Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Internet nach Maß im Auto: m2c-lab erhält Förderung von Ford

10.10.2014

Bis 2025 sollen etwa 60 Prozent der Autos vernetzt sein und dieselben Internetdienstleistungen bieten wie ein Computer oder Smartphone. Bis jetzt treffen aber alle Information ungefiltert im Auto ein.

Prof. Dr. Thomas Ritz und sein Team aus dem m2c-lab der FH Aachen wollen dies nun ändern und die Informationen an die Bedürfnisse des Fahrers und Beifahrers anpassen. Das Auto soll anhand des Verhaltens der Insassen den Kontext analysieren und selbstständig passende Internetdienste anbieten.


FH Aachen | Arnd Gottschalk

Das m2c-lab erhält zur Weiterentwicklung dieser Idee im Rahmen des „University Research Program“ von Ford eine Förderung in Höhe von bis zu 120 000 US-Dollar.

Der Trend, Internetdienstleistungen auch im Auto anzubieten, setzt sich mehr und mehr durch. Laut einer Studie des Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) werden bis 2025 etwa 60 Prozent der Autos online sein.

Neu ist die Idee von Prof. Dr. Thomas Ritz und seinem Team des m2c-lab der FH Aachen, die Informationen der Dienste kontextgebunden an Fahrer und Beifahrer anzupassen und entsprechend zu filtern. Das m2c-lab erhält zur Weiterentwicklung dieser Idee im Rahmen des „University Research Program“ von Ford eine Förderung in Höhe von bis zu 120 000 US-Dollar.

Szenarien während einer Autofahrt gibt es viele. Und für alle sollen die passenden Internetdienste bereitgestellt werden. „Im Moment treffen alle Informationen relativ ungefiltert im Auto ein“, so Prof. Ritz, „es gibt unterschiedliche Nutzertypen, die auf bestimmte Dienste oder soziale Netzwerke zugreifen, darauf wollen wir eingehen“.

Oder vielmehr soll das Auto darauf eingehen: Fahren zwei Freundinnen zu einer Party und hören laut Musik, wird anhand ihrer Spotify- oder Napster-Profile eine Playlist aus ihren Lieblingsliedern erstellt und abgespielt. Wer per Navi den Weg in ein Theater gefunden hat, erhält nicht nur den aktuellen Spielplan, sondern auch bisherige Rezensionen zu den Stücken. Dasselbe soll sogar beim Schweigen möglich sein.

Ergeben sich keine Anknüpfungspunkte für ein Gespräch, werden die Fotoalben von Facebook oder Instagram eingeblendet. „Man kann der Schwiegermutter dann Fotos von der neuen Wohnung zeigen und das peinliche Schweigen ist vorbei“, stellt sich Prof. Ritz vor.

Von diesem Konzept sind auch Dr. Florian Golm und Stefan Wolter von der Abteilung „Vehicle Interior Technologies“ vom Ford Forschungszentrum Aachen überzeugt. Sie haben das Projekt im Rahmen des „University Research Program“ vorgeschlagen.

Das Programm, bei dem intern Forschungsprojekte von Mitarbeitern vorgeschlagen werden, gibt es bei Ford schon lange. „Das Programm kommt aus den USA und läuft weltweit. Die FH Aachen stand damit in direkter Konkurrenz zu Universitäten aus beispielsweise den USA oder China“, erläutert Stefan Wolter.

„Durch die Form einer Förderung kann Prof. Ritz viel freier und kreativer arbeiten, als es bei einem Arbeitsauftrag möglich wäre“, so Wolter. Prof. Ritz ergänzt: „So können wir innovativer denken und Möglichkeiten ausloten. Ein hochattraktives Projekt, das für beide Seiten sehr reizvoll ist“.

Die Förderung läuft über einen Zeitraum von bis zu drei Jahren, in jedem Jahr erhält das Team vom m2c-lab 40 000 Dollar. Am Ende jeden Jahres findet eine gemeinsame Evaluation der Ergebnisse statt, mit dem Ziel, einen Demonstrator zu entwickeln.

Weitere Informationen:

http://www.fh-aachen.de/topnavi/presse/pressemitteilungen/

Team Pressestelle | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2017: DFG und BMBF zeichnen vier Forscherinnen und sechs Forscher aus
23.02.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Eine Milliarde Euro für die Hochschulmedizin
17.02.2017 | Deutsche Hochschulmedizin e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie