Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Musikprojekt der Uni Erfurt hilft Flüchtlingskinder stark zu machen

18.11.2010
Mit 5000 Euro fördert die Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung ein Projekt des Fachgebiets Musik der Universität Erfurt in Kooperation mit der Caritasregion Mittelthüringen im Rahmen der Ideeninitiative „Integration durch Musik“.

Insgesamt 199 Vereine, Verbände, Stiftungen und Einzelinitiativen hatten sich um die Förderung beworben, als eines von zwölf ausgewählten Projekten ist die Universität Erfurt nun dabei.

Unter dem Titel „Mit Musik verbinden – Durch Musik Grenzen überwinden“ veranstalten Lehramtsstudierende und Dozenten dabei einen Musikworkshop für Flüchtlingskinder in Thüringen und wollen die Ergebnisse gemeinsam mit den Teilnehmern bei einem großen Semester-Abschluss-Konzert der Erfurter Hochschule präsentieren.

„Die gemeinsame Arbeit stärkt das Selbstbewusstsein der jugendlichen Teilnehmer und soll ihre Sozialisation und Integration fördern“, erläutert Prof. André Schmidt, Musikpädagoge an der Universität Erfurt, das Ziel des gemeinsamen Projekts, das neben der Verbesserung der Lebenssituation von Flüchtlingskindern in Thüringen auch dem Aufbau von Netzwerken dienen soll. „Ohne den Anspruch zu postulieren, sollen dabei ein friedliches Zusammenleben, Toleranz und Akzeptanz zwischen Einheimischen und Zugewanderten als selbstverständlich wahrgenommen werden.

Im Umgang mit den universitären Strukturen erleben die Teilnehmer gleichzeitig, dass ihnen bei eigenem Engagement die höchsten deutschen Bildungsinstitutionen offen stehen. Und dabei wollen wir kulturelle Individualität nicht als Hindernis, sondern als Ressource verstanden wissen.“ Schmidt weiß aus langjähriger Erfahrung, dass gemeinsames Singen und Musizieren einen enormen Beitrag zur Verbesserung der Sprache sowie der sozialen, beruflichen und gesellschaftlichen Integration leisten kann.

Dass die Caritasregion Mittelthüringen und die Universität das Projekt gemeinsam auf den Weg gebracht haben, ist dabei kein Zufall. „Unsere Zusammenarbeit hat sich in diesem Jahr schon einmal als äußerst fruchtbar erwiesen – bei unserem Benefizkonzert zugunsten der Erdbebenopfer von Haiti, wo wir gemeinsam sehr viele Spenden sammeln konnten“, erklärt Professor André Schmidt. Und auch diesmal ist wieder Arbeitsteilung angesagt: Über die Mitarbeiter der Caritas wurden jugendliche Migranten angesprochen, zum Mitmachen animiert und organisatorisch betreut. Studierende und Lehrende der Universität dagegen leiten die Workshop-Teilnehmer wöchentlich in Ensembles (vokal, instrumental), Kleingruppen und im Einzelunterricht musikpädagogisch an. Schmidt: „Dabei sind wir anfangs von keinerlei instrumentalen Voraussetzungen ausgegangen, damit jeder erst einmal dabei sein kann.

Wir werden aber im Laufe der Arbeit talentierte oder vorgebildete Teilnehmer gezielt fördern.“ Gemeinsam mit den Studierenden werden die Teilnehmer dann am 16. Dezember am Weihnachtskonzert im Audimax der Universität teilnehmen und im Februar einen Teil des Semester-Abschluss-Konzerts gestalten. Auch Stifterin Liz Mohn ist von der Idee der Erfurter überzeugt: „Musik verbindet die Menschen aller Kulturen. Sie baut Brücken der Verständigung und leistet einen wichtigen Beitrag zur Integration. Mit Musik ist es leichter, Grenzen zu überwinden, Lebensfreude zu vermitteln und aus Fremden Freunde zu machen“.

Nähere Informationen / Kontakt:
Prof. André Schmidt
Tel.: 0361/737-2195
E-Mail: andre.schmidt@uni-erfurt.de

Carmen Voigt | idw
Weitere Informationen:
http://www.kultur-und-musikstiftung.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht »Die Oberfläche 2018« – Fünf Nominierungen gehen in die Endrunde
18.05.2018 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

nachricht DFG fördert Entwicklung innovativer Forschungssoftware an der Universität Bremen
17.05.2018 | Universität Bremen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vielseitige Nanokugeln: Forscher bauen künstliche Zellkompartimente als molekulare Werkstatt

Wie verleiht man Zellen neue Eigenschaften ohne ihren Stoffwechsel zu behindern? Ein Team der Technischen Universität München (TUM) und des Helmholtz Zentrums München veränderte Säugetierzellen so, dass sie künstliche Kompartimente bildeten, in denen räumlich abgesondert Reaktionen ablaufen konnten. Diese machten die Zellen tief im Gewebe sichtbar und mittels magnetischer Felder manipulierbar.

Prof. Gil Westmeyer, Professor für Molekulare Bildgebung an der TUM und Leiter einer Forschungsgruppe am Helmholtz Zentrum München, und sein Team haben dies...

Im Focus: LZH showcases laser material processing of tomorrow at the LASYS 2018

At the LASYS 2018, from June 5th to 7th, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) will be showcasing processes for the laser material processing of tomorrow in hall 4 at stand 4E75. With blown bomb shells the LZH will present first results of a research project on civil security.

At this year's LASYS, the LZH will exhibit light-based processes such as cutting, welding, ablation and structuring as well as additive manufacturing for...

Im Focus: Kosmische Ravioli und Spätzle

Die inneren Monde des Saturns sehen aus wie riesige Ravioli und Spätzle. Das enthüllten Bilder der Raumsonde Cassini. Nun konnten Forscher der Universität Bern erstmals zeigen, wie diese Monde entstanden sind. Die eigenartigen Formen sind eine natürliche Folge von Zusammenstössen zwischen kleinen Monden ähnlicher Grösse, wie Computersimulationen demonstrieren.

Als Martin Rubin, Astrophysiker an der Universität Bern, die Bilder der Saturnmonde Pan und Atlas im Internet sah, war er verblüfft. Die Nahaufnahmen der...

Im Focus: Self-illuminating pixels for a new display generation

There are videos on the internet that can make one marvel at technology. For example, a smartphone is casually bent around the arm or a thin-film display is rolled in all directions and with almost every diameter. From the user's point of view, this looks fantastic. From a professional point of view, however, the question arises: Is that already possible?

At Display Week 2018, scientists from the Fraunhofer Institute for Applied Polymer Research IAP will be demonstrating today’s technological possibilities and...

Im Focus: Raumschrott im Fokus

Das Astronomische Institut der Universität Bern (AIUB) hat sein Observatorium in Zimmerwald um zwei zusätzliche Kuppelbauten erweitert sowie eine Kuppel erneuert. Damit stehen nun sechs vollautomatisierte Teleskope zur Himmelsüberwachung zur Verfügung – insbesondere zur Detektion und Katalogisierung von Raumschrott. Unter dem Namen «Swiss Optical Ground Station and Geodynamics Observatory» erhält die Forschungsstation damit eine noch grössere internationale Bedeutung.

Am Nachmittag des 10. Februars 2009 stiess über Sibirien in einer Höhe von rund 800 Kilometern der aktive Telefoniesatellit Iridium 33 mit dem ausgedienten...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

22. Business Forum Qualität: Vom Smart Device bis zum Digital Twin

22.05.2018 | Veranstaltungen

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vielseitige Nanokugeln: Forscher bauen künstliche Zellkompartimente als molekulare Werkstatt

22.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Mikroskopie der Zukunft

22.05.2018 | Medizintechnik

Designerzellen: Künstliches Enzym kann Genschalter betätigen

22.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics