Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Heimische Wildtiere im Fokus der Forschung

25.02.2015

Die Deutsche Wildtier Stiftung vergibt den mit 50.000 Euro dotierten Forschungspreis 2015

Sie leben direkt vor unserer Haustür und bleiben trotzdem den meisten Menschen fremd, sie werden gefüttert und verhätschelt oder verdammt und gefürchtet, vermenschlicht und geliebt oder gnadenlos verfolgt: Unsere heimischen Wildtiere. Aus Unwissenheit gibt es Vorurteile gegen einzelne Arten, die wie beispielsweise beim Wolf zu einem Zerrbild in der Öffentlichkeit führen. Oft genug fehlt es schlicht an Fakten, denn im Fokus der Forschung bleiben heimische Wildtiere die verkannten Außenseiter.

Die Forschungsbereiche Technik, Wirtschaft und Industrie gehören zu den klaren Siegern, wenn es um die Vergabe von Stipendien geht: „Dem setzt die Deutsche Wildtier Stiftung mit ihrem mit 50.000 Euro dotierten Forschungspreis ein deutliches Zeichen entgegen“, sagt Prof. Dr. Vahrenholt, Alleinvorstand der Deutschen Wildtier Stiftung. „Der Forschungspreis, der alle zwei Jahre vergeben wird, ist einzigartig in Deutschland.“

Unterstützt werden Nachwuchsforscher, die das Wissen oder den Umgang mit Wildtieren im dichtbesiedelten Mitteleuropa deutlich voranbringen. Wildbiologische Forschung und Arbeiten zu einheimischen Wildtieren stehen im Fokus. Doch nicht nur Biologen sind angesprochen: Auch Arbeiten aus den Fachbereichen Jura, Geschichtswissenschaft, Philosophie und Sozialwissenschaften, die das Thema „Mensch und Wildtier“ behandeln, können eingereicht werden. Der Forschungspreis wird in Form eines Stipendiums bewilligt und soll dem Preisträger die Verwirklichung seiner wissenschaftlichen Arbeit erleichtern. Über die Vergabe entscheidet eine von der Deutschen Wildtier Stiftung unabhängige Jury renommierter Fachwissenschaftler.

Die Bandbreite der prämierten Forschungsthemen ist wegweisend: Vom Vogelzug bis zum Winterschlaf wurden in den letzten Jahren Forschungsarbeiten von der Deutschen Wildtier Stiftung unterstützt, die heimische Wildtiere in den Fokus rücken:

Unterscheiden sich Städter mit Stacheln von Dorfbewohnern?
Die Hamburgerin Dr. Lisa Warnecke (36) erhielt 2013 den Forschungspreis der Deutschen Wildtier Stiftung. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht der Igel. Die Forscherin, die am Zoologischen Institut der Universität Hamburg arbeitet, misst die Stoffwechselaktivitäten von Igeln im Jahresverlauf, um Unterschiede zwischen stacheligen Städtern und Dorfbewohnern zu vergleichen. Ihre Arbeit beantwortet Fragen zur Anpassung von Wildtieren an urbane Lebensverhältnisse und schwankende Umweltbedingungen im Zusammenhang mit dem Energiehaushalt am Beispiel des Igels.

Wie tickt die innere Uhr des Feldhamsters?
Pünktlich springt die innere Uhr des Feldhamsters für sechs Monate von der Sommerzeit auf die Winterzeit um: Das Schlafhormon Melatonin schnellt in die Höhe, die Körpertemperatur sinkt im Winterschlaf von 37 auf bis zu 1,9 Grad. Die wissenschaftliche Arbeit von Dr. Stefanie Monecke über die Fähigkeit des Feldhamsters, seinen Aktivitätsrhythmus zu ändern und dabei mit Hilfe der inneren „Jahresuhr“ obendrein die Reproduktion zu steuern, hat der Biologin 2011 den Forschungspreis der Deutschen Wildtier Stiftung eingebracht. Die Preisträgerin hat in Hannover Biologie studiert und in Stuttgart promoviert.

Wo überwintert die Wiesenweihe?
Die promovierte Diplom-Biologin Christiane Trierweiler (37) vom Institut für Vogelforschung Vogelwarte Helgoland in Wilhelmshaven wurde 2009 mit dem Forschungspreis ausgezeichnet. Sie hat die Bedeutung von nordafrikanischen Rast- und Überwinterungsplätzen der sehr seltenen Wiesenweihe – in Deutschland leben nur noch etwa 450 Brutpaare – untersucht. Dafür reiste Dr. Christiane Trierweiler den mit Miniatursendern ausgerüsteten Wiesenweihen hinterher. Konkrete Empfehlungen zum Schutz der seltenen Greifvögel werden durch ihre Arbeit möglich.

Digitale Bewerbungen nimmt die Deutsche Wildtier Stiftung bis zum 30. April 2015 unter Forschungspreis@dewist.de entgegen.

Weitere Informationen unter www.deutschewildtierstiftung.de/forschungspreis

Eva Goris
Pressesprecherin
Telefon: 040 9707869-13
E.Goris@DeWiSt.de
www.DeutscheWildtierStiftung.de

Eva Goris | Deutsche Wildtier Stiftung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht „Digital Mobility“– 48 Mio. Euro für die Entwicklung des digitalen Fahrzeuges
26.06.2017 | Kompetenzzentrum - Das virtuelle Fahrzeug Forschungsgesellschaft mbH

nachricht Hochschule Karlsruhe: mit speichenlosem Fahrrad Kreativwettbewerb gewonnen
26.06.2017 | Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zu aktuellen Fragen der Stammzellforschung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Fraunhofer FKIE ist Gastgeber für internationale Experten Digitaler Mensch-Modelle

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Der Krümmung einen Schritt voraus

27.06.2017 | Informationstechnologie

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Überschwemmungen genau in den Blick nehmen

27.06.2017 | Informationstechnologie