Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Karl-Steinbuch-Stipendium: Interdisziplinäre Nachwuchsforscher gesucht

29.04.2013
MFG Stiftung fördert studentische Forschungsprojekte mit je 10.000 €, Ausschreibung läuft bis 31.7.

Das Karl-Steinbuch-Stipendium geht in die nächste Runde: Bereits zum 14. Mal fördert die MFG Stiftung Studierende baden-württembergischer Universitäten und Hochschulen, die zu IT- oder Medienthemen forschen.

Bis zum 31. Juli 2013 können sich talentierte Jungforscher mit ihren Vorhaben bewerben. Das Programm unterstützt vielfältige Projekte mit einem breiten Themenspektrum von der Medizintechnik über Natur und Mechanik bis zu Animation und Visualisierung. Die besten unter ihnen zeichnet eine Fachjury beim alljährlichen MFG Talente-Tag mit dem Talente-Preis aus. 2013 gewann ImageIndex Radiology mit einem neuartigen Computertomografie-Bildvergleich für Radiologen.

Auch wenn die Aufteilung der Wissenschaft in verschiedene Disziplinen eine lange Tradition hat, so findet diese Trennung in der Wirklichkeit selten statt. Die Realität ist viel zu komplex, um sie konsequent auf einzelne Fachrichtungen zu begrenzen. Vielmehr stellen sich spannende Forschungsfragen häufig gerade an Schnittstellen zwischen den Fachbereichen, wo das Innovationspotenzial besonders groß ist. Deswegen fördert die MFG-Stiftung Baden-Württemberg mit dem Karl-Steinbuch-Stipendium (KSS) seit neun Jahren vor allem Forschungsprojekte, welche die beiden Querschnittsbereiche Informatik und Medienwissenschaften mit anderen Fächern verbinden.

Gefragt: Wissenschaftliche oder künstlerische Relevanz
Das Stipendienprogramm richtet sich an innovative Nachwuchstalente aus Baden-Württemberg mit Projektideen, die ein klares Forschungsziel haben oder einen künstlerischen Wert aufweisen. Bewerben können sich Studierende aller Fachrichtungen, ein IT- oder Medienbezug ihrer Forschungsvorhaben vorausgesetzt.

Indem die MFG Stiftung Nachwuchsforscher bereits im Studium dabei unterstützt, ihre Ideen in die Tat umzusetzen, setzt sie wichtige Impulse für die Forschung im Land. Die interdisziplinäre Ausrichtung des Karl-Steinbuch-Stipendiums fördert den Ergebnistransfer und sorgt für neue Perspektiven auf die Forschungsthemen. Der alljährliche MFG Talente-Tag bietet den Stipendiaten eine Plattform, um ihre Ergebnisse zu präsentieren und wertvolle Kontakte zu knüpfen.

MFG Talente-Tag: IT kann Leben retten
Der MFG Talente-Tag am 11. April 2013 spiegelte einmal mehr die Bandbreite der KSS-Projekte wider – und damit den Innovationsgeist der Studierenden im Land. Dieses Mal überzeugten vor allem die Pitches aus den Bereichen Animation und Medizintechnik die Fachjury. Allen voran ein Projekt an der Schnittstelle von IT und Medizin: ImageIndex Radiology, das nicht nur mit einem von drei MFG Talente-Preisen ausgezeichnet wurde, sondern auch einen Publikumspreis abräumte.

Da Befunde mithilfe computertomografischer Aufnahmen auch heute noch oft auf Büchern basieren, haben Matthias Hillert und Pascal Laube ein Programm entwickelt, mit dem man weltweit aktuelles CT-Material vergleichen kann. Für Radiologen vereinfacht das die Auswertung maßgeblich.

Die beiden Informatik-Studenten von der Hochschule Konstanz sind von ihrem Erfolg begeistert: „Wir freuen uns riesig, dass unser Projekt derart überzeugt. Das Forschen hat uns Spaß gemacht, auch weil das Thema greifbar war und nicht so abstrakt wie Informatik sonst oft. Ohne die finanzielle Unterstützung durch das Karl-Steinbuch-Stipendium hätten wir die Idee neben dem Studium nie umsetzen können“, erzählt Hillert. Teamkollege Laube ergänzt: „Dass unsere Ergebnisse so gut ankommen, gibt uns nochmal einen richtig Schub. Jetzt überlegen wir, zu publizieren.“

Noch bis 31. Juli 2013 bewerben
Das Karl-Steinbuch-Stipendium ist mit bis zu 10.000 Euro pro Projekt dotiert. Bewerben können sich Studierende aller Fachrichtungen mit interdisziplinären Forschungsvorhaben – sowohl einzelne Studierende als auch Teams mit einem gemeinsamen Projekt. Experimentelle Prototypenentwicklung wird dabei genauso gefördert wie empirische Sozialforschung oder Projekte mit einem künstlerischen Wert. Wichtig ist: Das Projekt darf kein Pflichtbestandteil des Studiums wie etwa eine Bachelor- oder Masterarbeit sein.

Eine Jury aus IT- und Medienexperten wählt jedes Jahr die Stipendiaten aus. Bewerbungsschluss für die aktuelle Ausschreibungsrunde des Karl-Steinbuch-Stipendiums ist der 31. Juli 2013.

Weiterführende Links
karl-steinbuch-stipendium.de
innovation.mfg.de/stiftung
Über das Karl-Steinbuch-Stipendium
Prof. Dr. Karl Steinbuch (1917-2005) war ein Informatiker der ersten Stunde. Er studierte Physik an der Technischen Hochschule Stuttgart, an der er 1944 auch promovierte. In den 60er und 70er Jahren baute er als Professor an der Universität Karlsruhe das Institut für Nachrichtenverarbeitung auf. Der Begriff „Informatik“ wurde von Karl Steinbuch geprägt und geht auf eine seiner Publikationen aus dem Jahr 1957 zurück. Insgesamt meldete er nicht weniger als 80 Patente an.

Das Karl-Steinbuch-Stipendium wird von der MFG Stiftung vergeben. Das Stipendium fördert kreative und innovative Projekte mit IT- oder Medienbezug aus allen Fachrichtungen, die Studierende neben ihrem Studium durchführen. Die Projekte müssen entweder ein Forschungsziel haben oder einen künstlerischen Wert aufweisen. Neben Projekten aus Informatik und Medienwissenschaften sind insbesondere interdisziplinäre Ideen gefragt, die die beiden Querschnittsbereiche mit anderen Fachwissenschaften verbinden.

Über die MFG Stiftung Baden-Württemberg
Die MFG Stiftung Baden-Württemberg wurde 2003 ins Leben gerufen. Ziel ist Aus- und Weiterbildung sowie Förderung von Kunst, Kreativität und Kultur. Schwerpunkte sind Forschung und Entwicklung in den Bereichen Medien, IT und Film im Rahmen eigener Projekte. Die MFG Stiftung fördert innovative Projekte und Forschungsaktivitäten durch Studien, Stipendienprogramme sowie Wettbewerbe. Darüber hinaus bietet sie neue Fort- und Weiterbildungsangebote an und vernetzt Akteure im Bildungs- und Forschungsbereich.
Fachliche Ansprechpartnerin
MFG Stiftung Baden-Württemberg
Maren Osterlitz
Talentförderung
Breitscheidstraße 4 | 70174 Stuttgart
Tel: 0711-90715-352
E-Mail: osterlitz@mfg.de
Ansprechpartnerin für die Presse
MFG Baden-Württemberg
Ines Goldberg
Referentin PR / Online-Redaktion
Breitscheidstraße 4, 70174 Stuttgart
Tel.: 0711-90715-338 | Fax: 0711-90715-350
E-Mail: goldberg@mfg.de

Ines Goldberg | MFG Baden-Württemberg
Weitere Informationen:
http://www.mfg.de
http://www.karl-steinbuch-stipendium.de
http://www.innovation.mfg.de/stiftung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope
20.10.2017 | Freie Universität Berlin

nachricht Gitterdynamiken in ionischen Leitern
18.10.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher finden Hinweise auf verknotete Chromosomen im Erbgut

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Saugmaschinen machen Waschwässer von Binnenschiffen sauberer

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope

20.10.2017 | Förderungen Preise