Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Junge Talente mit Jugendsoftwarepreis ausgezeichnet

23.01.2009
Naturwissenschaften und Mathematik verständlich gemacht: Junge Tüftler erhalten den Jugendsoftwarepreis

Klaus Tschira Stiftung vergibt den Jugendsoftwarepreis an Schülerinnen und Schüler für herausragende Lernsoftware

"TwinTwen" heißt der zweiköpfige Außerirdische, der zusammen mit einem Erdling auf Schnitzeljagd durch das Universum fliegt. Er ist einer der vielen Figuren, die Katrin Honauer aus Kehl und Sophie Berkhan aus Freiburg i.Brsg. für ihre interaktive Lernsoftware selbst entworfen haben.

Zum internationalen Jahr der Astronomie 2009 haben die beiden Hobby-Programmiererinnen eine Präsentation entwickelt, die auf spielerische Art Schülern der Unter- und Mittelstufe Wissen über unser Sonnensystem vermittelt. Für die kreative Präsentation Das Sonnensystem vergibt die Klaus Tschira Stiftung am 23. Januar 2009 in Heidelberg den Jugendsoftwarepreis. Weitere Siegerpräsentationen sind: Eier an die Macht, Biologie - das ist gut zu wissen, Die Welt der Instrumente - Physikalische Klangerzeugung, Transistor - das meist produzierte Bauteil der Welt, Cytologisch, sowie Geheimnis Zeit.

Die Preisträger des Jugendsoftwarepreises sind: Matthew und Robin Grässlin (Baldingen, Schweiz), Doreen Dyckerhoff (Wesseling; NRW), Janosch Haber, Sebastian Dehe und Tina Elbert (Geisenheim, Hessen), Philipp Voigt und Michael Wegner (Vaihingen, BW), Lena Westermann und Johannes Frohnhofen (Recklinghausen, NRW) sowie Katrin Honauer und Sophie Berkhan (Kehl und Freiburg i.Brsg., BW). Einen Sonderpreis für beispielhafte Projektarbeit in der Gruppe erhält die Klasse 9c des Luitpold-Gymnasiums (München, Bayern).

108 Bewerbungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gingen im September 2008 für den Jugendsoftwarepreis ein. Schüler und Schülerinnen haben sich aus den Bereichen der Physik, Mathematik, Biologie oder Chemie pfiffige Präsentationen einfallen lassen, um andere für diese Themen zu begeistern. Sieben Beiträge haben es dieses Jahr geschafft, die Jury durch ihren Einfallsreichtum zu überzeugen. Jeder Siegerbeitrag ist mit 1000 Euro dotiert. Die mehrstufige Jury bestand aus Schülern, Pädagogen, Wissenschaftlern, Medienexperten und ehemaligen Preisträgern. Die Gewinnerbeiträge werden in gekürzter Form von Lehrer-Online im Rahmen des Projektes "Naturwissenschaften entdecken!" im Internet präsentiert. Sie sind ab dem 23.01. zu finden unter http://www.lehrer-online.de/partner-jsp.php

Gewinner des Jugendsoftwarepreises 2008:

Die Geschwister Matthew (13) und Robin Grässlin (11) von der Minerva Schule in Baldingen bei Basel (Schweiz) programmierten die Website Eier an die Macht! mit interessanten Informationen rund um das Huhn und seine Eier.

Nicht nur die Schüler selbst hatten Freude während der Durchführung des Projektes, auch die Jury hatte ihren Spaß beim Durchklicken der eingereichten interaktiven Präsentation. Beeindruckend ist die multimediale Gestaltung der Software, die den Benutzer auf spielerische Art über Themen wie z.B. die Hühnerhaltung und die Kennzeichnung der Eier informiert. Sein erworbenes Wissen kann der Nutzer anschließend mit dem "Eier-Quiz" testen. Neben zahlreichen Zeichnungen, Comics, sowie Videos und Spielen bietet die Website interessante "Egg-speriments" und leckere Kochrezepte, bei denen beide Schüler in kurzen verständlichen Schritten und mit Fotos zum eigenen Tun animieren.

Die vierzehnjährige Doreen Dyckerhoff vom Käthe-Kollwitz-Gymnasium in Wesseling (Nordrhein- Westfalen) beschäftigte sich in ihrer Präsentation Das ist gut zu wissen! mit verschiedenen Themen aus der Biologie. Die Jury zeigte sich besonders von der einfallsreichen Menüführung beeindruckt. Eine Wiese mit verschiedenen Elementen bietet den Ausgangspunkt, von dem aus eigene Wege durch die Präsentation gefunden werden können. Durch Anklicken einer Blume, zum Beispiel, kann sich der Benutzer über den Vorgang der Photosynthese informieren. Die Lernsoftware ist interaktiv gestaltet und motiviert Schüler, sich spielerisch mit biologischen Themen auseinanderzusetzen. Die Idee und deren gelungene gestalterische und technische Umsetzung sind einen Preis wert, fand die Jury.

Durch die Welt der Instrumente wird man in der Präsentation von Janosch Haber (15), Sebastian Dehe (15), und Tina Elbert geführt (15). Die Schüler der Internatsschule Schloss Hansenberg in Geisenheim bei Wiesbaden (Hessen) erstellten eine umfangreiche Präsentation zum Thema Akustik. Der Titel der Preisträgersoftware: Eine Reise durch die Welt der Instrumente - eine Einführung in die physikalische Klangerzeugung. Die Präsentation ist in drei Abschnitte unterteilt, in denen der Benutzer Wissenswertes über die Entstehung eines Tones, die Funktion des Ohres und einzelne Musikinstrumente erfährt. Durch Anklicken der Instrumentenabbildungen kann deren Klang angehört werden. Neben vielen anschaulichen, selbstgestalteten Bildern, beeindruckte die Jury vor allem die klare ansprechende Menüführung und die Vertonung der gesamten Präsentation. Lobenswert sei auch, dass das Thema sich nicht nur den Lehrplänen der Schule anlehne, sondern auch der Erfahrungswirklichkeit der Schüler entspreche.

Die beiden sechzehnjährigen Schüler Philipp Voigt und Michael Wegner des Friedrich Abel Gymnasiums in Vaihingen (Baden-Württemberg) beschäftigten sich auf Vorschlag ihres Physiklehrers mit dem Thema Transistoren. Die beiden Hobby-Programmierer überzeugten die Jury mit einem gelungenen multimedialen Gesamtkonzept. Ihr Lernprogramm Transistor - das meistproduzierte Bauteil der Welt besteht aus interessanten Texten, Bildern, Videos, einer umfangreichen Bibliothek, Spielen und einem Quiz zur Wissensabfrage. Besonderer Clou: Ein animierter Assistent, der zusätzliche Hilfestellung zu unklaren Begriffen bietet. In mehreren Kapiteln wird theoretisches und praktisches Wissen vermittelt. Philipp Voigt und Michael Wegner ist es gelungen, eine Lernsoftware rund um den Transistor zu entwickeln, die auch für Benutzer ohne Vorkenntnisse geeignet ist. Das stimmige Gesamtkonzept und die vielen ansprechenden Grafiken seien eine beachtliche Leistung, fand die Jury.

Mit dem Jugendsoftwarepreis 2008 werden auch Lena Westermann (16) und Johannes Frohnhofen (18) aus Recklinghausen (Nordrhein-Westfalen) ausgezeichnet. Mit ihrer Präsentation über das Innenleben einer Pflanzenzelle wollten die Schüler des Städtischen Gymnasium Petrinum ihre Kenntnisse der Biologie und Informatik in einer Lernsoftware vereinen, die auch unterrichtsbegleitend eingesetzt werden kann. Das, so fand die Jury, sei ihnen überaus gut gelungen. Grafisch wie auch inhaltlich überzeugten die beiden mit ihrer Lernsoftware Cytologisch. Der erste Teil des Programms besteht aus einem dreidimensionalen Modell einer Pflanzenzelle, dessen einzelne Bestandteile jeweils durch Anklicken vergrößert und gedreht werden können. Verständliche Texte ergänzen die Darstellung. Im zweiten Teil kann der Benutzer mit Übungsaufgaben sein neu erworbenes Wissen testen. Im dritten Bereich befindet sich das Glossar, in dem alle wichtigen erklärt werden.

Rund um das Sonnensystem geht es in der Gewinnerpräsentation der beiden Schülerinnen Katrin Honauer (19) und Sophie Berckhan (18) des Einstein-Gymnasiums Kehl bzw. des Rotteck-Gymnasiums Freiburg. Ihr Programm Das Sonnensystem - ein interaktives Lernabenteuer ist in zwei Einheiten unterteilt. In einem Spielmodul gilt es an der Seite eines Außerirdischen mit einem Raumschiff alle Planeten anzufliegen, um dort Aufgaben zu lösen. Ein Lernmodul leitet zum selbständigen Lernen an und ergänzt das in der Regel vom Unterricht bekannte Wissen. Bei Unklarheiten stehen dem Benutzer Lexika und Hilfefunktionen zur Verfügung. Die Jury fand die interaktive Präsentation, an der die beiden Schülerinnen über ein Jahr arbeiteten, durchweg professionell. Besonders gefallen hat ihr die einfallsreiche Menüführung des Programms. Sowohl die grafische als auch die inhaltliche Umsetzung der Idee seien eine beachtliche Leistung und verdienten einen Preis.

Hier nochmals der korrigierte Absatz:

Einen Sonderpreis erhält die Klasse 9c des Luitpold- Gymnasiums in München. Unter der Leitung ihres Lehrers Joachim Hoffmüller erstellte die Klasse in einem gemeinsamen Multimedia-Projekt die Website "Geheimnis Zeit". Inspiriert wurden die 30 Schüler von zwei Filmen, die im Unterricht über reversible und irreversible Vorgänge gezeigt wurden. Ausgestattet mit Handykameras und Digitalkameras machten sie sich daran, in ihrer Freizeit eigene Filme zu drehen. Sie bauten in ihre Präsentation Kurzfilme ein, in denen es um alltägliche Dinge geht, wie zum Beispiel, Tischtennisspielerinnen oder einen Schüler, der Rolltreppe fährt. Um das Thema "irreversible und reversible Prozesse" zu verbildlichen, laufen die Filme in eine bestimmte vorgegebene Richtung. Meist erkennt man erst spät anhand eines verblüffenden Effekts, dass bei der Erstellung an der Zeitrichtung gedreht wurde. Im Unterricht erarbeiteten die Schüler gemeinsam mit dem Lehrer physikalische Hintergründe. Die Jury zeigte sich begeistert von der beispielhaften Teamarbeit der Schüler und von der Kreativität, mit der sie ihre Idee umgesetzt haben. Unter folgendem Link ist die Siegerpräsentation online zugänglich:

http://www.lpg.musin.de/physik/geheimnis-zeit/geheimnis_zeit.html

Der Jugendsoftwarepreis wird jedes Jahr von der Klaus Tschira Stiftung ausgeschrieben. Der nächste Bewerbungsschluss ist der 20. September 2009. Weitere Informationen unter www.jugendsoftwarepreis.info

Die Klaus Tschira Stiftung gemeinnützige GmbH fördert die Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik sowie die Wertschätzung der Öffentlichkeit für diese Fächer. Andere Projekte aus dem Schwerpunkt Faszination Naturwissenschaften sind: die naturwissenschaftlichen Erlebnistage Explore Science (www.explore-science.info) und die frühe Förderung in Kindergarten und Grundschule Forscherstation: Mit Kindern die Welt entdecken (www.forscherstation.info) . Nähere Informationen zur Klaus Tschira Stiftung: http://www.klaus-tschira-stiftung.de.

Die prämierten Präsentationen finden Sie ab dem 23. 01. unter http://www.lehrer-online.de/partner-jsp.php

Kontakt für die Medien:

Renate Ries
Presse und Kommunikation
Klaus Tschira Stiftung gGmbH
Tel: 06221-533 102, Mobil: 0170-575 9894, Fax: 06221-53 31 98;
renate.ries@klaus-tschira-stiftung.de
Markus Bissinger
Jugendförderprogramme
Klaus Tschira Stiftung gGmbH
Tel: 06221-533 109, Mobil: 0170-575 9745, Fax: 06221-533 198;
kontakt@jugendsoftwarepreis.info

Renate Ries | idw
Weitere Informationen:
http://www.jugendsoftwarepreis.info
http://www.klaus-tschira-stiftung.de
http://www.jugendsoftwarepreis.info/presse.php

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Bund fördert Entwicklung sicherer Schnellladetechnik für Hochleistungsbatterien mit 2,5 Millionen
06.12.2016 | Technische Universität Clausthal

nachricht Fraunhofer WKI koordiniert vom BMEL geförderten Forschungsverbund zu Zusatznutzen von Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen
05.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Holzforschung - Wilhelm-Klauditz-Institut WKI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie