Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Prof. Paul Saftig erhält den mit 100.000 EUR dotierten Alzheimer-Forschungspreis der Hans und Ilse Breuer Stiftung

28.10.2010
Prof. Dr. Paul Saftig von der Christians-Albrecht-Universität Kiel hat gestern den mit 100.000 EUR ausgezeichneten Hans und Ilse Breuer Preis für Alzheimerforschung erhalten.

Der Preis wurde anlässlich der Eröffnung des 10. Eibsee-Meetings nahe Garmisch-Partenkirchen zum sechsten Mal in Folge verliehen und ist die höchst dotierte Auszeichnung für Alzheimerforschung in Deutschland.

Mit dem Preis werden exzellente Forscher unterstützt, die zu entscheidenden Fortschritten in der Alzheimerforschung beitragen.

"Die bahnbrechende Arbeit von Prof. Saftig ist für das Verständnis der Alzheimererkrankung und die Entwicklung entsprechender Medikamente von herausragender Bedeutung", betont Prof. Dr. Christian Haass von der Ludwig-Maximilians-Universität in München, Kuratoriumsmitglied der Hans und Ilse Breuer Stiftung. Prof. Saftig war maßgeblich an der Identifizierung der biologischen Funktion von drei Genen beteiligt, welche die sogenannten Alzheimerscheren kodieren, die für die Entstehung der giftigen Ablagerungen im Gehirn verantwortlich sind.

Seine Entdeckungen haben nicht nur zum Verständnis der Mechanismen der Alzheimererkrankung beigetragen, sondern bieten auch eine unentbehrliche Grundlage für zukünftige Therapieansätze, bei denen die Alzheimerscheren hoffnungsvolle Zielmoleküle sind. Prof. Saftig wurde 1962 in Hennef (Sieg) geboren. Er hat Biologie in Bonn und in East Anglia (England) studiert. Schon während seiner Doktorarbeit bei Prof. von Figura an der Universität Göttingen interessierte er sich für scherenartige Enzyme und deren Funktion bei menschlichen Erkrankungen.

Seit 2001 ist Paul Saftig Professor für Biochemie an der Christians-Albrecht-Universität Kiel. Er gehört zu den am häufigsten zitierten Alzheimerforschern Deutschlands und ist Co-Sprecher eines Sonderforschungsbereiches der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Das Eibsee-Meeting zur Erforschung der molekularen Mechanismen der Alzheimererkrankung bringt seit dem Jahr 2000 jährlich rund 90 international führende Spitzenforscher zusammen und stellt eine Plattform für gegenseitigen Informationsaustausch und Kooperationen dar.

Traditionell vergibt die Hans und Ilse Breuer Stiftung am Eröffnungsabend den mit 100.000 EUR dotierten deutschen Alzheimerforschungspreis. Die Hans und Ilse Breuer Stiftung wurde im Jahr 2000 von dem Unternehmer Hans Breuer gegründet.

Die Stiftung hat sich zur Aufgabe gemacht, die Lebenssituation von Demenzkranken und ihren Angehörigen entscheidend zu verbessern. Zweck der gemeinnützigen Stiftung ist es, exzellente wissenschaftliche Forschung im Kampf gegen die Alzheimerkrankheit und andere Demenzerkrankungen zu fördern und wissenschaftliche Netzwerke auf dem Gebiet der Alzheimer-Forschung zu unterstützen.

Darüber hinaus fördert die Breuer Stiftung zahlreiche Projekte aus den Bereichen Versorgung, Betreuung und Therapie, die wesentlich dazu beitragen, das Leben von demenziell Erkrankten und ihren Familienangehörigen zu erleichtern.

Uli Kuhn | Uli Kuhn Consulting
Weitere Informationen:
http://www.breuerstiftung.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Bund fördert Entwicklung sicherer Schnellladetechnik für Hochleistungsbatterien mit 2,5 Millionen
06.12.2016 | Technische Universität Clausthal

nachricht Fraunhofer WKI koordiniert vom BMEL geförderten Forschungsverbund zu Zusatznutzen von Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen
05.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Holzforschung - Wilhelm-Klauditz-Institut WKI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie