Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

HEXAL-Förderpreis für Dr. Stefan Fest als Anerkennung für die Erforschung neuer Impfstoffe zur Krebsbehandlung

14.01.2010
Der HEXAL-Förderpreis 2009 für den wissenschaftlichen Nachwuchs wurde an Dr. Stefan Fest von der Universitätskinderklinik Magdeburg, verliehen.

Die Medizinische Fakultät der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und der Stifter, HEXAL, würdigen mit dieser Auszeichnung Forschungsvorhaben von herausragender klinischer Bedeutung und großer Interdisziplinarität. Die Anerkennung soll Nachwuchswissenschaftler motivieren und bei ihrer wissenschaftlichen Orientierung unterstützen. Seit 1997 wird dieser mit 10.000 Euro dotierte Forschungspreis jährlich verliehen.

Mit dem HEXAL-Förderpreis 2009 wurde Dr. med. Stefan Fest, Universitätskinderklinik Magdeburg, Bereich Pädiatrische Immuntherapie, ausgezeichnet. Der Forschungsschwerpunkt des Preisträgers richtet sich auf die Entwicklung neuer Impfstoffe zur Behandlung des Neuroblastoms sowie auf die Aufklärung dessen zellulärer Interaktionen mit dem Immunsystem. Mit etwa sieben bis acht Prozent aller Krebserkrankungen im Kindesalter ist das Neuroblastom derzeit die dritthäufigste bösartige Tumorneubildung bei Kindern. Der Hexal-Förderpreis wurde am 30. Dezember 2009 an Dr. Fest überreicht.

Zur Person: Dr. med. Stefan Fest, Jahrgang 1975, ist als Assistenzarzt, Allgemeinpädiatrie mit Schwerpunkt Gastroenterologie, Diabetes und Nephrologie an der Universitätskinderklinik Magdeburg tätig. Der gebürtige Thüringer studierte von 1995 - 2003 Humanmedizin an der Charité, Berlin. Famulaturen absolvierte er während seines Studiums in Südafrika, Argentinien und in Schottland. Ende 2003 promovierte er mit einem Thema aus der Reproduktionsimmunologie. Stefan Fest arbeitete und forschte als Arzt an der Kinderklinik der Berliner Charité und absolvierte darüber hinaus auch einen Forschungsaufenthalt an der Yale Universität, New Haven, USA. Aufgrund seiner Leistungen erhielt er während seiner Ausbildung mehrere Stipendien, darunter während seines Medizinstudiums von der Studienstiftung des deutschen Volkes. 2006 folgte ein einjähriges DFG-Postdoc-Stipendium und anschließend ein Forschungsstipendium der Berliner Charité.

Der 34-jährige Nachwuchswissenschaftler leitet außerdem eine von der DFG-geförderte Nachwuchsarbeitsgruppe Pädiatrische Immuntherapie die interdisziplinär an der Kinderklinik und am Institut für Molekulare und Klinische Immunologie der Medizinischen Fakultät Magdeburg angesiedelt ist. Darüber hinaus konnte er auch weitere Drittmittel einwerben, was die hervorgehobene wissenschaftliche Bedeutung seines Forschungsgebietes belegt.

Kornelia Suske | idw
Weitere Informationen:
http://www.med.uni-magdeburg.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)
26.05.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Neues Helmholtz-Institut in Würzburg erforscht Infektionen auf genetischer Ebene
24.05.2017 | Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften