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Eine weitere Humboldt-Professur für die FAU

06.11.2012
Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) konnte sich bei der Bewerbung um den höchstdotierten internationalen Forschungspreis Deutschlands zum dritten Mal in Folge durchsetzen - eine außergewöhnliche Bilanz.
Der von der FAU nominierte Quantenoptiker Prof. Dr. Oskar Painter, 40, ist mit einer Alexander-von-Humboldt-Professur ausgezeichnet worden. Mit dem mit bis zu fünf Millionen Euro dotierten Preis kann Painter seine bisherige wissenschaftliche Arbeit nun an der FAU und am Erlanger Max-Planck-Institut für die Physik des Lichts fortsetzen. Der gebürtige Kanadier lehrt derzeit am California Institute of Technology in Pasadena, USA.

„Die Einrichtung einer weiteren Humboldt-Professur ist für unsere Universität eine herausragende Auszeichnung“, betont Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske, Präsident der FAU. „Sie unterstreicht das hohe Ansehen der FAU im Ausland und sorgt für noch mehr Sichtbarkeit in der internationalen wissenschaftlichen Community. Ich freue mich außerordentlich, dass es uns in Zusammenarbeit mit dem Erlanger Max-Planck-Institut gelungen ist, Prof. Painter für die FAU zu gewinnen. Das zeigt nicht nur, wie attraktiv wir für hochrangige Wissenschaftler in aller Welt sind, sondern wird unseren Wissenschaftsschwerpunkt Optische Wissenschaften und Technologienzusätzlich beflügeln.“

Forschungsziel: Licht-Materie-Wechselwirkung auf der Nanometerskala
Oskar Painter ist ein Pionier in der Entwicklung und der physikalischen Charakterisierung von optischen Nanosystemen. Sein Forschungsschwerpunkt liegt in der Untersuchung der quantenmechanischen Eigenschaften von mechanischen Festkörperstrukturen und deren Wechselwirkung mit Licht. Prof. Painters Forschungsarbeit nutzt den typischerweise extrem schwachen Strahlungsdruck von Licht um mechanische Resonatoren in einem Quantenzustand zu präparieren und zu studieren. Anwendungsmöglichkeiten liegen unter anderem in der Entwicklung von quantenlimitierten Präzisionssensoren und der Realisierung von integrierten quantenoptischen Kommunikationsnetzwerken.
Oskar Painter soll am Department Physik der FAU und zugleich am MPI für die Physik des Lichts arbeiten und die Kooperation zwischen beiden Einrichtungen intensivieren. An der Universität wird er unter anderem den bereits in der Exzellenzinitiative geförderten Schwerpunkt der Optical Sciences verstärken.

Zur Person

Prof. Dr. Oskar Painter wurde im Jahr 1972 in Kanada geboren. Er lehrt derzeit als Professor am Laboratory of Applied Physics des California Institute of Technology (Caltech), Pasadena, USA. Dort hatte er nach seinem Studium im Jahr 2001 auch promoviert; 2002 wurde er zum Assistant Professor und 2008 Associate Professor berufen, seit 2011 ist er Co-Director des Kavli Nanoscience Institute am Caltech. Zu seinen Auszeichnungen gehört unter anderem der Caltech Graduate Student Council Mentoring Award, den er 2005 erhielt.
Painter ist einer der Pioniere auf dem Gebiet der Quanten-Optomechanik, in dem makroskopische Festkörper in einen quantenmechanischen Grundzustand versetzt und erforscht werden. Als Mitbegründer des Unternehmens Xponent Photonics und Mitglied am Institute of Electronic and Electrical Engineers (IEEE) sowie der Optical Society of America und der American Physical Society hat er sich hohes internationales Renommee erworben und hält zahlreiche Patente.

Die Alexander-von-Humboldt-Professur

Die Alexander-von-Humboldt-Stiftung zeichnet mit der Professur weltweit führende und im Ausland tätige Forscher aller Disziplinen aus. Die Alexander von Humboldt-Professur soll es deutschen Hochschulen ermöglichen, Spitzenkräfte nach Deutschland zu holen und ihnen eine langfristige Perspektive für die Arbeit in Deutschland zu bieten. Die aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung finanzierte Professur ist mit bis zu fünf Millionen Euro über fünf Jahre dotiert.

Weitere Informationen für die Medien:

Präsident
Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske
Tel.: 09131/85-26605
praesident@uni-erlangen.de

Max-Planck-Institut für die Physik des Lichts
Prof. Dr. Philip Russell
Tel.: 09131-6877-300
MPLpresse@mpl.mpg.de

Blandina Mangelkramer | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-erlangen.de

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