Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

HEXAL-Förderpreis 2008 für Dr. Martin Walter als Anerkennung für Erforschung psychischer Störungen

09.10.2008
Der HEXAL-Förderpreis 2008 für den wissenschaftlichen Nachwuchs wurde an Dr. Martin Walter, Universitätsklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin Magdeburg, verliehen.

Der Nachwuchswissenschaftler erhält diese Anerkennung für seine Untersuchungen zur Erforschung neurobiologischer Grundlagen psychischer Störungen.

Die Medizinische Fakultät der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und der Stifter, HEXAL, würdigen mit dieser Auszeichnung Forschungsvorhaben von herausragender klinischer Bedeutung und großer Interdisziplinarität.

Die Anerkennung soll Nachwuchswissenschaftler motivieren und bei ihrer wissenschaftlichen Orientierung unterstützen. Seit 1997 wird dieser mit 10.000 Euro dotierte Forschungspreis jährlich, nunmehr zum zwölften Mal, verliehen.

Der diesjährige HEXAL-Förderpreis wurde am 8. Oktober 2008 an Dr. med. Martin Walter, Universitätsklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin Magdeburg, überreicht. Martin Walter, Jahrgang 1978, hat von 1999 bis 2006 Humanmedizin an der Otto-von-Guericke-Universität studiert und absolvierte während seiner ärztlichen Ausbildung mehrere Studien- und Forschungsaufenthalte in Frankreich, in Tansania, in den USA und in der Schweiz. Aufgrund seiner exzellenten Leistungen wurde er über sechs Jahre durch die Studienstiftung des Deutschen Volkes gefördert. Seit Beendigung des Studiums ist er als Assistenzarzt und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der hiesigen Universitätsklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin tätig. Seine aktive Forschungstätigkeit stellte Dr. Walter bereits als DFG-Promotionsstipendiat in der Arbeitsgruppe für funktionelle Bildgebung unter Beweis. Die entstandene Dissertation über Untersuchungen spezifischer Hirnprozesse sexueller Verarbeitung bei gesunden und pädophilen Patienten wurde mit dem Promotionspreis der Medizinischen Fakultät ausgezeichnet. Bereits jetzt kann der 30-jährige Nachwuchswissenschaftler auf eine beachtliche Anzahl von Publikationen in sehr angesehenen internationalen Fachzeitschriften verweisen.

Der aktuelle Forschungsschwerpunkt von Dr. Walter ist auf die Untersuchung affektiver Störungen mittels der funktionellen Magnetresonanztomographie und der Magnetresonanzspektroskopie gerichtet. Er leitet derzeit eine eigene Arbeitsgruppe, die sich der Methodenentwicklung funktioneller Hirnbildgebung mit dem besonderen klinischen Schwerpunkt affektiver Störung beschäftigt. Der Wissenschaftler hat seit Aufnahme seiner Tätigkeit in Magdeburg mehrere eigene Projekte initiiert, welche in ihrem Anspruch, neurobiochemische und deskriptiv funktionelle Befunde zu vereinen, höchst innovativ sind. Die ersten Resultate dieser Arbeit sind hierbei besonders vielversprechend, einige derzeit zentralen Fragen der biologischen Psychiatrie zu beantworten.

Kornelia Suske | idw
Weitere Informationen:
http://www.med.uni-magdeburg.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet
02.12.2016 | Universität zu Lübeck

nachricht Ohne erhöhtes Blutungsrisiko: Schlaganfall innovativ therapieren
02.12.2016 | Universität Duisburg-Essen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie