Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Leibniz-Institute: 1,5 Mio. Euro für Initiative im Forschungstransfer in Mecklenburg-Vorpommern

31.07.2017

Fünf Leibniz-Institute in Mecklenburg-Vorpommern entwickeln eine innovative Struktur, um institutsübergreifende Leistungen für den Wissens- und Technologietransfer in regionalen Netzwerken gemeinsam zu verwenden. Gefördert wird diese Initiative vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) über einen Zeitraum von drei Jahren mit 1,5 Millionen Euro.

Neue zukunftssichere Beschäftigungspotenziale und mehr Wertschöpfung entstehen, wenn Forschungsergebnisse durch Wissens- und Technologietransfer zu Innovationen führen. Die dazu benötigten Strukturen sind in Deutschland regional sehr unterschiedlich ausgeprägt - sie sind unter anderem abhängig von der vorhandenen Wirtschaftsstärke und der Ausrichtung der Forschungsfelder.

Es gibt seit einigen Jahren zahlreiche Bemühungen, den Transfer aus der Forschung in die Unternehmen auch in sogenannten strukturschwachen Regionen zu fördern. Mecklenburg-Vorpommern ist das am dünnsten besiedelte Flächenland Deutschlands, die heimische Wirtschaft verteilt sich im gesamten Land über zahlreiche kleinere Zentren. Die Forschungslandschaft ist sehr gut entwickelt, aber heterogen in der Ausrichtung ihrer Forschungsfelder. Ein interessanter Standort also, um neue Konzepte des Wissens- und Technologietransfers zu erarbeiten.

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ab dem 1. Juli 2017 geförderte Projekt „Modell für institutsübergreifende Leistungen für den Wissens- und Technologietransfer in regionalen Netzwerken“ möchte die Frage beantworten, wie eine Zusammenarbeit zwischen fachlich heterogen ausgerichteten Forschungseinrichtungen rechtssicher organisiert sein muss, um ohne zusätzliche übergeordnete Strukturen Wissens- und Technologietransfer erfolgreich und kosteneffizient durchzuführen.

Der gewählte Ansatz beruht auf der Definition, Ausgestaltung und Evaluierung von sogenannten „Leistungsmodulen“, die den Netzwerkpartnern untereinander zur Verfügung gestellt werden, um eigene Transferaktivitäten zu fördern.

Jeder der fünf Partner im Verbund ist für die Entwicklung eines Leistungsmoduls wie die „Erschließung neuer Märkte“, „Bereitstellung von Forschungsinfrastrukturen“, „Compliance“, „Wissenstransfer in die Schulen zur Nachwuchsförderung“ bzw. „Alumni-Netze für strategische Orientierungen“ verantwortlich. Während einer Testphase werden die prototypischen Leistungsmodule im Tagesgeschäft eingesetzt und auf ihre Eignung untersucht. Neben einer fachlichen Evaluierung wird insbesondere eine rechtssichere Verfahrensweise, wie zwischen den Partnern des Netzwerks ein Leistungsausgleich erfolgen kann, entwickelt.

Die fünf Leibniz-Institute aus Mecklenburg-Vorpommern, die die Möglichkeiten einer innovativen Struktur der effizienten und rechtssicheren Zusammenarbeit in den nächsten drei Jahren ausloten werden, sind das Leibniz-Institut für Nutztierbiologie (FBN) in Dummerstorf, das Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik e.V. an der Universität Rostock (IAP) in Kühlungsborn, das Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e.V. (INP) in Greifswald, das Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) und das Leibniz-Institut für Katalyse e.V. (LIKAT) in Rostock.

Die Ansprechpartner im Netzwerk:
IAP: Dr. Ronald Eixmann (+49 38293 68 170, eixmann@iap-kborn.de), das IAP im Internet:http://www.iap-kborn.de
INP: Dr. Hans Sawade (+49 3834 554 3899, sawade@inp-greifswald.de), das INP im Internet: http://www.inp-greifswald.de
IOW: Dr. Regine Labrenz (+49 381 5197 124, regine.labrenz@io-warnemuende.de), das IOW im Internet: http://www.io-warnemuende.de
LIKAT: Dr. Barbara Heller (+49 381 1281-146, Barbara.Heller@catalysis.de), das LIKAT im Internet: http://www.catalysis.de
FBN: Dr. Norbert Borowy (+49 38208 68 605, borowy@fbn-dummerstorf.de), das FBN im Internet: http://www.fbn-dummerstorf.de

Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 91 selbständige Forschungseinrichtungen. Ihre Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute widmen sich gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevanten Fragen. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Forschung, auch in den übergreifenden Leibniz-Forschungsverbünden, sind oder unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer, vor allem mit den Leibniz-Forschungsmuseen. Sie berät und informiert Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Leibniz-Einrichtungen pflegen enge Kooperationen mit den Hochschulen, u.a. in Form der Leibniz-WissenschaftsCampi, mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Sie unterliegen einem transparenten und unabhängigen Begutachtungsverfahren. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 18.700 Personen, darunter 9.500 Wissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei mehr als 1,8 Milliarden Euro.
http://www.leibniz-gemeinschaft.de

Leibniz-Institut für Nutztierbiologie (FBN)
Wilhelm-Stahl-Allee 2, 18196 Dummerstorf
Vorstand Prof. Dr. Klaus Wimmers
Wissenschaftsorganisation Dr. Norbert K. Borowy
Wilhelm-Stahl-Allee 2, 18196 Dummerstorf
T +49 38208-68 605
E borowy@fbn-dummerstorf.de
http://www.fbn-dummerstorf.de

Norbert K. Borowy | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht 1,8 Millionen Euro für Mobilitätsdaten: BMVI-Projekt zur automatischen Datenverarbeitung
01.09.2017 | Universität Paderborn

nachricht Besser als ihr Ruf: Fette sind wichtige Signalmoleküle
30.08.2017 | Friedrich-Schiller-Universität Jena

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lebenslange Implantate - Vision und Wirklichkeit

Die Fraunhofer-Institute FEP und IWU bündeln ihre Kompetenzen, um eine neue Generation von Implantaten weiter voran zu treiben.

Täglich werden in Krankenhäusern und Zahnarztpraxen routinemäßig Implantate eingesetzt. Sie sind technisch ausgereift und unterstützen den Menschen in...

Im Focus: Life-long implants – vision and state of the art

Fraunhofer Institutes FEP and IWU have merged their expertise in order to advance a new generation of medical implants.

Implants are routinely employed in hospitals and dental practices daily. They are technologically mature and offer support for people in many different ways....

Im Focus: Grünes Licht für neues 3D-Verfahren

Premiere auf der formnext: Additive Fertigung von Kupferwerkstoffen per Selective Laser Melting mit grünem Licht

Eine Neuheit im Bereich Additive Manufacturing ist auf der formnext vom 14. bis zum 17. November 2017 in Frankfurt am Main zu sehen: Das Fraunhofer-Institut...

Im Focus: Green Light for New 3D Printing Process

Premier at formnext: Additive Manufacturing of Copper Materials Using Selective Laser Melting with Green Light

An innovation in the field of additive manufacturing will make its debut from November 14–17 at this year’s formnext in Frankfurt, Germany: the Fraunhofer...

Im Focus: Kernspinresonanz: hohe Sensitivität auf engem Raum

Forscher des KIT verwenden erstmals Lenz-Linsen für Messungen der Nuklearen Magnetischen Resonanz (NMR) – Methode eröffnet neue Möglichkeiten für Anwendungen in der Medizin

In vielen Bereichen von den Materialwissenschaften bis zur Medizin ermöglicht Nukleare Magnetische Resonanz (NMR) detaillierte molekülspezifische...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Sich den Herausforderungen der Sepsisbehandlung stellen

01.09.2017 | Veranstaltungen

Steht die Welt kurz vor einer neuen digitalen Revolution?

31.08.2017 | Veranstaltungen

Neurologiekongress 2017: Mensch im Blick, Gehirn im Fokus

31.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

1,8 Millionen Euro für Mobilitätsdaten: BMVI-Projekt zur automatischen Datenverarbeitung

01.09.2017 | Förderungen Preise

Trümmer im Erdorbit mit effizienter Lasertechnologie zentimetergenau erfassen

01.09.2017 | Physik Astronomie

Diamantreibung: Simulation zeigt auf molekularer Ebene bislang unbekannte Reibungsmechanismen

01.09.2017 | Materialwissenschaften