Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Innovative kleine und mittlere Photonik-Unternehmen in Deutschland fördern!

25.02.2015

Bundesministerium für Bildung und Forschung startet neue Runde der Förderinitiative „KMU-innovativ: Photonik“.

Die Photonik ist die Hightech-Industrie rund ums Licht und zählt in Deutschland mit etwa 140.000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von rund 28 Milliarden Euro zu den wesentlichen Zukunftsfeldern, die die Hightech-Strategie der Bundesregierung adressiert. Dabei ist die hiesige Branche stark mittelständisch geprägt: etwa 90 Prozent der Unternehmen sind den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zuzurechnen.


Etwa 90 Prozent der Photonik-Unternehmen in Deutschland sind KMU. Diese sind hochinnovativ und oftmals Hidden-Champions in ihrem Segment. Bild: Precitec GmbH & Co. KG

Precitec GmbH & Co. KG

Diese KMU gelten als Vorreiter des technologischen Fortschritts, als wichtiger Job- und Ideenmotor der Bundesrepublik. In vielen Bereichen der Photonik finden sich unter den kleinen und mittleren Unternehmen sogenannte „Hidden Champions“, die in ihrem Segment Marktführer sind, aber vom Außenfeld nur unzureichend wahrgenommen werden.

Für die Wirtschaft ist es wichtig, kleine und mittlere Unternehmen zu unterstützen und zu fördern, da sie in der Regel nicht über die finanziellen und strukturellen Möglichkeiten von Großunternehmen verfügen.

Forschung und Entwicklung sind hier grundlegende Innovationsfaktoren. Daher hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung die Fördermaßnahme „KMU-innovativ: Photonik“ ins Leben gerufen. Ziel dieser Fördermaßnahme ist es, das Innovationspotenzial von KMU im Bereich Photonik zu stärken und die Forschungsförderung im Rahmen des Förderprogramms „Photonik Forschung Deutschland“ insbesondere für erstantragstellende KMU attraktiver zu gestalten.

Kriterien kurz und knapp

Im Rahmen der Fördermaßnahme „KMU-innovativ: Photonik“ werden Verbundprojekte gefördert, die sich aus kleinen und mittelständischen Unternehmen, ggf. Großunternehmen als assoziieren Partnern und Forschungsinstituten zusammensetzen. Die Verbünde werden in der Regel über eine Dauer von drei Jahren gefördert.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt mit der Fördermaßnahme industrielle vorwettbewerbliche Forschungs- und Entwicklungsvorhaben mit hohem Risiko, die ohne Förderung nicht durchgeführt werden könnten. Förderkriterien sind Exzellenz, Innovationsgrad, wirtschaftliche Verwertungsfähigkeit und die Bedeutung des Beitrags zur Lösung aktueller gesellschaftlich relevanter Fragestellungen. Diese FuE-Vorhaben müssen für die Positionierung des Unternehmens am Markt von Bedeutung sein.

Die Fördermaßnahme ist innerhalb der Photonik Themenoffen, beispielhaft werden aber folgende Themen bzw. Fragestellungen mit einbezogen:

• Photonik in der Produktion
• Optische Messtechnik und Sensorik
• Optische Komponenten und Systeme
• Beleuchtungstechnik
• Organische Elektronik

Antragsberechtigt sind

• KMU im Sinne der Definition der Europäischen Kommission
• Mittelständische Unternehmen bis zu einer Größe von 1.000 Mitarbeitern oder einem Umsatz von 100 Mio. Euro, die nicht überwiegend im Besitz von Großunternehmen sind
• Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen

In die Verbünde sind kommerzielle Endanwender als assoziierte Partner forschungsbegleitend mit einzubeziehen. Grundsätzlich ist auch die Förderung von Verbünden unter Beteiligung mehrerer KMU und/oder Forschungseinrichtungen und/oder Unternehmen, die nicht die KMU- bzw. Mittelstandskriterien erfüllen, möglich.

Der Nutzen des Vorhabens muss jedoch in erster Linie den beteiligten kleinen und mittelständischen Unternehmen (Hersteller/Anwender) zugutekommen: Mindestens die Hälfte der beantragten Fördermittel soll an die beteiligten KMU gehen. Im Rahmen des Förderprogramms „Photonik Forschung Deutschland“ kann den KMU dabei ein Bonus in Höhe von 10%-Punkten zusätzlich zur allgemeinen Förderquote für Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft gewährt werden.

Das Förderverfahren ist zweistufig angelegt.In der ersten Verfahrensstufe können Projektskizzen über das Online-Skizzentool für die Fördermaßnahme „KMU-innovativ: Photonik“ auf dem Internet-Portal http://www.kmu-innovativ.de jederzeit online eingereicht werden. Zusätzlich muss die Skizze in Papierform fristgerecht beim beauftragten Projektträger, der VDI Technologiezentrum GmbH, eingereicht werden. Bewertungsstichtage für Projektskizzen sind jeweils der 15. April und der 15. Oktober eines Jahres.

Die eingegangenen Projektskizzen werden nach bestimmten Kriterien bewertet. Die genauen Förderkriterien entnehmen Sie bitte der rechtlich geltenden Bekanntmachung im Amtlichen Teil des Bundesanzeigers oder auf der Webseite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Eine Kurzform finden Sie unter den Bekanntmachungen auf der Webseite www.photonikforschung.de.

Auf der Grundlage der Bewertung werden die für eine Förderung geeigneten Projektideen ausgewählt. Die eingereichten Projektvorschläge stehen dabei untereinander im Wettbewerb. In der zweiten Verfahrensstufe werden die Interessenten bei positiv bewerteten Projektskizzen aufgefordert, einen förmlichen Förderantrag vorzulegen, über den nach abschließender Prüfung entschieden wird.

Ansprechpartner

Projektträger Photonik, Optische Technologien
VDI Technologiezentrum GmbH
VDI-Platz 1
40468 Düsseldorf

Gerhard Funke
Telefon: 0211 / 6214-627
E-Mail: funke@vdi.de

Weitere Informationen:

http://www.bmbf.de/foerderungen/26153.php Bekanntmachung "KMU-innovativ: Photonik" auf der Webseite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

http://www.photonikforschung.de Informationsportal für Photonik-Forschung in Deutschland

Daniela Metz | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Gewebe mit Hilfe von Stammzellen regenerieren
16.10.2017 | Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

nachricht Dr. Philipp Schommers erhält Förderpreis für Klinische Infektionsforschung
16.10.2017 | Uniklinik Köln

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Im Focus: Topologische Isolatoren: Neuer Phasenübergang entdeckt

Physiker des HZB haben an BESSY II Materialien untersucht, die zu den topologischen Isolatoren gehören. Dabei entdeckten sie einen neuen Phasenübergang zwischen zwei unterschiedlichen topologischen Phasen. Eine dieser Phasen ist ferroelektrisch: das bedeutet, dass sich im Material spontan eine elektrische Polarisation ausbildet, die sich durch ein äußeres elektrisches Feld umschalten lässt. Dieses Ergebnis könnte neue Anwendungen wie das Schalten zwischen unterschiedlichen Leitfähigkeiten ermöglichen.

Topologische Isolatoren zeichnen sich dadurch aus, dass sie an ihren Oberflächen Strom sehr gut leiten, während sie im Innern Isolatoren sind. Zu dieser neuen...

Im Focus: Smarte Sensoren für effiziente Prozesse

Materialfehler im Endprodukt können in vielen Industriebereichen zu frühzeitigem Versagen führen und den sicheren Gebrauch der Erzeugnisse massiv beeinträchtigen. Eine Schlüsselrolle im Rahmen der Qualitätssicherung kommt daher intelligenten, zerstörungsfreien Sensorsystemen zu, die es erlauben, Bauteile schnell und kostengünstig zu prüfen, ohne das Material selbst zu beschädigen oder die Oberfläche zu verändern. Experten des Fraunhofer IZFP in Saarbrücken präsentieren vom 7. bis 10. November 2017 auf der Blechexpo in Stuttgart zwei Exponate, die eine schnelle, zuverlässige und automatisierte Materialcharakterisierung und Fehlerbestimmung ermöglichen (Halle 5, Stand 5306).

Bei Verwendung zeitaufwändiger zerstörender Prüfverfahren zieht die Qualitätsprüfung durch die Beschädigung oder Zerstörung der Produkte enorme Kosten nach...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Intelligente Messmethoden für die Bauwerkssicherheit: Fachtagung „Messen im Bauwesen“ am 14.11.2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Meeresbiologe Mark E. Hay zu Gast bei den "Noblen Gesprächen" am Beutenberg Campus in Jena

16.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

17.10.2017 | Informationstechnologie

Pflanzen gegen Staunässe schützen

17.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Den Trends der Umweltbranche auf der Spur

17.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz