Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Industrielle Biotechnologie: Förderung europäischer Forschungsprojekte

01.03.2012
Europäische Partner starten dritten gemeinsamen Aufruf

Im Rahmen des ERA-IB-2 fördert das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz über seinen Projektträger, die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR), bereits zum dritten Mal deutsche Forschungseinrichtungen und Unternehmen in länderübergreifenden Projekten zu Industrieller Biotechnologie. Bis zum 30. April 2012 können entsprechende Projektskizzen eingereicht werden.

Unter industrieller Biotechnologie (IB), auch als „Weiße Biotechnologie“ bezeichnet, versteht man die Anwendung der Biotechnologie zur umweltfreundlichen Produktion und Verarbeitung von Chemikalien, Pharmaka und Materialien.

In vielen Bereichen hat die Etablierung industrieller Biotechnologie gerade erst begonnen. Sowohl Grundlagen- als auch angewandte Forschung sind weiterhin vonnöten. Um hierbei das breite Spektrum an europäischem F&E-Fachwissen optimal zu stärken, haben Forschungsförderer aus dreizehn EU- und assoziierten Ländern von Norwegen bis Israel und von Portugal bis Russland im Rahmen des ERA-NETs „ERA-IB-2“ (www.era-ib.net) eine gemeinsame Initiative für transnationale Forschungsprojekte gestartet.

Der aktuelle Aufruf konzentriert sich auf industrie-relevante F&E-Vorhaben in den Bereichen verbesserte Enzymsysteme; Optimierung von Mikroorganismen durch Metabolic Engineering, synthetische sowie systembiologische Ansätze, innovative fermentative und biokatalytische Prozesse, neuartige Downstream-Prozesse, biologische Weiterverarbeitung von Biomasse zu höherwertigen Produkten sowie hochwertige Produkte aus pflanzlichen und tierischen Zellkulturen. Eine genaue Auflistung der Themen findet sich im offiziellen Text des Aufrufes, der unter www.era-ib.net abgerufen werden kann.

Bis zum 30. April 2012 können Forschungseinrichtungen und Unternehmen Projektskizzen bei dem zentralen Call-Sekretariat einreichen. In jedem Projekt müssen Einrichtungen aus mindestens drei der an dem Aufruf beteiligten Länder kooperieren. Alle Anträge werden von einer internationalen Expertenrunde bewertet. Ausschlaggebend für die Entscheidung sind die jeweiligen nationalen Förderkriterien.

Um ein möglichst breites thematisches Spektrum abzudecken sowie der starken deutschen Biotechnologie-Forschungslandschaft Rechnung zu tragen, engagieren sich sowohl das Sächsische Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) als auch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF, über die Förderrichtlinie zum ERA-Net „Industrielle Biotechnologie“) und das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (im Rahmen des Förderprogramms Nachwachsende Rohstoffe) im Zuge dieser Bekanntmachung.

Details zum Antrags- und Bewilligungsverfahren gehen aus dem Aufruf hervor. Ansprechpartnerin bei der FNR ist Tina Hausmann (t.hausmann@fnr.de), im SMUL/Freistaat Sachsen Gabriele Süptitz (gabriele.sueptitz@smul.sachsen.de) und für das BMBF bei dem beauftragten Projektträger Jülich Marion Karrasch-Bott (m.karrasch@fz-juelich.de).

Die Projekte mit einer Laufzeit bis zu 36 Monaten starten voraussichtlich Anfang 2013.

Das im 7. Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Union geförderte Netzwerk ERA-IB-2 zielt auf die Koordinierung nationaler Forschungsbemühungen im Bereich industrieller Biotechnologie ab. Mitglieder sind 19 Organisationen (regionale und nationale Projektträger und Ministerien) aus 15 Ländern. Das Vorläuferprojekt (ERA-IB-1) lief von 2006 – 2011 und führte bereits zwei Aufrufe durch.

Dr. Torsten Gabriel | idw
Weitere Informationen:
http://www.era-ib.net/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Eine Milliarde Euro für die Hochschulmedizin
17.02.2017 | Deutsche Hochschulmedizin e.V.

nachricht Sensible Daten besser analysieren
16.02.2017 | Georg-August-Universität Göttingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

6. Internationale Fachkonferenz „InnoTesting“ am 23. und 24. Februar 2017 in Wildau

22.02.2017 | Veranstaltungen

Wunderwelt der Mikroben

22.02.2017 | Veranstaltungen

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Ursache für eine erbliche Muskelerkrankung entdeckt

22.02.2017 | Medizin Gesundheit

Möglicher Zell-Therapieansatz gegen Zytomegalie

22.02.2017 | Biowissenschaften Chemie

Meeresforschung in Echtzeit verfolgen

22.02.2017 | Geowissenschaften