Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Joachim Siebeneicher-Forschungspreis verliehen: 50.000 Euro für erfolgreiche Herzforschung

06.12.2011
Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zeichnet Kardiologen Dr. Dierk Thomas aus / Herzrhythmusstörungen im Fokus

Den mit 50.000 Euro dotierten Forschungspreis der Joachim Siebeneicher-Stiftung hat die Medizinische Fakultät Heidelberg an Privatdozent Dr. Dierk Thomas, Leiter der Arbeitsgruppe Molekulare und Translationale Kardiale Elektrophysiologie in der Abteilung für Kardiologie der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg, vergeben.

Ausgezeichnet wurden seine herausragenden Forschungsarbeiten zu Herzerkrankungen, vor allem der Herzrhythmusstörungen. Norbert Mahlke, Vorstandsvorsitzender der Joachim Siebeneicher-Stiftung, überreichte den Preis am 5. Dezember 2011 im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Junge Kliniker", einer Fortbildungsveranstaltung für Nachwuchsärzte.

Die Joachim Siebeneicher-Stiftung wurde von Dr. Joachim Siebeneicher und Ehefrau Charlotte Siebeneicher 1974 gegründet. Sie fördert unter anderem Projekte in der biomedizinischen Forschung, im öffentlichen Gesundheitswesen, der Jugend- und Altenhilfe. Der Forschungspreis wird alle zwei Jahre an exzellente Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler verliehen für "das besondere Streben in der Biomedizinischen Forschung und im öffentlichem Gesundheitswesen".

Gentherapie gegen Vorhofflimmern

Wie entstehen Herzrhythmusstörungen? Und wie können sie behandelt werden? Dr. Dierk Thomas und sein Team erforschen die molekularen Grundlagen dieser Erkrankung, um neue Therapien entwickeln zu können. Im Fokus stehen dabei Arbeiten zur Gentherapie gegen Vorhofflimmern, der häufigsten Herzrhythmusstörung. Dabei bringen die Forscher mit Hilfe spezieller Viren Erbinformationen in Herzzellen ein. Diese DNA-Stücke beinhalten den Bauplan bestimmter Eiweißstoffe, die dann in den Herzzellen verstärkt hergestellt werden. „Diese Eiweiße sollen dafür sorgen, dass sich der Herzrhythmus stabilisiert“, erklärt Dr. Dierk Thomas. Erste Studien waren Erfolg versprechend.

Der 37-jährige Nachwuchsforscher möchte das Preisgeld dafür einsetzen, die Gentherapie in die klinische Praxis zu bringen. „Vor allem Patienten, die auf herkömmliche Therapien, z.B. mit Medikamenten, nicht ansprechen, könnten profitieren“, blickt der Oberarzt der Abteilung für Kardiologie in die Zukunft.

Dr. Dierk Thomas hat in Heidelberg und Oxford, England, studiert. Forschungsaufenthalte führten ihn nach Cleveland und Chicago, USA. Seine Arbeiten wurden bereits mehrfach ausgezeichnet und gefördert, unter anderem mit dem Emmy Noether-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Weitere Informationen im Internet:
http://www.thomaslab.de
Kontakt:
Priv.-Doz. Dr. med. Dierk Thomas
Leiter der Arbeitsgruppe Molekulare und Translationale Kardiale Elektrophysiologie
Abteilung für Kardiologie, Angiologie und Pneumologie
Medizinische Universitätsklinik Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 88 55 (Sekr.)
E-Mail: Dierk.Thomas@med.uni-heidelberg.de
Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Heidelberg
Krankenversorgung, Forschung und Lehre von internationalem Rang
Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der größten und renommiertesten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international bedeutsamen biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung neuer Therapien und ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 10.000 Mitarbeiter und sind aktiv in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 50 Departments, Kliniken und Fachabteilungen mit ca. 2.000 Betten werden jährlich rund 550.000 Patienten ambulant und stationär behandelt. Derzeit studieren ca. 3.600 angehende Ärzte in Heidelberg; das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland.
Bei Rückfragen von Journalisten:
Dr. Annette Tuffs
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg
und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 45 36
Fax: 06221 / 56 45 44
E-Mail: annette.tuffs(at)med.uni-heidelberg.de

Dr. Annette Tuffs | idw
Weitere Informationen:
http://www.klinikum.uni-heidelberg.de
http://www.thomaslab.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Bund fördert Entwicklung sicherer Schnellladetechnik für Hochleistungsbatterien mit 2,5 Millionen
06.12.2016 | Technische Universität Clausthal

nachricht Fraunhofer WKI koordiniert vom BMEL geförderten Forschungsverbund zu Zusatznutzen von Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen
05.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Holzforschung - Wilhelm-Klauditz-Institut WKI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie