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IP-Management Award 2014

17.03.2014

Preisverleihung für leistungsstarke Schutzrechtsstrategien auf der »Patente 2014« in München

Bereits zum 7. Mal zeichneten das Fraunhofer IAO und Management Circle leistungsstarke Managementsysteme für gewerbliche Schutzrechte mit dem IP-Management-Award aus. Die Trumpf GmbH + Co. KG, die Festo AG & Co. KG und die Stöbich Brandschutz GmbH konnten als Gewinner durch unterschiedliche Stärken überzeugen.

Das Management von Intellectual Property, kurz IP, gewinnt in der Strategie von Unternehmen immer stärker an Bedeutung. Für die meisten Unternehmen sind nicht allein die materiellen Ressourcen für den Geschäftserfolg entscheidend, sondern ihr intellektuelles Kapital, das so genannte Intellectual Property.

Um Unternehmen zu motivieren, ihr IP-Management-System kontinuierlich zu verbessern, haben die Fraunhofer Patent-Experten schon im Jahre 2008 den Wettbewerb »IP-Management-Award« ins Leben gerufen. In Kooperation mit der Management Circle AG findet die Preisverleihung jährlich im Rahmen der »Patente« in München statt.

In der Jury saßen diesmal Prof. Dr.-Ing. Helge Cohausz (Anwaltskanzlei COPAT), Dr. Bertram Huber (Firma IP*SEVA), Hubert Rothe (DPMA), Prof. Dr.-Ing. René Niethammer (Hochschule Aalen) sowie Dr. Marc Rüger, Dr. Helmut Appel und Yvonne Wich vom Fraunhofer IAO.

3. Preis: Stöbich Brandschutz GmbH

Der dritte Preis ging an die Stöbich Brandschutz GmbH, die seit ihrer Gründung 1980 inzwischen auf 360 Mitarbeiter angewachsen ist. Stöbich verfügt zwar nur über rund 25 Patentfamilien und wenige Marken, hat jedoch mit gezielten Innovationen wie beispielsweise »Vorhänge« mit neuartigen feuerfesten Stoffen, sogenannten textilen Feuerschutzabschlüssen, die Weltmarktführerschaft erreicht. Erfolgsfaktoren für die Innovationsprozesse im Unternehmen sind die konsequente und mit Patentschutz versehene Weiterentwicklung von Brandschutzvorrichtungen und spezieller Brandschutzgewebe sowie die Engagements von externen Erfindern, unter denen sich auch ein Brandschutzexperte befindet. Dadurch werden frühzeitig strategisch relevante Schutzrechtspositionen erkannt und besetzt.

2. Preis: Festo AG & Co. KG

Den zweiten Platz errang die Festo AG & Co. KG aus Esslingen, einer der Weltmarkführer in der Automatisierungstechnik. Festo hat derzeit eine Belegschaft von über 16 000, setzt rund 2,2 Mrd. Euro um und verfügt über ein Patentportfolio von rund 1000 Patentfamilien sowie einen Zuwachs von fast 100 prioritätsbegründenden Anmeldungen pro Jahr. Durch zahlreiche Forschungskooperationen wird ein hervorragender Innovationsgrad erreicht. Bekannt ist der sogenannte »Elefantenrüssel« aus dem Bionic Learning Network von Festo. Der gemeinsam mit dem Fraunhofer IPA entwickelte Roboterarm erhielt den Zukunftspreis 2010 des deutschen Bundespräsidenten. Eine weitere Innovation ist der »SmartBird«, mit dem Festo 2011 den Vogelflug entschlüsselte. Die IP-Strategie von Festo ist langfristig und zukunftsorientiert angelegt, sie wird eng mit der Business- und der Innovationsstrategie des Unternehmens abgestimmt. Eine wichtige Rolle spielen aber auch ein proaktives Erfindungsmanagement sowie jährliche Auszeichnungen für die besten Erfinder im Unternehmen. Der Vernetzungsgrad von Festo ist mit rund 60 Hochschulkooperationen weltweit sehr gut. Wohlbekannt ist dabei auch die exzellente Fortbildungs- und Nachwuchsarbeit der Festo Didactic GmbH.

1. Preis: Trumpf GmbH + Co. KG

Mit rund doppelt so vielen Anmeldungen pro Mitarbeiter und Jahr ging die familiengeführte Trumpf GmbH + Co. KG als eindeutiger Sieger aus dem diesjährigen Wettbewerb hervor. Rund 9900 Mitarbeiter setzten im letzten Geschäftsjahr 2,34 Milliarden Euro um. Für die industrietaugliche Entwicklung von Ultrakurzpulslasern erhielt der Technologie- und Marktführer bei Werkzeugmaschinen für die flexible Blechbearbeitung und bei industriellen Lasern zusammen mit Bosch und der Universität Jena den Deutschen Zukunftspreis 2013. Trumpf verfügt über rund 1000 Patentfamilien bei 110 neuen Anmeldungen pro Jahr, die durch insgesamt 10 Mitarbeiter gemanagt werden.

Das IP-Management begleitet die Entwicklungsprozesse an rund 20 Entwicklungsstandorten. Neben den klassischen IP-Aufgaben wie dem Anmelden von Schutzrechten, dem Analysieren der Wettbewerbsschutzrechte und dem Veranstalten von Umgehungsworkshops fließen auch Themen wie Trendmanagement, Produktschutz durch RFID-Kennzeichnung oder Geschmacksmuster bei Investitionsgütern in die IP-Strategie ein. Weiterhin ist Trumpf mit Hochschulen und Forschungsinstituten gut vernetzt. Die IP-Truppe begleitet regelmäßig die wichtigen Jahresthemen der Firma. Der Patentschutzschild spielt angesichts der schwieriger werdenden Marktbedingungen im Weltmarkt und des zunehmenden Wettbewerbs aus Fernost eine wichtige Rolle.

Parallel zum beeindruckenden Wachstum der Trumpf-Gruppe wurde ein unternehmensweit einheitliches leistungsstarkes IP-Management-System aufgebaut, das die Unternehmensstrategie wirksam unterstützt. Die Jury würdigte die sehr hohe Anerkennung von IP in der Unternehmenskultur sowie die Geschwindigkeit, mit der das IP-Management den ständig wachsenden und sich ändernden Anforderungen dieses innovationsstarken Unternehmens Rechnung trägt.

Ansprechpartner:
Truong Le
Technologiemanagement
Fraunhofer IAO
Nobelstraße 12
70569 Stuttgart, Germany
Telefon: +49 711 970-2108
E-Mail: truong.le@iao.fraunhofer.de

Dr. Helmut Appel
Technologiemanagement
Fraunhofer IAO
Nobelstraße 12
70569 Stuttgart, Germany
Telefon: +49 711 970-2268
E-Mail: helmut.appel@iao.fraunhofer.de

Weitere Informationen:

http://www.iao.fraunhofer.de/lang-de/component/content/article.html?id=1314&...

Juliane Segedi | Fraunhofer-Institut

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