Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Gründerpreis für Jülicher Brennstoffzellenforscher

12.06.2015

Projekt zu Leichtbau-Platten für Brennstoffzellen beim Aachener Gründungswettbewerb AC2 ausgezeichnet

Vitali Weißbecker und Andreas Schulze Lohoff vom Institut für Energie- und Klimaforschung (IEK-3) haben gestern Abend erfolgreich beim Gründungswettbewerb AC2 abgeschnitten.


Bipolarplatte aus graphitischen Materialien (links) im Vergleich mit einer (noch unbeschichteten) metallischen Bipolarplatte (rechts).Bipolarplatte aus graphitischen Materialien (links) im Vergleich mit einer (noch unbeschichteten) metallischen Bipolarplatte (rechts).

Copyright: Forschungszentrum Jülich

Für ihr Gründungsvorhaben auf dem Gebiet der Brennstoffzellenforschung erhielten sie den ersten Preis für das erfolgversprechendste Konzept, der mit 10.000 Euro zusätzlichem Startkapital einhergeht.

"Der Erfolg bestärkt uns in unserem Ausgründungsvorhaben und unterstreicht die Möglichkeiten, die derzeit im Bereich der Brennstoffzellentechnologie bestehen", freut sich Vitali Weißbecker. Gemeinsam mit seinem Partner arbeitet er derzeit vorrangig daran, bis Jahresende die Finanzierung der geplanten Ausgründung auf die Beine zu stellen.

Diese hat in erster Linie die Herstellung eines neuen Typs von beschichteten Stromabnehmerplatten, auch Bipolarplatten genannt, zum Ziel, die auf diese Weise direkt aus der Forschung auf den Markt kommen sollen. Bipolarplatten sind der mechanische Hauptbestandteil von Brennstoffzellenstacks und trennen Reaktionsgase und Kühlmedien voneinander ab. Gleichzeitig leiten sie den Strom von den Elektronen ab und müssen daher eine gute Leitfähigkeit aufweisen.

Die beiden Jülicher Nachwuchswissenschaftler haben eine neuartige Kohlenstoff-Beschichtung entwickelt, mit der sich Bipolarplatten aus Metall vor Korrosion schützen lassen. Derartig beschichtete Platten sind deutlich leichter als vergleichbar alterungsbeständige Komponenten aus graphitbasierten Materialien.

Durch ihren Einsatz ließe sich das Gewicht der Brennstoffzelle um 70 Prozent reduzieren. Insbesondere Brennstoffzellensysteme für leistungsstarke Anwendungen, bei denen oftmals mehrere Hundert Elemente verbaut werden, könnten von den neuen Bipolarplatten profitieren.


Weitere Informationen

AC² - der Gründungswettbewerb

Institut für Energie- und Klimaforschung, Elektrochemische Verfahrenstechnik (IEK-3)

Ansprechpartner:

Vitali Weißbecker
Institut für Energie- und Klimaforschung (IEK-3)
Tel. +49 2461 61-9576
v.weissbecker@fz-juelich.de

Andreas Schulze Lohoff
Institut für Energie- und Klimaforschung (IEK-3)
Tel. +49 2461 61-1947
a.schulze.lohoff@fz-juelich.de

Pressekontakt:

Tobias Schlößer, Unternehmenskommunikation
Tel. +49 2461 61-4771
t.schloesser@fz-juelich.de

Tobias Schlößer | Forschungszentrum Jülich
Weitere Informationen:
http://www.fz-juelich.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro
24.03.2017 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

nachricht TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro
24.03.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Organisch-anorganische Heterostrukturen mit programmierbaren elektronischen Eigenschaften

29.03.2017 | Energie und Elektrotechnik

Klein bestimmt über groß?

29.03.2017 | Physik Astronomie

OLED-Produktionsanlage aus einer Hand

29.03.2017 | Messenachrichten