Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

ISH-Transferpreis an Professoren Kinias (FH Kiel) und Martinetz (Uni Lübeck)

20.05.2011
Für besondere Leistungen im Wissenstransfer in die Wirtschaft werden die Professoren Constantin Kinias aus Kiel und Thomas Martinetz aus Lübeck mit dem ISH-Transferpreis 2011 ausgezeichnet. Der im vergangenen Jahr erstmals ausgelobte Preis ist mit jeweils 10.000 Euro dotiert. Zusätzlich erhalten die beiden Forscher eine Transferprämie von 20.000 Euro als freie Mittel für neue Kooperationsprojekte und Transferaktivitäten.

Insgesamt wurden 19 Wissenschaftler (7 x Uni Kiel, 4 x FH Kiel, 3 x FH Lübeck, 3 x Uni Lübeck und je 1 x FH Flensburg und FH Westküste) auf Vorschlag der Jury von der Innovationsstiftung Schleswig-Holstein (ISH) mit Prämien von 5.000 bis 20.000 Euro ausgezeichnet. Die ISH stellt für das bundesweit einmalige Pilotprogramm bis 2012 insgesamt eine Million Euro an Fördermitteln bereit, davon 280.000 Euro in diesem Jahr.

„Wissenstransfer steht zwar als Aufgabe im Hochschulgesetz, doch für die Reputation eines Wissenschaftlers zählen Transferleistungen bislang nicht. Dies mag auch daran liegen, dass diese Leistungen nur schwer messbar sind“, sagte ISH-Vorstand Prof. Dr. Hans-Jürgen Block. Kriterien für das Votum der Jury im Programm „ISH-Transferprämie“ sind a) Anzahl und Volumen von Kooperationsprojekten mit Unternehmen, b) Patentaktivitäten, c) die Unterstüt-zung von Existenzgründungen sowie d) Publikations-, Netzwerk- und Weiterbildungsaktivitäten für die Praxis. Maßgeblich für die Bewertung waren Transferleistungen im Jahr 2010.

Prof. Dr.-Ing. Constantin Kinias
Prof. Kinias (57) lehrt im Fachbereich Maschinenwesen der FH Kiel die Fächer Arbeitswissenschaft, Arbeitssicherheit und Unternehmensführung. Nach Studium und Promotion im Fachbereich Verkehrswesen an der TU Berlin war er bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Unfallforschung tätig, beim DASA/EADS-Vorgänger Vereinigte Flugtechnische Werke GmbH und anschließend in Deutschland und Japan bei den Bayerischen Motorenwerken, dort zuletzt in der strategischen Planung in München. 1994 folgte er dem Ruf der Fachhochschule Kiel, von 2005 bis 2008 lenkte er die Geschicke der Hochschule als Rektor.

Kinias hat drei Firmen in Schleswig-Holstein gegründet bzw. übernommen und weiter entwickelt: das Beratungsunternehmen ergoTOP - I.A.U. Institut für Arbeitswissenschaft und Un-ternehmensoptimierung GmbH, das Softwarehaus bit - baltic information technologies GmbH, beide Kiel, und die SCHEER Heizsysteme und Produktionstechnik GmbH in Wöhrden. SCHEER ist diesjähriger Preisträger "Deutschland - Land der Ideen". Kinias hat erfolgreich Drittmittel aus privater und öffentlicher Hand akquiriert und damit zahlreiche Projekte an der FH Kiel durchgeführt, insbesondere zu Fragen der Energieeffizienz. Aus seinen Projekten meldete die FH Kiel diverse Patente an.

Prof. Dr. Thomas Martinetz
Prof. Martinetz (49) ist seit 1999 Direktor des Instituts für Neuro- und Bioinformatik und seit 2006 Vizepräsident der Universität zu Lübeck. Er studierte Physik an der TU München und promovierte auf dem Gebiet der Neuroinformatik an der University of Illinois. Von 1991 bis 1996 arbeitete er in der zentralen Forschung und Entwicklung der Siemens AG. Mit seinem Ruf an die Universität Bochum 1996 übernahm er gleichzeitig als geschäftsführender Gesell-schafter die Leitung der Zentrum für Neuroinformatik GmbH. Für diese Gesellschaft erhielt er 1997 den Innovationspreis der Deutschen Wirtschaft. Martinetz ist Vorsitzender der "German Neural Network Society", der deutschen Sektion eines europäischen, gemeinnützigen Ver-eins, der Forschungsaktivitäten, Anwendungen und Lehre auf dem Gebiet neuronaler Netze in einem interdisziplinären Rahmen fördert. Als Vizepräsident etablierte er an der Uni Lübeck die so genannte UniGründerklinik, mit der Unternehmensgründungen aus der Universität heraus befördert werden. Er selbst ist (Mit-) Gründer von fünf Unternehmen und wurde vom Bundespräsidenten als "mutiger Unternehmer" ausgezeichnet.

Das sind die Namen aller Empfänger der ISH-Transferprämie 2011, nach Hochschulen sortiert:

Uni Kiel:
Prof. Dr. Rainer Adelung, Institut für Materialwissenschaft
Prof. Dr. Stanislav Gorb, Zoologisches Institut
Prof. Dr. Wilhelm Hasselbring, Institut für Informatik
Prof. Dr. Christian Jung, Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung
Prof. Dr.-Ing. Reinhard Koch, Institut für Informatik*
Prof. Dr. Carsten Schulz, Institut für Tierzucht und Tierhaltung
Prof. Dr. Karin Schwarz, Institut für Humanernährung und Lebensmittelkunde
FH Kiel:
Prof. Dr.-Ing. Constantin Kinias, Institut für Produktionstechnik (+ Preis)
Prof. Dr. Ronald Eisele, Institut für Mechatronik*
Prof. Dr. Hauke Schramm, Angewandte Informatik
Prof. Dr. Christoph Weber, Institut für Mechatronik
Uni Lübeck:
Prof. Dr. Thomas Martinetz, Institut für Neuro- und Bioinformatik (+ Preis)
Prof. Dr. Michael Herczeg, Institut für Multimediale und Interaktive Systeme
Prof. Dr. Alfred Vogel, Institut für Biomedizinische Optik
FH Lübeck:
Prof. Dr.-Ing. Olaf Jacobs, Institut für Werkstoffe und Fertigung*
Prof. Dr.-Ing. Stephan Klein, Zentrum für Biomedizintechnik*
Prof. Dr. Bodo Nestler, Fachbereich Angewandte Naturwissenschaften
FH Flensburg:
Prof. Dr.-Ing. Tadeus Uhl, Kommunikationstechnologie
FH Westküste:
Prof. Dr.-Ing. Reiner Nawrath, Elektrotechnik und Institut Ma. Vi. Tec*
*) Prämienempfänger bzw. Preisträger im Jahr 2010.

Sabine Recupero | idw
Weitere Informationen:
http://www.transferprämie.de
http://www.i-sh.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht „Digital Mobility“– 48 Mio. Euro für die Entwicklung des digitalen Fahrzeuges
26.06.2017 | Kompetenzzentrum - Das virtuelle Fahrzeug Forschungsgesellschaft mbH

nachricht Hochschule Karlsruhe: mit speichenlosem Fahrrad Kreativwettbewerb gewonnen
26.06.2017 | Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zu aktuellen Fragen der Stammzellforschung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Fraunhofer FKIE ist Gastgeber für internationale Experten Digitaler Mensch-Modelle

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mainzer Physiker gewinnen neue Erkenntnisse über Nanosysteme mit kugelförmigen Einschränkungen

27.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wave Trophy 2017: Doppelsieg für die beiden Teams von Phoenix Contact

27.06.2017 | Unternehmensmeldung

Warnsystem KATWARN startet international vernetzten Betrieb

27.06.2017 | Informationstechnologie