen Schwerpunktes des UKE“, erklärt Prof. Gallinat.

Die DFG fördert die Beschaffung von aufwändigen Großgeräten mit herausragender, innovativer Technik, wenn damit spezielle wissenschaftliche oder technische Fragestellungen untersucht werden sollen. In diesem Fall hat die DFG den Antrag der UKE-Wissenschaftler begutachtet und entsprechende Mittel bewilligt.

Kontakt:
Prof Dr. Jürgen Gallinat
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)
Martinistraße 52
20246 Hamburg
Telefon: (040) 7410-52201
E-Mail: j.gallinat@uke.de

Prof Dr. Christian Büchel
Institut für Systemische Neurowissenschaften
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)
Martinistraße 52
20246 Hamburg
Telefon: (040) 7410-54726
E-Mail: buechel@uke.de

Saskia Lemm | idw - Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen:
http://www.uke.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Red Dot Design Award für die dormakaba 360°City App
09.12.2016 | Kaba GmbH

nachricht Zweimal Gold beim Architects’ Darling Award 2016 für dormakaba
28.11.2016 | Kaba GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Interfacial Superconductivity: Magnetic and superconducting order revealed simultaneously

Researchers from the University of Hamburg in Germany, in collaboration with colleagues from the University of Aarhus in Denmark, have synthesized a new superconducting material by growing a few layers of an antiferromagnetic transition-metal chalcogenide on a bismuth-based topological insulator, both being non-superconducting materials.

While superconductivity and magnetism are generally believed to be mutually exclusive, surprisingly, in this new material, superconducting correlations...

Im Focus: Erforschung von Elementarteilchen in Materialien

Laseranregung von Semimetallen ermöglicht die Erzeugung neuartiger Quasiteilchen in Festkörpersystemen sowie ultraschnelle Schaltung zwischen verschiedenen Zuständen.

Die Untersuchung der Eigenschaften fundamentaler Teilchen in Festkörpersystemen ist ein vielversprechender Ansatz für die Quantenfeldtheorie. Quasiteilchen...

Im Focus: Studying fundamental particles in materials

Laser-driving of semimetals allows creating novel quasiparticle states within condensed matter systems and switching between different states on ultrafast time scales

Studying properties of fundamental particles in condensed matter systems is a promising approach to quantum field theory. Quasiparticles offer the opportunity...

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungen

Über intelligente IT-Systeme und große Datenberge

17.01.2017 | Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Intelligente Haustechnik hört auf „LISTEN“

17.01.2017 | Architektur Bauwesen

Satellitengestützte Lasermesstechnik gegen den Klimawandel

17.01.2017 | Maschinenbau