Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Intelligente Gele für die Medizin: Trainingsverbund BIOGEL nimmt die Arbeit auf

19.01.2015

Hydrogele sind hochelastische, wasserreiche Polymernetzwerke, die zunehmend Einsatz in der Medizin finden.

Mit einer Gesamtsumme von 3,5 Millionen Euro fördert die Europäische Kommission im Rahmen ihrer Horizon 2020 Marie Skłodowska-Curie-Maßnahmen für die kommenden vier Jahre das Trainingsnetzwerk BIOGEL.

Hier werden 14 Nachwuchswissenschaftler die Finessen der Hydrogel-Chemie lernen und an neuen Hydrogel-Systemen für biomedizinische Anwendungen forschen. Die Partner des Netzwerks, 13 Forschungsinstitute und Unternehmen aus sieben europäischen Ländern, Japan und den USA, trafen sich am 19. Januar zur Auftaktveranstaltung im Aachener DWI – Leibniz-Institut für Interaktive Materialien.

„Dieses Netzwerk bietet die Gelegenheit, zusammen mit exzellenten Partnern aus Wissenschaft und Industrie Forschung auf höchstem Niveau zu betreiben und auf ein gemeinsames Ziel hinzuarbeiten“, so Prof. Dr. Martin Möller, wissenschaftlicher Direktor des DWI. Die BIOGEL-Mitglieder werden neuartige responsive und biologisch inspirierte Hydrogele als Bestandteile von medizinischen Beschichtungen, medizinischer Diagnostik und für die Geweberegeneration entwickeln, etwa für die Regeneration von Herz-, Knorpel- oder Nervenzellen.

„Hydrogele ähneln von ihrer Konsistenz dem weichen, körpereigenen Gewebe. Sie können minimalinvasiv injiziert werden und passen ihre Form den Gegebenheiten im Körperinneren an. Biologische Moleküle und medizinisch wirksame Substanzen, die in das Polymernetzwerk eingeschlossen werden, können mit bestimmten Proteinen im Körper interagieren, das Wachstum der körpereigenen Zellen stimulieren oder Zellen in eine bestimmte Richtung dirigieren“, erklärt DWI-Nachwuchsgruppenleiterin Dr. Laura De Laporte den Ansatz. „Durch Auswahl geeigneter molekularer Bausteine können Spezialisten die Eigenschaften der Hydrogele je nach Anwendung maßschneidern.“

Im Mittelpunkt der Kooperation steht die fundierte Ausbildung von Nachwuchswissenschaftlern. Insgesamt 14 Doktoranden und Doktorandinnen werden die Möglichkeit erhalten, ein Promotionsstudium im Rahmen des interdisziplinären Netzwerks zu absolvieren. Sie werden jeweils von einer der Einrichtungen betreut, bekommen aber bei Gastaufenthalten an den Partnerinstitutionen, bei gemeinsamen Workshops und wissenschaftlichen Symposien Gelegenheit, die verschiedenen Schritte der Entwicklung medizinischer Produkte kennenzulernen, von den grundlegenden Versuchen im Forschungslabor über die Validierung bis zur praktischen Umsetzung.

Mit dem Auftakt-Treffen der Projektpartner am 19. Januar in Aachen nimmt das Netzwerk seine Arbeit auf.

Die Partner von BIOGEL: DWI – Leibniz-Institut für Interaktive Materialien (Aachen); Radboud Universiteit (Niederlande), Universidad de Valladolid (Spanien), Austrian Instituts of Technology (Österreich), Centre for Research and Technology Hellas (Griechenland), NovioSense (Niederlande), Pepscan (Niederlande), LifeTec Group (Niederlande), Technical Protein Nanobiotechnology (Spanien), Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL, Schweiz), Synolyne Pharma (Belgien), University of Pennsylvania (USA), University of Osaka (Japan)

Dr. Janine Hillmer | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2017: DFG und BMBF zeichnen vier Forscherinnen und sechs Forscher aus
23.02.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Eine Milliarde Euro für die Hochschulmedizin
17.02.2017 | Deutsche Hochschulmedizin e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie