Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Preis für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Schädelbasischirurgie

21.11.2014

Für seine klinische Forschungsarbeit zur Rekonstruktion der vorderen Schädelbasis wurde Prof. Dr. Thomas Hoffmann, Ärztlicher Direktor der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie, nun mit dem renommierten Hans-Joachim-Denecke-Preis 2014 ausgezeichnet. Der Ulmer Mediziner erhielt den Preis im Rahmen der 22. Jahrestagung der Gesellschaft für Schädelbasischirurgie.

Die vordere Schädelbasis trennt die Nasenhaupt- bzw. Nasennebenhöhlen von den Hirnstrukturen und stellt damit eine wichtige Barriere für aufsteigende Infektionen und den Abfluss von Hirnwasser dar.


Prof. Dr. Thomas Hoffmann

Foto: Universitätsklinikum Ulm

Wenn die Schädelbasis durch einen Unfall oder durch Tumorchirurgie eröffnet wird, ist der anschließend notwendig werdende „wasserdichte“ Abschluss eine wesentliche Voraussetzung für die Genesung der Patienten.

Professor Hoffmann beschreibt in der nun ausgezeichneten Arbeit, die in den European Archives of Otorhinolaryngology veröffentlicht wurde, verschiedene neuartige Verschlusstechniken, die insbesondere bei großen Defekten zum Tragen kommen.

Insbesondere der Transfer von gut durchblutetem Gewebe, entweder aus der unmittelbaren Umgebung oder vom Unterarm entnommen und anschließend mit den Halsgefäßen anastomosiert (bezeichnet eine Verbindung zwischen zwei anatomischen Strukturen), sorgt für den Verschluss selbst komplizierter Defekte.

Essentiell hierfür ist ein gut aufeinander abgestimmtes Team, das aus verschiedenen Fachdisziplinen besteht. Hierzu gehören die Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, die Neurochirurgie und auch die Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie. Vor diesem Hintergrund arbeiten die beteiligten Kliniken der Ulmer Universitätsmedizin in einem ausgewiesenen Zentrum für den Bereich der Schädelbasischirurgie zusammen.

Der Hans-Joachim-Denecke-Preis wird jedes Jahr von der Gesellschaft für Schädelbasischirurgie für eine hervorragende Arbeit aus dem Gebiet der Schädelbasischirurgie verliehen. Der Namensgeber des Preises, Hans-Joachim Denecke, wurde am 2. Oktober 1911 in Prenzlau in der Uckermark geboren und starb am 28. April 1990 als einer der ganz großen Chirurgen der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde in Heidelberg.

Prof. Dr. Thomas Hoffmann wurde im März 1970 in der Ulmer Frauenklinik auf dem Michelsberg geboren. Er studierte Humanmedizin in Düsseldorf und London. Weitere (Zwischen-)Stationen waren Pittsburgh/USA und Essen.

Seine „Steckenpferde“ sind die Tumorchirurgie und die rekonstruktiv-plastische Chirurgie mit Schwerpunkt auf der Schädelbasis. Am 1. April 2013 trat Professor Hoffmann sein Amt als Ärztlicher Direktor der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie auf dem Ulmer Michelsberg an.

Gerne vermitteln wir Ihnen ein Gespräch. Bitte nehmen Sie Kontakt zu Jörg Portius, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Universitätsklinikum Ulm, unter der Rufnummer 0731 500-43043.

Jörg Portius | idw - Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen:
http://www.uniklinik-ulm.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Gewebe mit Hilfe von Stammzellen regenerieren
16.10.2017 | Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

nachricht Dr. Philipp Schommers erhält Förderpreis für Klinische Infektionsforschung
16.10.2017 | Uniklinik Köln

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Smarte Sensoren für effiziente Prozesse

Materialfehler im Endprodukt können in vielen Industriebereichen zu frühzeitigem Versagen führen und den sicheren Gebrauch der Erzeugnisse massiv beeinträchtigen. Eine Schlüsselrolle im Rahmen der Qualitätssicherung kommt daher intelligenten, zerstörungsfreien Sensorsystemen zu, die es erlauben, Bauteile schnell und kostengünstig zu prüfen, ohne das Material selbst zu beschädigen oder die Oberfläche zu verändern. Experten des Fraunhofer IZFP in Saarbrücken präsentieren vom 7. bis 10. November 2017 auf der Blechexpo in Stuttgart zwei Exponate, die eine schnelle, zuverlässige und automatisierte Materialcharakterisierung und Fehlerbestimmung ermöglichen (Halle 5, Stand 5306).

Bei Verwendung zeitaufwändiger zerstörender Prüfverfahren zieht die Qualitätsprüfung durch die Beschädigung oder Zerstörung der Produkte enorme Kosten nach...

Im Focus: Smart sensors for efficient processes

Material defects in end products can quickly result in failures in many areas of industry, and have a massive impact on the safe use of their products. This is why, in the field of quality assurance, intelligent, nondestructive sensor systems play a key role. They allow testing components and parts in a rapid and cost-efficient manner without destroying the actual product or changing its surface. Experts from the Fraunhofer IZFP in Saarbrücken will be presenting two exhibits at the Blechexpo in Stuttgart from 7–10 November 2017 that allow fast, reliable, and automated characterization of materials and detection of defects (Hall 5, Booth 5306).

When quality testing uses time-consuming destructive test methods, it can result in enormous costs due to damaging or destroying the products. And given that...

Im Focus: Cold molecules on collision course

Using a new cooling technique MPQ scientists succeed at observing collisions in a dense beam of cold and slow dipolar molecules.

How do chemical reactions proceed at extremely low temperatures? The answer requires the investigation of molecular samples that are cold, dense, and slow at...

Im Focus: Kalte Moleküle auf Kollisionskurs

Mit einer neuen Kühlmethode gelingt Wissenschaftlern am MPQ die Beobachtung von Stößen in einem dichten Strahl aus kalten und langsamen dipolaren Molekülen.

Wie verlaufen chemische Reaktionen bei extrem tiefen Temperaturen? Um diese Frage zu beantworten, benötigt man molekulare Proben, die gleichzeitig kalt, dicht...

Im Focus: Astronomen entdecken ungewöhnliche spindelförmige Galaxien

Galaxien als majestätische, rotierende Sternscheiben? Nicht bei den spindelförmigen Galaxien, die von Athanasia Tsatsi (Max-Planck-Institut für Astronomie) und ihren Kollegen untersucht wurden. Mit Hilfe der CALIFA-Umfrage fanden die Astronomen heraus, dass diese schlanken Galaxien, die sich um ihre Längsachse drehen, weitaus häufiger sind als bisher angenommen. Mit den neuen Daten konnten die Astronomen außerdem ein Modell dafür entwickeln, wie die spindelförmigen Galaxien aus einer speziellen Art von Verschmelzung zweier Spiralgalaxien entstehen. Die Ergebnisse wurden in der Zeitschrift Astronomy & Astrophysics veröffentlicht.

Wenn die meisten Menschen an Galaxien denken, dürften sie an majestätische Spiralgalaxien wie die unserer Heimatgalaxie denken, der Milchstraße: Milliarden von...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresbiologe Mark E. Hay zu Gast bei den "Noblen Gesprächen" am Beutenberg Campus in Jena

16.10.2017 | Veranstaltungen

bionection 2017 erstmals in Thüringen: Biotech-Spitzenforschung trifft in Jena auf Weltmarktführer

13.10.2017 | Veranstaltungen

Tagung „Energieeffiziente Abluftreinigung“ zeigt, wie man durch Luftreinhaltemaßnahmen profitieren kann

13.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

ESO-Teleskope beobachten erstes Licht einer Gravitationswellen-Quelle

16.10.2017 | Physik Astronomie

Was läuft schief beim Noonan-Syndrom? – Grundlagen der neuronalen Fehlfunktion entdeckt

16.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Gewebe mit Hilfe von Stammzellen regenerieren

16.10.2017 | Förderungen Preise