Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Förderpreis der Stiftung DHD für Forschung zur diabetischen Kardiomyopathie

30.12.2010
Sabrina Greulich aus Düsseldorf wurde mit dem Preis der Stiftung "Der herzkranke Diabetiker" (Stiftung DHD am HDZ NRW) ausgezeichnet. Die Doktorandin untersucht das epikardiale Fettgewebe bei Diabetes und dessen Folgen für das Herz.

Für ihre Forschung zur Entstehung der diabetischen Kardiomyopathie hat Sabrina Greulich im Dezember 2010 den Förderpreis der Stiftung DHD (Der herzkranke Diabetiker) erhalten. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird einmal jährlich für herausragende wissenschaftliche Forschungsprojekte verliehen, die einen relevanten Beitrag zum Grundlagenverständnis und zur Verbesserung der Versorgung von herzkranken Diabetikern leisten.

Unter der Leitung von Prof. Dr. Jürgen Eckel und Dr. Margriet Ouwens untersucht die Preisträgerin vom Institut für Klinische Biochemie und Pathobiochemie am Deutschen Diabetes-Zentrum Düsseldorf im Rahmen ihrer Dissertation mögliche Faktoren, die vom Fettgewebe ausgeschüttet werden und die zur Pathogenese der diabetischen Kardiomyopathie beitragen. Verstärkte Ablagerungen an Fettgewebe auf den Herzmuskel (epikardiales Fettgewebe) werden mit dem hohen Risiko für Herzerkrankungen in Verbindung gebracht.

„Ich bin sehr stolz, dass die Stiftung DHD im elften Jahr der Verleihung zum ersten Mal einer Preisträgerin gratulieren darf, die sich als Naturwissenschaftlerin dem bislang noch wenig erforschten, aber wichtigen Thema der diabetischen Kardiomyopathie widmet“, betonte der Stiftungsvorsitzende Prof. Dr. Dr. Diethelm Tschöpe bei der Preisübergabe in Berlin. „Ich bin sicher, dass wir mit Sabrina Greulich eine würdige Laureatin gefunden haben, die ihren männlichen Vorgängern in nichts nachsteht.“ Man dürfe gespannt sein, was von der jungen, hoch motivierten Preisträgerin künftig noch zu erwarten ist, sagte Diethelm Tschöpe, der zudem als Direktor das Herz- und Diabeteszentrum NRW mit vier Kliniken unter einem Dach in Bad Oeynhausen leitet.

Der Förderpreis der Stiftung DHD wurde an die Laureatin verliehen, weil sie in ihrer Arbeit nachweisen konnte, dass im epikardialen Fettgewebe bei Patienten mit Typ 2 Diabetes stärker Faktoren freigesetzt werden, die sich unmittelbar auf den Herzmuskel und die Koronargefäße auswirken. Die deutlichste Veränderung konnte für das Activin A beobachtet werden, das bei diabetischen Patienten im Vergleich zum Kollektiv ohne Diabetes um ein 4-faches mehr ausgeschüttet wurde. Bei den anderen Fettdepots lag die Freisetzung von Activin A sogar um 10-fach höher. Aus den Ergebnissen der Studie lässt sich insgesamt schlussfolgern, dass sekretorische Faktoren aus dem epikardialen Fettgewebe wie das Activin A mit dem Myokard interagieren und vermutlich eine Rolle bei der Entstehung der diabetischen Kardiomyopathie spielen.

Auch 2011 wird der Förderpreis der Stiftung DHD vergeben. Er richtet sich an Wissenschaftler und Arbeitsgruppen, die zum Thema Diabetes und Herz an der Schnittstelle von Stoffwechsel- und Gefäßmedizin forschen. Der Preis mit einem Betrag von 10.000 Euro wird von dem forschenden Arzneimittelunternehmen sanofi aventis unterstützt. Um den Förderpreis bewerben können sich Arbeiten aus dem klinischen, experimentellen und bevölkerungsmedizinischen Bereich. Die Unterlagen müssen schriftlich bei der Stiftung DHD am Herz- und Diabeteszentrum NRW, Georgstr. 11, in 32545 Bad Oeynhausen, eingereicht werden. Die Frist endet am 30. September.

Katrin Hertrampf | idw
Weitere Informationen:
http://www.stiftung-dhd.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro
24.03.2017 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

nachricht TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro
24.03.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

Zweites Symposium 4SMARTS zeigt Potenziale aktiver, intelligenter und adaptiver Systeme

27.03.2017 | Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fließender Übergang zwischen Design und Simulation

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Industrial Data Space macht neue Geschäftsmodelle möglich

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Neue Sicherheitstechnik ermöglicht Teamarbeit

27.03.2017 | HANNOVER MESSE