Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Internationale Ehrung für Greifswalder Innovation zur Bekämpfung von Krankenhauskeimen

10.08.2012
Auf dem 39. Jahreskongress der “Controlled Release Society (CRS)” wurde Dr. Gerold Lukowski vom Institut für Marine Biotechnologie e.V. (IMaB) Greifswald für seine Forschungsergebnisse mit dem „Outstanding Transdermal Drug Delivery Best Paper Award“ ausgezeichnet.
Seine Innovationen werden in einer Hautcreme, die zur Prophylaxe der Besiedlung der Haut mit gefährlichen Krankenhauskeimen eingesetzt wird. Der Jahreskongress mit mehr als 1.300 Teilnehmern fand im Juli 2012 in Quebec, Kanada, statt.

Die in dem Konferenzbeitrag vorgestellte Zubereitung enthält nach einem patentierten Herstellungsverfahren gewonnene Mikropartikel (Maresome®). Die Partikel wurden aus der Biomasse einer aus der Ostsee isolierten Mikroalge gewonnen, die von Greifswalder Wissenschaftlern identifiziert und kultiviert werden konnte. Diese neue Strategie der Formulierung der natürlichen Wirkstoffe kann in Hautcremes die Besiedlung der Haut mit gefährlichen Krankenhauskeimen, insbesondere „Methicillin-resistente Staphylococcus aureus-Stämme“ (MRSA), wirkungsvoll verhindern und somit das Hygieneregime in Krankenhäusern unterstützen.

Darüber hinaus besitzen Maresome®-haltige Kosmetika gute hautpflegende Eigenschaften und die physiologische Hautflora als Schutzmantel vor bakteriellen Angriffen bleibt erhalten. Mit der Auszeichnung werden die in Greifswald erzielten Forschungsergebnisse gewürdigt, die neue Möglichkeiten zur Verhinderung von Infektionen durch multiresistente Erreger eröffnen.

Dr. Gerold Lukowski erhielt die Auszeichnung auf der internationalen Konferenz der Controlled Release Society in Quebec für den eingereichten Beitrag „Prevention of the dermal colonization of MRSA by the application of algae microparticles“ gemeinsam mit den Co-Autoren Prof. Ulrike Lindequist, Dr. Sabine Mundt und Dr. Wolf-Dieter Jülich, Institut für Pharmazie, Universität Greifswald.

Das Institut für Marine Biotechnologie e.V. (IMaB) wurde von Greifswalder Mikrobiologen, Pharmazeuten und Medizinern im Rahmen der BioRegio Initiative 1996, jetzt BioCon Valley – der Initiative für Life Science und Gesundheitswirtschaft des Landes Mecklenburg-Vorpommern, gegründet. Das Institut für Marine Biotechnologie e.V. ist Gründungsmitglied von BioCon Valley.

Ansprechpartner

Dr. Gerold Lukowski
Institut für Marine Biotechnologie e. V.
Rathenaustr. 49 a
17489 Greifswald
Tel: 03834/864865
Fax: 03834/864885
lukowski@uni-greifswald.de

Dr. Heinrich Cuypers | idw
Weitere Informationen:
http://www.marine-biotechnologie.de
http://www.uni-greifswald.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2017: DFG und BMBF zeichnen vier Forscherinnen und sechs Forscher aus
23.02.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Eine Milliarde Euro für die Hochschulmedizin
17.02.2017 | Deutsche Hochschulmedizin e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2017

23.02.2017 | Veranstaltungen

Wie werden wir gesund alt? - Alternsforscher tagen auf interdisziplinärem Symposium in Magdeburg

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2017: DFG und BMBF zeichnen vier Forscherinnen und sechs Forscher aus

23.02.2017 | Förderungen Preise

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Planeten außerhalb unseres Sonnensystems: Bayreuther Forscher dringen tief ins Weltall vor

23.02.2017 | Physik Astronomie