Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Karlheinz Langanke und Friedrich-Karl Thielemann erhalten Lise-Meitner-Preis

29.06.2012
Mit dem Lise-Meitner-Preis werden dieses Jahr Professor Dr. Karlheinz Langanke von der GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH und der Technischen Universität Darmstadt und Professor Dr. Friedrich-Karl Thielemann, Professor für Theoretische Physik an der Universität Basel ausgezeichnet.

Damit ehrt die Sektion Kernphysik der Europäischen Physikalischen Gesellschaft die außerordentlichen Beiträge der beiden Preisträger zum Verständnis von Sternexplosionen und der dabei ablaufenden Kernreaktionen.

Was passiert, wenn ein Stern am Ende seines Lebens noch einmal hell aufleuchtet und sich dann in einer Supernovaexplosion in einen Neutronenstern oder ein Schwarzes Loch verwandelt? Zum Verständnis dieses Vorgangs haben Karlheinz Langanke und Friedel Thielemann im Laufe ihrer Karriere herausragende Beiträge geleistet. Für diese Verdienste in der Nuklearen Astrophysik bekommen sie am 20. September 2012 den Lise-Meitner-Preis auf der Europäischen Kernphysik-Konferenz in Bukarest überreicht. Der Preis wird alle zwei Jahre vergeben.

Die langjährige Freundschaft der beiden Preisträger habe ihre Arbeit maßgeblich beeinflusst, so Karlheinz Langanke. Während sich Friedel Thielemann auf die Astrophysik spezialisierte, wurde Karlheinz Langanke zum Experten in der theoretischen Kernphysik. Wissen auf beiden Gebieten ist nötig, um die Vorgänge bei Supernovae zu verstehen. "Unsere Forschungsgebiete sind ineinander eng verzahnt", sagt Karlheinz Langanke. "Es freut mich deshalb besonders, dass ich den Lise-Meitner-Preis zusammen mit Friedel Thielemann verliehen bekomme."

"Auch an FAIR, der neuen Beschleunigeranlage, die gerade bei GSI gebaut wird, geht es um die Erforschung nuklearer und astrophysikalischer Prozesse", sagt Horst Stöcker, wissenschaftlicher Geschäftsführer von GSI. "Karlheinz Langanke und Friedel Thielemann sind die führenden Experten auf diesen Gebieten, was durch die Verleihung des Lise-Meitner-Preises erneut bestätigt wird. Ihr Wissen wird die Forschung bei FAIR entscheidend vorantreiben."

Karlheinz Langanke, geboren am 13. Februar 1951 in Bockum-Hövel studierte und promovierte in Münster. Nachdem er von 1992 bis 1996 Mitglied der Fakultät am California Institute of Technology war, nahm er einen Lehrstuhl für Theoretische Physik an der Universität Aarhus in Dänemark an. Seit 2005 ist er Professor für Theoretische Physik an der TU Darmstadt und Forschungsdirektor an der GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH. Langanke ist außerdem Senior Fellow am Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS).

Friedel Thielemann, der am 17. April 1951 in Mülheim an der Ruhr geboren wurde, studierte und promovierte an der TU Darmstadt. Wie Langanke war er am Caltech in Kalifornien und war außerdem von 1991 bis 1994 Professor in Harvard. Heute ist er Professor an der Universität Basel. Im Rahmen des Humboldt Forschungspreises, den er 2009 verliehen bekam, ist Thielemann regelmäßig bei GSI.

Dr. Ingo Peter | idw
Weitere Informationen:
http://www.gsi.de
http://www.gsi.de/start/aktuelles/detailseite/datum/2012/06/29/karlheinz-langanke-und-friedrich-karl-thielemann-erhalten-lise-meitner-p

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro
24.03.2017 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

nachricht TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro
24.03.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

Zweites Symposium 4SMARTS zeigt Potenziale aktiver, intelligenter und adaptiver Systeme

27.03.2017 | Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fließender Übergang zwischen Design und Simulation

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Industrial Data Space macht neue Geschäftsmodelle möglich

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Neue Sicherheitstechnik ermöglicht Teamarbeit

27.03.2017 | HANNOVER MESSE