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Fotografie: Wissenschaft einmal anders gesehen

04.05.2017

Die preisgekrönten Werke des ersten SNF-Wettbewerbs für wissenschaftliche Bilder zeigen die Welt der Forschung aus einer künstlerischen, nuancierten und komplexen Perspektive. Aus den 497 eingereichten Werken hat die Jury vier Siegerbeiträge ausgewählt und elf weitere Beiträge lobend erwähnt. Alle Bilder stehen den Medien zur Verfügung.

Zahlreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler folgten dem im November 2016 lancierten Aufruf des Schweizerischen Nationalfonds (SNF): Anlässlich des ersten SNF-Wettbewerbs für wissenschaftliche Bilder reichten 239 Kandidaten aus allen Regionen des Landes insgesamt 437 Bilder und 60 Videos ein. Eine international besetzte Jury hat im Februar 2017 in Bern einen Gewinner in jeder der vier Wettbewerbskategorien ausgewählt. Elf weitere Werke erhielten eine Auszeichnung.


Spatial impulse wave - Siegerbild Kategorie "Das Forschungsobjekt"

Frederic Evers, Doktorand, ETH Zürich

Die fünfzehn Siegerbeiträge werden vom 5. bis 28. Mai 2017 in einer von den Bieler Fototagen organisierten Ausstellung im Rahmen dieser Veranstaltung gezeigt. "Wir haben uns gefreut, Werke zu entdecken, die über die rein wissenschaftliche Thematik hinausweisen", sagt Hélène Joye-Cagnard, die Leiterin der Ausstellung. "Sie öffnen sich Betrachtungsweisen, die formal-künstlerisch, erzählend und mitunter auch humorvoll sind. Um der Vielfalt der eingereichten Bilder gerecht zu werden, haben wir sie in Form eines grossen Wandfrieses gehängt."

"Die eingereichten Bilder dokumentieren die faszinierende Vielfalt der wissenschaftlichen Forschung", erklärt der Vorsitzende der Jury, Pascal Hufschmid vom Musée de l’Elysée in Lausanne. "Die ausgewählten Werke stammen aus unterschiedlichen Bereichen und laden den Betrachter ein, die Geschichte, die sie suggerieren, zu Ende zu denken."

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Die ausgezeichneten Werke sowie alle anderen eingereichten Beiträge stehen den Medien zur Verfügung. Der Wettbewerb möchte dazu beitragen, dass die Bilder aus dem Forschungsalltag unter die Bevölkerung kommen. Das Ziel: überraschende Aspekte der Forschung aufzeigen und die Arbeitswelt der modernden Forschung veranschaulichen.

Die Gewinner

Die Fotografie "Spatial impulse wave" gewinnt den ersten Preis in der Kategorie "Das Forschungsobjekt". Das Bild von Frederic Evers, Doktorand an der ETH Zürich, "verschmilzt subtil, aber eindrucksvoll das Analoge mit dem Digitalen. Es erinnert uns daran, dass der Augenschein oft trügt, besonders in der Wissenschaft», schreibt die Jury.

Das Siegerfoto in der Kategorie "Die Frauen und Männer der Wissenschaft" "beeindruckt durch seine Ästhetik" und "scheint aus der Zeit gefallen": Das Bild von Jürg Sigrist, Techniker an der EAWAG, zeigt eine Biologin, die aus einem Stickstoffnebel auftaucht.

Die schlichte Fotografie mit dem Titel «Kühlblock» gewinnt den Preis in der Kategorie "Orte und Werkzeuge". "Ich habe ganz gewöhnliche Laborgegenstände fotografiert, um ihre Struktur durch die Wahl einer ungewöhnlichen Dimension hervorzuheben», schreibt die Preisträgerin Madlaina Boillat, Doktorandin an der Universität Genf.

In der Kategorie "Video-Loops" wird ein Film über eine Kugel ausgezeichnet, die gegen einen Baum prallt. Der Jury gefiel die Authentizität des Videos mit der einleuchtenden Dramaturgie, die daran erinnert, dass es in der Wissenschaft auch einfache, physikalische Lösungen gibt.

Darüber hinaus hat die Jury elf Werke lobend erwähnt, darunter das beunruhigende Porträt eines Glaziologen, ein aussergewöhnliches Selfie zwischen Urwaldwipfeln, "Land Art" in Südafrika, den ergreifenden Augenblick einer Diagnose und ein Video, das von einer Odyssee durch Tadschikistan erzählt.

Starke Nachwuchstalente

"Die Auswahl der Jury zeigt eine starke Fokussierung auf das Künstlerische", sagt Matthias Egger, Vorsitzender des Forschungsrats des Schweizerischen Nationalfonds. "Manch einer mag sich wundern, dass in dieser Endauswahl die üblicherweise bei solchen Wettbewerben ausgezeichneten Mikroskopie-Aufnahmen fehlen. Tatsächlich aber wirft die Auswahl ein Schlaglicht auf den visuellen Reichtum und die weitreichende Wirkung der modernen wissenschaftlichen Praxis."

Acht der fünfzehn prämierten Bilder sind Werke von Doktorierenden – Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern am Beginn ihrer Karriere. "Das ist ein wunderbarer Beweis für das Engagement der Nachwuchsforschenden und für ihren Wunsch, ihre Welt und ihre Leidenschaft mit anderen zu teilen», sagt Matthias Egger. "Wie in der Kunst braucht es auch in der Wissenschaft Originalität und Neugier, die uns dazu bringt, unsere Komfortzone zu verlassen. Genau das erkenne ich in diesen Werken, und das freut mich."

Die preisgekrönten Bilder sind an den Bieler Fototagen vom 5. bis zum 28. Mai 2017 sowie online auf der Website des SNF zu sehen. Die Preisverleihung findet am10. Mai 2017 in Biel statt.

Für die Medien:

> Im Zusammenhang mit dem Wettbewerb sind hochauflösende Bilder für die Medien verfügbar.

> Die Medien sind zur Teilnahme an der Preisverleihung eingeladen. Diese findet im Rahmen der Bieler Fototage am 10. Mai 2017 um 17 Uhr im Beisein der Jury und der Kandidaten statt (Anmeldung auf com@snf.ch bis zum 8. Mai 2017).

> Am 4. Mai um 10.30 Uhr findet im Rahmen der Bieler Fototage eine Pressekonferenz einschliesslich einer Führung statt, sie umfasst auch die Ausstellung zum SNF-Wettbewerb für wissenschaftliche Bilder. Daniel Saraga ist für den SNF anwesend. (Anmeldung auf presse@jouph.ch).

> Öffentliche Vernissage der Ausstellung: 5. Mai 2017 um 18 Uhr

Vielseitige Jury

Die international besetzte Jury des SNF-Wettbewerbs für wissenschaftliche Bilder umfasst Fachleute aus den Bereichen Fotografie, Museen, Medien und Forschung. Ihr Vorsitzender ist Pascal Hufschmid vom Musée de l'Elysée, Lausanne.

> Ben Brubridge, Kunsthistoriker, Universität Sussex (Grossbritannien) und Kurator der Ausstellung Revelation im Science Museum in London.
> Claire Doutrelant, Biologin, CNRS, Montpellier (Frankreich)
> Andrea Gentile, Wissenschaftsjournalist, Wired.it (Italien)
> Martina Griesser, Leiterin Sammlungen, Technisches Museum Wien (Österreich)
> Irene Hediger, Leiterin, Artists-in-Lab, Zürich (Schweiz)
> Pascal Hufschmid, Head of External Affairs, Musée de l'Elysée, Lausanne (Schweiz)
> Dominique Peysson, Künstlerin und ehemalige Physikerin, Paris (Frankreich)

Kontakt

Daniel Saraga
Leiter Wissenschaftskommunikation
Schweizerischer Nationalfonds
Wildhainweg 3, 3001 Berne
Tel: +41 31 308 23 76
E-Mail: daniel.saraga@snf.ch

Weitere Informationen:

http://www.bielerfototage.ch/de/ausstellungen.178/snf-wettbewerb-fur-wissenschaf... 'Ausstellung an den Bieler Fototagen'
http://www.snf.ch/praemierte-bilder-2017 'Gewinnerbilder'

Medien Abteilung Kommunikation | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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