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Hochschule Karlsruhe: mit speichenlosem Fahrrad Kreativwettbewerb gewonnen

26.06.2017

Red Bull Drahtesel: Student der Fahrzeugtechnologie und Mitarbeiter der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft gewinnen mit speichenlosem Fahrrad Kreativwettbewerb

Vor 200 Jahren wurde von Karl von Drais die Laufmaschine erfunden – bis heute gilt dies als Geburtsstunde des Fahrrads. Aus diesem Grund startete das Unternehmen Red Bull einen Kreativwettbewerb, in dem alle radbegeisterten Bastler in 2-er-Teams aufgerufen waren, selbst ein Fahrrad zu gestalten und zu bauen, um damit die Jury des Drahtesel-Wettbewerbs „aus dem Sattel zu hauen“.


Der „Imperator“: speichenlos dank Zahnkranzantrieb und eigens entwickeltem Getriebe

Foto: Hans Herbig/Red Bull Contentpool


Fahrzeugtechnologiestudent Nicolas Detzel (re.) aus dem Siegerteam der Hochschule Karlsruhe erläutert der Jury die Eigenentwicklung

Foto: Hans Herbig/Red Bull Contentpool

Ob im Retro-Kult oder innovativem High-Tech, Mini- oder Maxirad: Hauptsache war, der Entwurf ist phantasievoll und auch fahrbar. Es ging also um außergewöhnliches Styling, überraschende Elemente und ausgefallene Lösungen, aber auch um Ingenieurskunst:

Welches Material kommt zum Einsatz? Alu oder Bambus, Carbon oder Zirbel? Zum großen Finale folgte dann noch der Praxistest: Alle Teilnehmer befuhren gemeinsam eine schöne Strecke mitten in Mannheim. Wurde die Ziellinie erreicht, war auch das letzte Test-Kriterium bestanden.

Zehn Teams hatten mit Drahteseln der Marke Eigenbau ihre außergewöhnlichen und kreativen Eigenentwicklungen vorgestellt und wurden am 10. Juni 2017 bei der gemeinsamen Ausfahrt rund um den Wasserturm und durch die Quadrate der Stadt Mannheim bis zum Marktplatz von tausenden Zuschauern bejubelt.

Was passiert eigentlich, wenn man die Speichen und das Kettengetriebe eines Fahrrads einfach weglässt? Stattdessen hatten Nicolas Detzel aus dem 3. Semester des Bachelorstudiengangs Fahrzeugtechnologie der Hochschule Karlsruhe und Mechaniker Stefan Spangenberg für ihren „Imperator“ einen alternativen Antrieb konstruiert, der aus einem Zahnkranz an den Felgen und einem eigens dafür entwickelten Getriebe besteht.

In den Kategorien Kreativität und Ingenieurskunst überzeugten sie mit ihrem speichenlosen Fahrrad „Imperator“ die Jury, die mit Guido Tschugg, Willi Altig, Gianluca Gimini und Christian Vollmer aus erfahrenen Radprofis, Designern, Künstlern und bekannten Persönlichkeiten bestand.

„Wir hätten uns kein besseres Feedback wünschen können, für die wochenlange Planung, Konstruktion und auch Schrauberei wurden wir heute sowohl von den interessierten Zuschauern als auch von der begeisterten Jury belohnt – und nun kann Kalifornien kommen“, freut sich aus dem Gewinnerteam Nicolas Detzel. Denn das Siegerteam darf dorthin fliegen und wird den Hauptsitz des Unternehmens Specialized besuchen, wo ihnen Creative Director Robert Egger einen exklusiven Blick hinter die Design- und Entwicklungskulissen der Kult-Radmarke gewähren wird.

„Das ist nicht nur ein absolut genialer Preis“, so Nicolas Detzel, „sondern wir gewinnen auch zahlreiche neue Kontakte zu kreativen Designern und Ingenieuren. Ich hatte schon mehrfach Ideen zu eigenen Fahrrädern und wollte auch schon immer mal eines bauen. Dieser Kreativwettbewerb war dann der zündende Funke. Meine CAD-Kenntnisse sind nun weitaus besser als am Anfang des Studiums und so konnte ich den Entwurf zu einem speichenlosen Fahrrad zunächst am Computer in einem 3D-Modell entwickeln. Von diesem konnten wir dann sämtliche Schnittkurven und technische Zeichnungen anfertigen.“ In weiteren Projektarbeiten könnte das Fahrrad dann in Sachen Gewicht, Gangschaltung, Laufruhe und auch Marketing optimiert werden, denn Nicolas Detzel denkt auch über ein eigenes StartUp-Unternehmen nach.

„Unsere Studierenden haben immer wieder sehr ausgefallene und auch witzige Ideen. Selbstverständlich unterstützen wir dieses Engagement und den Erfindergeist unserer Studierenden“, so Prof. Dr. Frank Pöhler, Studiendekan an der Fakultät für Maschinenbau und Mechatronik. „Wir werden nun auch den ‚Imperator‘ als Projektarbeit innerhalb des Studiums aufnehmen und weiterentwickeln.“

„Dieser Preis ist für uns wieder aufs Neue ein beeindruckender Beleg für die erfolgreiche Kombination von Fachwissen und ausgeprägtem Praxisbezug in unserer Lehre“, betont Prof. Dr. Frank Artinger, Dekan der Fakultät für Maschinenbau und Mechatronik der Hochschule Karlsruhe, „und auch dafür, wie wichtig das Zusammenspiel von ingenieurspezifischen Kenntnissen und Kreativität für die praktische Umsetzung innovativer Ideen ist.“

Weitere Informationen:

https://www.hs-karlsruhe.de/presse/student-der-fahrzeugtechnologie-und-mitarbeit...

Holger Gust | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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