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Jim Goldberg gewinnt ‘Deutsche Börse Photography Prize 2011’

27.04.2011
Der „Deutsche Börse Photography Prize 2011“ ist am Dienstag, 26. April 2011 in London von der Rundfunksprecherin und Kritikerin Miranda Sawyer im Namen der Photographers’ Gallery an den Fotografen Jim Goldberg überreicht worden.

Der mit GBP 30.000 dotierte Preis zeichnet jährlich einen Fotografen aus, der im Vorjahr einen bedeutenden Beitrag zur zeitgenössischen Fotografie in Europa geleistet hat.

Jim Goldberg (geboren 1953 in den USA) wurde für seine Ausstellung „Open See“ in der Photographer’s Gallery in London (16. Oktober 2009 – 31. Januar

2010) ausgezeichnet. Initiiert durch eine Magnum-Kommission, dokumentiert „Open See“ die Erfahrungen von Flüchtlingen und Immigranten die aus kriegsgebeutelten, sozial und ökonomisch zerstörten Ländern kommen, auf der Suche nach einem besseren Leben in Europa. Goldberg vermischt Polaroids, Videos, Text sowie groß- und mittelformatige Fotografien (aufgenommen in Ländern wie dem Irak, Bangladesch, China, dem Balkan oder dem Kongo) und nutzt so seine vielfältige und experimentelle Herangehensweise für fotografisches Geschichtenerzählen, um über Themen der Migration und Umstände zu reflektieren, die eine Flucht nötig machen.

Die international besetzte und jährlich wechselnde Jury hat unter dem Vorsitz von Brett Rogers, Direktorin der Photographers’ Gallery den diesjährigen Preisträger aus den vier Finalisten ermittelt. Die Mitglieder der diesjährigen Jury waren: Alex Farquharson (Direktor, Nottingham Contemporary, Großbritannien), Marloes Krijnen (Gründungsdirektorin, Foam_Fotografiemuseum Amsterdam, Niederlande), Joel Sternfeld (Künstler, USA) und Anne-Marie Beckmann (Kuratorin, Art Collection Deutsche Börse, Deutschland).

Die weiteren Finalisten für den diesjährigen Preis Thomas Demand (1964, Deutschland), Roe Ethridge (1969, USA) und Elad Lassry (1977, Israel) wurden mit jeweils GBP 3.000 ausgezeichnet.

„Jeder der Nominierten hätte aufgrund der Breite der Auszeichnungskriterien in diesem Jahr der Gewinner sein können. Gleichwohl hat die Jury den Deutsche Börse Photography Prize in diesem Jahr an Jim Goldberg für „Open See“ vergeben in Anerkennung seiner zeitgemäßen und gleichzeitig schöpferischen Annäherung an dokumentarische Praxis. Zentrales Element seiner Arbeiten ist die Co-Autorenschaft, eine Form der kreativen Zusammenarbeit, die es den betroffenen Menschen ermöglicht, ihre Geschichten selbst zu erzählen.“, sagte Brett Rogers, Direktorin der Photographers’ Gallery, anlässlich der Preisverleihung.

„Im Rahmen des Deutsche Börse Photography Prize ist es abermals gelungen, wichtige und interessante Positionen der europäischen Fotografieszene vorzustellen. Wir freuen uns ganz besonders, dass diese bedeutende Auszeichnung für zeitgenössische Fotografie in Europa in diesem Jahr an Jim Goldberg verliehen wurde und gratulieren herzlich. Unser Dank gilt allen Beteiligten – der Photographers’ Gallery, der Academy, der Jury und den Künstlern für ihr Engagement und ihren Beitrag.“, so Julia Taeschner, die bei der Deutschen Börse für Corporate Responsibility verantwortlich ist.

Seit 2005 ist die Deutsche Börse Hauptsponsor dieser renommierten Fotoauszeichnung, die 1996 von der Photographer’s Gallery in London ins Leben gerufen wurde, um die besten Werke zeitgenössischer Fotografen zu fördern.

Der Fokus liegt vor allem auf der Förderung junger Talente und der Anerkennung herausragender Werke internationaler Fotokunst. Die bisherigen Preisträger des Deutsche Börse Photography Prize sind Sophie Ristelhueber (2010) Paul Graham (2009), Esko Männikö (2008), Walid Raad/ the Atlas Group (2007), Robert Adams

(2006) und Luc Delahaye (2005).

Die Arbeiten der vier Finalisten sind noch bis zum 1. Mai im Ambika P3 in der Westminster Universität in London zu sehen. Anschließend werden die Werke vom 13. Mai bis 26. Juni im c/o Berlin im Alten Postfuhramt gezeigt.

Die Gruppe Deutsche Börse zählt zu den weltweit führenden Börsenorganisiationen und ist einer der wichtigsten Förderer im Bereich Fotokunst. Die Art Collection Deutsche Börse umfasst mehr als 800 überwiegend großformatige Arbeiten von rund 80 internationalen Künstlern. Die Kunstwerke werden an den Hauptstandorten der Gruppe – in Eschborn und Luxemburg – gezeigt. In der neuen Konzernzentrale in Eschborn finden regelmäßig Führungen durch die Sammlung statt. Dort lädt die Deutsche Börse auch zu Wechselausstellungen ein, die vor allem jungen Fotokünstlern eine Plattform bieten. Darüber hinaus fördert das Unternehmen Ausstellungsprojekte internationaler Museen und Institutionen.

Weitere Informationen zur Gruppe Deutsche Börse und ihrer Sammlung finden Sie unter www.deutsche-boerse.com/art.

Ansprechpartner für die Medien:
Michaela Leischner, Media Relations Phone +49-69-2 11-1 15 00 Anne-Marie Beckmann, Art Collection Phone +49-69-2 11-1 52 95

Media Relations | Gruppe Deutsche Börse
Weitere Informationen:
http://www.deutsche-boerse.com/art

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