Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Forschung für das Krisenmanagement - zwei neue Projekte

23.10.2014

Zwei neue Projekte zum Thema Krisenmanagement am Zentrum Technik und Gesellschaft / 2,1 Millionen Euro gehen an die TU Berlin

Wenn der Strom ausfällt, können Beleuchtung, Verkehr, Kommunikation, Nahrungsmittelversorgung und viele weitere Bereiche des alltäglichen Lebens zum Stillstand kommen. Hunderte Haushalte, viele Firmen und ein großes Einkaufszentrum waren zuletzt im Mai dieses Jahres von einem 18-stündigen Stromausfall in Berlin betroffen.

Wie man solche Ausfälle verhindern oder bei Eintritt bestmöglich bewältigen kann, untersuchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Rahmen der neuen Forschungsvorhaben „FORTRESS“ und „Alpha-Komm“ an der TU Berlin. Sie arbeiten dafür eng mit Partnern vor allem aus der Region zusammen. Die Federführung liegt beim Zentrum Technik und Gesellschaft (ZTG) der TU Berlin. In die beiden neuen Projekte fließen insgesamt 6,9 Millionen Euro, davon bleiben 2,1 Millionen Euro an der Universität.

Zu den Partnern gehören die Berliner Wasserbetriebe, Stromnetz Berlin, die Netzgesellschaft Berlin Brandenburg, Vattenfall Wärme, die BVG, die Berliner Feuerwehr, die Polizei Berlin sowie die Senatsverwaltung für Inneres und Sport. Dr. Leon Hempel vom Zentrum Technik und Gesellschaft der TU Berlin leitet die Forschungsvorhaben „FORTRESS“ und „AlphaKomm“.

In dem Projekt “FORTRESS - Foresight Tools for Responding to Cascading Effects” hat es sich ein interdisziplinäres Team aus acht EU-Ländern zur Aufgabe gemacht, ein Instrument zur Analyse und Prognose von grenz-überschreitenden Kaskadeneffekten zu entwickeln. Ziel ist es, die kaska-denartige Ausbreitung von Systemausfällen, also die Verkettung von Ereignissen, die jeweils auf die vorhergehenden aufbauen und so die Krise bedingen, über verschiedene Infrastrukturen und Länder hinweg angemessen einschätzen und verhindern zu können. Ein „FORTRESS Incident Evolution Tool“ (FIET) soll Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger zukünftig darin unterstützen, Auswirkungen ihrer Entscheidungen in Krisensituationen besser abschätzen zu können. Das Projekt startete im April 2014 und wird über drei Jahre von der Europäischen Kommission im Rahmen des 7. Rahmenförderungsprogramms mit 3 Millionen Euro gefördert.

Zum Projekt „FORTRESS“: www.tu-berlin.de/?id=149806

Mit dem Verbundprojekt „AlphaKomm“ („Ausfallsichere Lagebildinformation zur phasenadäquaten Kommunikation im Krisenfall“) soll die Krisenkommunikation bei einem Ausfall regulärer Kommunikationskanäle sichergestellt werden. Das Team entwickelt organisatorisch-kommunikative sowie technische Lösungen. Diese sollen die Arbeit der Einsatzkräfte und Entscheidungsverantwortlichen von Infrastrukturbetreibern und Behörden bei der Bewältigung komplexer Großschadenslagen unterstützen. Zu diesem Zweck werden die Herausforderungen intersektorieller Kooperation zwischen sehr unterschiedlich aufgestellten Akteuren im Falle solcher Störungen untersucht. Ziel ist es, die Widerstandfähigkeit und Flexibilität im Vorfeld von Krisen sowie im Zuge der Ereignisbewältigung seitens städtischer Infrastrukturbetreiber, Behörden und der Bevölkerung zu erhöhen. Das Projekt wird seit August 2014 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Programms „Forschung für die zivile Sicherheit 2012-2017“ gefördert.

Zum Projekt AlphaKomm: www.tu-berlin.de/?id=152074

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern: Robert Pelzer, TU Berlin, Zentrum Technik und Gesellschaft, Tel.: 030 / 314 – 28339, E-Mail: pelzer@ztg.tu-berlin.de

Stefanie Terp | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro
24.03.2017 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

nachricht TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro
24.03.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Latest News

Transport of molecular motors into cilia

28.03.2017 | Life Sciences

A novel hybrid UAV that may change the way people operate drones

28.03.2017 | Information Technology

NASA spacecraft investigate clues in radiation belts

28.03.2017 | Physics and Astronomy