Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wie sich Fehler „klein kriegen lassen“

12.01.2011
Fachmagazin „Journal of Complexity“ vergibt Nachwuchspreis an Mathematiker der Universität Jena

Für seine Arbeit zum Thema „Markov-Chain-Monte-Carlo-Verfahren“ (kurz MCMC-Verfahren) ist der Mathematiker Daniel Rudolf von der Friedrich-Schiller-Universität Jena mit dem „Information-Based Complexity Young Researcher Award“ ausgezeichnet worden. Der mit 1.000 US-Dollar dotierte Preis wird jährlich vom internationalen Fachmagazin „Journal of Complexity“ an einen Nachwuchswissenschaftler vergeben.

Neben dem Preisgeld und einer Urkunde erhält der Jenaer Mathematiker auch die Möglichkeit, in den kommenden drei Jahren als Jury-Mitglied über die Vergabe der Auszeichnung mit zu entscheiden. Der Preis wird im Juli 2011 während der internationalen Konferenz „Foundations of Computational Mathematics“ in Budapest verliehen.

„MCMC-Verfahren sind eine Klasse von Algorithmen, mit denen sich hochdimensionale Probleme – wie die Volumenberechnung von komplizierten Körpern – lösen lassen“, erläutert Daniel Rudolf den Inhalt seiner ausgezeichneten Arbeit. „Dabei habe ich das Fehlerverhalten dieser Methoden untersucht“, so der 28-Jährige, der derzeit an seiner Doktorarbeit am Lehrstuhl für Theoretische Numerik der Uni Jena arbeitet. Die Verfahren basieren auf der Mittelung von Funktionswerten und stellen deshalb nur eine Annäherung an die zu berechnende Größe dar. Um die Güte verschiedener Berechnungsmethoden zu vergleichen, studiert man die Abweichung – den Fehler – vom Ergebnis. Dieser sollte möglichst klein sein. „Gerade für Probleme, die von vielen Variablen abhängen, z. B. in der statistischen Physik, ist das von großer Bedeutung“, erläutert Preisträger Rudolf.

... mehr zu:
»Mathematik »Numerik »complexity

Die Auszeichnung sehe er als Wertschätzung seiner bisherigen Arbeit, betont der Nachwuchsforscher. Auch sein Doktorvater, Prof. Dr. Erich Novak, freut sich über die Ehrung. „Damit geht der Preis bereits zum zweiten Mal an unser Institut“, so der Lehrstuhlinhaber für Theoretische Numerik der Uni Jena. Vor zwei Jahren ist der Mathematiker Jan Vybiral mit dem Preis ausgezeichnet worden, der ebenfalls in Jena promoviert wurde.

Kontakt:
Daniel Rudolf
Mathematisches Institut der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Ernst-Abbe-Platz 2, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 946111
E-Mail: daniel.rudolf[at]uni-jena.de

Dr. Ute Schönfelder | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-jena.de

Weitere Berichte zu: Mathematik Numerik complexity

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro
24.03.2017 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

nachricht TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro
24.03.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise