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Nachwuchs-Preis der Leibniz-Gemeinschaft geht ans IHP – Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik

27.11.2014

Auf der Jahrestagung der Leibniz-Gemeinschaft in Berlin erhielt gestern Dr. Mehmet Kaynak, IHP-Projektleiter, einen der drei vergebenen diesjährigen Nachwuchspreise.

Der Förderpreis wird jeweils in den Kategorien „Geistes- und Sozialwissenschaften“ sowie „Natur- und Technikwissenschaften“ vergeben. Damit würdigte die Leibniz-Gemeinschaft drei herausragende Doktorarbeiten aus den 89 Mitgliedsinstituten, von denen ca. 600 im Jahre 2013 abgeschlossen wurden. In die Auswahlrunde gelangten die zehn besten Doktoranden/-innen der gesamten Leibniz-Gemeinschaft.


Dr. Mehmet Kaynak (c)

Dr. Mehmet Kaynak studierte zunächst „Electronics and communication engineering“ im Bachelor an der Technischen Universität im türkischen Istanbul. Im Master an der Sabancı Universität Istanbul spezialisierte er sich auf Mikroelektronik.

Diese ist auch Inhalt seiner Doktorarbeit, die er am IHP – Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik in Frankfurt (Oder) sowie an der Technischen Universität Berlin, Fakultät Elektrotechnik und Informatik, verfasste und im Februar 2014 an der TU Berlin mit „summa cum laude“ abschloss.

„Für mich ist der Preis eine große Ehre, es macht mich glücklich, dass meine Arbeit so anerkannt wird. Außerdem freue ich mich natürlich, dass ich diesen Preis ans IHP holen konnte“, sagt Dr. Kaynak. Mit seiner Dissertation „RF-MEMS Switch Module in a 0.25 µm SiGe:C BiCMOS Process“ hat er wichtige Beiträge für zukünftige kosten- und energieeffiziente Kommunikationssysteme geliefert.

Anwendungen liegen in der Sensorik (z. B. Imaging für Sicherheitssysteme und Medizintechnik), in der schnellen drahtlosen Übertragung von großen Datenmengen, in der Radartechnik, insbesondere für die zivile Luftfahrt, und in der Raumfahrttechnik.

Der heute 33-Jährige arbeitete 2007 zum ersten Mal als Student der Sabancı Universität mit dem IHP zusammen und forschte gemeinsam mit IHP-Wissenschaftlern in einem EU-Projekt. Ein Jahr später kam er nach Frankfurt (Oder) und leitete die Forschung im Bereich RF MEMS (Hochfrequenz-Mikroelektromechanische Systeme). „Das IHP ist eins der besten Forschungsinstitute. Für meine Doktorarbeit fand ich hier die nötige Unterstützung, seien es die technische Ausstattung oder die zeitliche Flexibilität“, summiert Kaynak.

Insgesamt veröffentlichte Kaynak 21 Publikationen als Erst- und 52 als Koautor und stellte seine Ergebnisse auch auf internationalen Konferenzen vor.

„Die exzellente Promotionsarbeit von Dr. Kaynak ist für uns als Institut ein Aushängeschild. Wir betreiben Forschung auf hohem internationalen Niveau und fördern gleichzeitig junge Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen. Dr. Kaynak leitete zwei große EU-Projekte am IHP, bewies immer wieder seine Fähigkeit, in komplexen wissenschaftlichen Projekten zu wirken und internationale Zusammenarbeit mit akademischen- und Industriepartnern effektiv zu organisieren“, lobt Prof. Dr. Bernd Tillack, Wissenschaftlich-Technischer Geschäftsführer des IHP.

Weitere Informationen:

Dipl.-Ing. Heidrun Förster
Public Relations
IHP GmbH - Innovations for High Performance Microelectronics/Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik
Im Technologiepark 25
15236 Frankfurt (Oder)
Fon: +49 (335) 5625-204
Fax: +49 (335) 5625-222
Mobile: +49 (173) 2425927
E-Mail: foerster@ihp-microelectronics.com
Website: http://www.ihp-microelectronics.com

Über das IHP:
Das IHP ist ein Institut der Leibniz-Gemeinschaft und betreibt Forschung und Entwicklung zu siliziumbasierten Systemen, Höchstfrequenz-Schaltungen und -Technologien einschließlich neuer Materialien. Es erarbeitet innovative Lösungen für Anwendungsbereiche wie die drahtlose und Breitbandkommunikation, Luft- und Raumfahrt, Biotechnologie und Medizin, Automobilindustrie, Sicherheitstechnik und Industrieautomatisierung. Das IHP beschäftigt ca. 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Es verfügt über eine Pilotlinie für technologische Entwicklungen und die Präparation von Hochgeschwindigkeits-Schaltkreisen mit 0,13/0,25 µm-BiCMOS-Technologien, die sich in einem 1000 m² großen Reinraum der Klasse 1 befindet.

Heidrun Förster | IHP GmbH

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