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Internationale Auszeichnung für Flensburger Soziologen und Europawissenschaftler

10.03.2009
Das Komitee für die Verleihung der Theodor-Heuss-Professur hat am 19. Februar Prof. Dr. Hauke Brunkhorst von der Universität Flensburg einstimmig nominiert für die diesjährige Heuss-Professur an der New Yorker New School for Social Research.

Hauke Brunkhorst ist Soziologe und Leiter des Studiengangs European Studies. Die Universität Flensburg sieht seine Wahl auch als Anerkennung für diesen neuen deutsch-dänischen Studiengang, der bereits nach kurzer Zeit zu einem der internationalsten Studiengänge in Deutschland geworden ist.

Die Nominierung erfolgte auf einer Festveranstaltung anlässlich des siebzigjährigen Bestehens der "New School" an der American Academy in Berlin, auf der Bundeskanzlerin Angela Merkel die Ehrendoktorwürde verliehen wurde. Und wenn die Kanzlerin im Mai Flensburg besuchen wird, um die erfolgreiche grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit Dänemark zu würdigen, wird sie in eine Stadt mit einer Hochschule kommen, die den europäischen Gedanken lebt.

Die New School - gegründet in den 1930er Jahren als "University in Exile" - beherbergte die bedeutendsten deutschen Sozialwissenschaftler und Psychologen der 1920er Jahre, die vor der Hitlerdiktatur aus Deutschland geflohen waren. Die Heuss-Professur ist in den 1960er Jahren mit Unterstützung der Bundesregierung eingerichtet worden und wird jährlich an einen bedeutenden deutschen Sozialwissenschaftler, Psychologen, Philosophen oder Historiker für jeweils ein Jahr vergeben. Hauke Brunkhorst wird vom 1. September an ein Jahr in New York lehren und forschen; an der New School for Social Research wird er Kurse zu europäischen Verfassungsfragen geben. Mit der Heuss-Professur ist die Mitnahme eines Assistenten beziehungsweise einer Assistentin verbunden. Diese Assistence Professorship wird zuerst Thore Prien von der Universität Flensburg und später Regina Kreide von der Universität Frankfurt übernehmen.

Vor Hauke Brunkhorst verlieh das Komitee die Heuss-Professur unter anderem an die Soziologen Jürgen Habermas, Niklas Luhmann, Wolfgang Schluchter, Heinrich Popitz, Rainer Lepsius, Friedrich Tenbruck und Claus Offe; an die Historiker Reinhart Koselleck und Hans Mommsen; an die Psychologen Dieter Frey, Gertrud Nummer-Winkler und Klaus Arnold und an die Philosophen Karl-Otto Apel und Axel Honneth.

Dr. Helge Möller | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-flensburg.de/

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