Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Aus dem Labor in die Lüfte: ADELHEID startet heute

19.04.2010
Ministerin Thoben überreicht Bewilligungsbescheide über 2 Millionen Euro für Projekt Brennstoffzellenreformer

Das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie NRW teilt mit:

Wirtschaftsministerin Christa Thoben, hat heute (16. April) dem Forschungszentrum Jülich und den Verbundpartnern die Bewilligungsbescheide in Höhe von rund 2 Millionen Euro für das Projekt ADELHEID überreicht. Die Abkürzung ADELHEID steht für “Aus dem Labor heraus in die Lüfte“.

In diesem Projekt geht es um sogenannte Reformer, die Wasserstoff als notwendiges Brenngas für Brennstoffzellen aus Diesel oder Kerosin erzeugen können. Dann könnten Autos, Flugzeuge und Boote über eine Brennstoffzelle nachhaltiger mit Strom versorgt werden. Die Mittel stammen aus dem NRW-EU Ziel 2-Programm. Damit fördert die Landesregierung die Entwicklung vielseitig einsetzbarer und kostengünstiger Brennstoffzellen, die zukünftig verstärkt beispielweise als Aggregate zur Stromerzeugung und im Verkehrsbereich eingesetzt werden können.

„Ziel unserer Wasserstoff- und Brennstoffzellenforschung und -entwicklung ist eine bezahlbare und effiziente Technik. Ich bin überzeugt, dass gerade Nordrhein-Westfalen von den Veränderungen, die die breite praktische Anwendung der Brennstoffzellen- und Wasserstofftechnologie mit sich bringen wird, nachhaltig profitieren kann. Unser Land hat hervorragende Voraussetzungen, die wirtschaftlichen und energiepolitischen Chancen dieser Technologie optimal zu nutzen“, betonte Wirtschaftsministerin Christa Thoben.

Zehn Jahre hat das Forschungszentrum Jülich an den Grundlagen für dieses Projekt geforscht. Jetzt geht es in die Anwendung. Dazu haben die Jülicher wichtige Partner gefunden: die Firmen Presswerk Struthütten GmbH in Neunkirchen (Siegerland), GSR Ventiltechnik GmbH & Co.KG in Vlotho, Thomas Magnete GmbH in Herdorf (Westerwald) und FRIGOBLOCK Grosskopf GmbH in Essen. Um den Schritt aus dem Labor zu machen und die kostengünstige Serienproduktion vorzubereiten, bringen die Partner in ADELHEID ihre Expertise als Automobilzulieferer und Apparatebauer auf den Gebieten Blechumformung, Ventile, Druckbehälter und Pumpen ein. Die Industriepartner versprechen sich aufgrund der neuen industriellen Lösungen gute Marktchancen.

In den Jülicher Laboren wurden bereits Reformer entwickelt, die ihre Effektivität und Langlebigkeit bewiesen haben. Der Projektleiter Prof. Ralf Peters vom Forschungszentrum Jülich erklärte dazu: „Mit unseren Industriepartnern wollen wir nun Produktionstechniken entwickeln, die auch unter ökonomischen Gesichtspunkten das Potenzial zur Serienreife haben.“

„Mit unserer Forschung schaffen wir nicht nur Grundlagen“, betonte Prof. Detlef Stolten, Direktor des Jülicher Instituts für Energieforschung, „wir gehen auch die nötigen Schritte hin zur Anwendung.“ Das Jülicher Institut für Energieforschung betreibt Forschung aus einem Guss – von der Verbesserung der Kernkomponenten für Zellen und Stacks bis zur Entwicklung einbaufähiger Brennstoffzellensysteme. „Wir wollen alle Aspekte im Auge halten und aufeinander abstimmen. Nur so lässt sich das komplexe System Brennstoffzelle wirtschaftlich machen“, erklärte Stolten, der in diesem Jahr auch Chairman der 18. Weltwasserstoffkonferenz WHEC vom 16. bis 21. Mai in der Messe Essen ist. Auf der WHEC, der weltweit größten Fachtagung für die Bereiche Wasserstoff, Brennstoffzellen und Energie treffen sich rund 1500 Vertreter von Wissenschaft, Politik und Wirtschaft.

Ansprechpartner:
Prof. Dr.-Ing. Ralf Peters
Tel.: (02461) 61-4260
Mail: mailto:ra.peters@fz-juelich.de

| EnergieAgentur.NRW
Weitere Informationen:
http://www.fz-juelich.de
http://www.wirtschaft.nrw.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Fraunhofer WKI koordiniert vom BMEL geförderten Forschungsverbund zu Zusatznutzen von Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen
05.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Holzforschung - Wilhelm-Klauditz-Institut WKI

nachricht 1,5 Mio. Euro für das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW)
05.12.2016 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Was nach der Befruchtung im Zellkern passiert

06.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Tempo-Daten für das „Navi“ im Kopf

06.12.2016 | Medizin Gesundheit

Patienten-Monitoring in der eigenen Wohnung − Sensorenanzug für Schlaganfallpatienten

06.12.2016 | Medizintechnik